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Dachbodendämmung – welche Möglichkeiten gibt es?

Dachbodendämmung mit den Produkten von Rigips
Isover und die Dachbodendämmung
Roka-Dabotherm – die begehbare Dachbodendämmung aus Neopor

Auch wenn immer mehr Hausbesitzer die oberste Geschossdecke als Wohnraum für sich entdeckt haben, so gibt es doch immer noch zahlreiche Häuser, bei denen der Dachboden allenfalls als Lagerraum dient und entsprechend wenig oder gar nicht gedämmt ist. Dabei sagt die neueste Version der Energieeinsparverordnung (EnEV), dass bis Ende 2011 die oberste Geschossdecke oder das Dach darüber eine Wärmedämmung erhalten muss. Auch Eigentümer von älteren Gebäuden, die keine Modernisierung planen, müssen also ihre Gebäude teilweise energetisch aufbessern. Diese Vorgabe gilt für alle Hausbesitzer, sofern die Baumaßnahme keinen unangemessenen Aufwand bedeutet und damit die Wirtschaftlichkeit in Frage stellt. Dabei ist die Dämmung des Dachbodens das eine. Das andere ist der Ausbau des Dachgeschosses, der vielfach der Dämmung des Dachbodens sozusagen auf dem Fuß folgt.

Gedämmt werden muss die oberste Geschossdecke dann, wenn der sogenannte U-Wert größer als 0,24 W/(m²K) ist und die Decke zugänglich ist. Nun wird kaum einer den U-Wert seiner Decke berechnen können. Mit einer Faustformel lässt sich aber auch dieses Manko überbrücken. Bei einer Wärmedämmung, die mindestens 12 cm, besser jedoch 14 oder 15 cm dick auf dem ungedämmten Dachboden liegt, ist man in aller Regel auf der sicheren Seite. Da ist es dann auch egal, ob es sich um eine Betondecke oder Holzbalkendecke handelt. Ist die Dämmschicht keine 12 cm dick, muss nachgerüstet werden. Da stellt sich für jeden Hausbesitzer die Frage, wie gehe ich das am besten an und welche Art von Wärmedämmung nehme ich.

Um Feuchte- und Schimmelschäden zu vermeiden, sollte eine Dampfbremse unter dem Dämmstoff vorgesehen werden. Bei einer Holzbalkendecke ist dies auf jeden Fall notwendig, damit die warme Luft aus den Wohnräumen nicht in die Dämmung gelangen kann. Und auch bei einer Betondecke ist eine Luftdichtebahn ratsam, wenn auch nicht zwingend notwendig. Wird der Spitzboden als Stauraum genutzt, sollte die Dämmung zudem aus druckstabilem Material ausgeführt werden. Solch eine Arbeit ist auch problemlos in Eigenleistung möglich. Doch nun zu den verschiedenen Systemen der Dämmstoff-Hersteller.

Dachbodendämmung mit den Produkten von Rigips

Mann verlegt Rigips

Rigips ist nicht nur mit Gipskartonplatten, sondern auch mit Dämmplatten auf dem Markt. In Sachen Dachbodendämmung gibt es z.B. die Rigidur Dachbodenelemente, die aus Polystyrol hergestellt werden. Oberseitig bestehen diese aus einer Gipsfaserplatte, die nicht brennbar und unempfindlich gegen Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen ist. Mit dem werkseitig ausgebildeten Stufenfalz lassen sich die Elemente einfach und sicher verlegen. Die Polystyrol-Hartschaumplatte ist je nach gewünschter Dämmung und entsprechend für den bauseitig gegebenen Untergrund in unterschiedlichen Stärken lieferbar, damit der geforderte Wärmekoeffizient erreicht wird. Mit einer Größe von 50 mal 150 Zentimetern und einem Gewicht von nur rund 14 Kilogramm pro Element sind die Elemente besonders leicht, handlich und einfach zu verlegen und sie haben auch eine wohltuende Wirkung, was die Übertragung des Trittschalls betrifft.

Wenn es richtig trittfest sein soll, dann kommt das Dachbodendämmelement EPS 040/035/032 DEO, EPS 040 DI zum Einsatz. Das Dachbodendämmelement besteht aus einem Verbund von Styropor mit einer Spanplatte und besitzt ein umlaufendes Nut- und Federsystem, das gemeinsam mit der Verklebung einen sehr guten Plattenverbund gewährleistet. Die Elemente gibt es in verschiedenen Qualitätstypen und Dämmschichtdicken. Durch das handliche Format lassen sie sich ganz einfach verlegen.

Mehr Informationen unter www.rigips-heimwerker.de

Isover und die Dachbodendämmung

Als Spezialist für Wärmedämmung hat Isover zahlreiche Systeme zur Dachgeschossdämmung im Angebot. Begehbare Decken lassen sich z.B. mit Topdec Loft herstellen. Dabei handelt es sich um zweischichtige Steinwolle-Platten mit hochdruckfester Deckschicht für die begehbare Wärmedämmung unter Trockenestrich-Gehbelägen aus Gipsfaser- oder Holzspanplatten. Durch die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 035 lässt sich bei diesem Dämmstoff an Dicke sparen, um den gleichen Effekt zu erzielen wie z.B. bei einem Dämmstoff mit WLG 040. Topdec Loft wird zweilagig im Verband mit versetzten Stößen verlegt. Eine Unterkonstruktion aus Holzlatten ist bei dem druckfesten Topdec Loft nicht notwendig. Als Gehbelag muss eine Gipsfaserplatte mindestens 18 mm (bei einlagiger Verlegung) oder 2 x 10 mm (bei zweilagiger Verlegung) dick sein. Eine Holzspanplatte V 100 muss mindestens eine Dicke von 19 mm besitzen.

Mann verlegt Isover PlattenDämmatten verlegen

Ebenfalls begehbare Oberflächen lassen sich mit den Exporit oder Styrodur-Platten von Isover herstellen. Bei beiden handelt es sich um Hartschaumplatten, die besonders durch ihr geringes Gewicht punkten und die zudem Druckbelastungen gut standhalten können.

Wer seinen Dachraum nur dämmen und nicht begehen möchte, der ist mit der Verlegung eines Rollfilzes bestens bedient. Beim Topdec DF 1 sorgt gleichwohl ein oberseitiges Vlies für einen Schutz beim gelegentlichen Begehen. Auch Topdec DF 2 von Isover eignet sich zur Dämmung von nicht begehbaren Decken. Der Dämmstoff aus Mineralwolle wird einlagig oder zweilagig auf der obersten Geschossdecke ausgerollt.

Mehr Informationen unter www.isover.de

Roka-Dabotherm – die begehbare Dachbodendämmung aus Neopor

Beck+Heun Steckellemente

Von Beck+Heun gibt es mit ROKA-DABOTHERM eine Innovation für die schnelle und effiziente Dämmung von Dachböden. Das Steck-Element erzielt hervorragende Dämmwerte – dafür sorgt ein Korpus aus Neopor. Der dreischichtige Aufbau des Systems macht es zudem leicht und gleichzeitig stabil: Es eignet sich für den Einsatz als Trockenestrichelement mit normaler Gehbelastung, dabei wiegt es in der höchsten Dämmstärke gerade mal rund 4.500 Gramm. Mit einer Größe von 390 mal 1.200 Millimetern passen die Elemente durch jede Dachluke, sie können also bequem von einer Person verarbeitet werden. ROKA-DABOTHERM ist in einer Auswahl an Dämmstärken von 80 bis 200 Millimeter erhältlich.

Die drei versetzt aufeinander aufgebrachten Schichten von ROKA-DABOTHERM gewährleisten Stabilität und eine ideale Dämmung. Die Tretschicht besteht aus einer drei Millimeter dicken Spanplatte. Sie bildet die robuste ebene Oberfläche des Bauelements. Die darunter liegende Tragschicht besteht aus zehn Millimeter dickem, extrem verdichtetem und hartem EPS. Sie dient der optimalen Lastverteilung auf die darunter liegende Dämmschicht und die gesamte Tragkonstruktion. Den Kern des Systems bildet eine Schicht aus Neopor® [Wärmeleitfähigkeit: ? = 0,032 W/(mK)], die je nach Dämmstärke von 67 bis zu 187 Millimeter dick ist.

Die einzelnen Elemente werden über eine Nut-Feder-Verbindung kraft- und formschlüssig zusammengefügt. Wärmebrücken werden durch diese Art der Verlegung vermieden. Das hierfür notwendige PVC-Steckprofil ist im Lieferumfang enthalten. Lattenkonstruktionen, Rohrleitungen oder Kabelstränge können über die bereits vorgesehenen Aussparungen vollständig in die Dämmung integriert werden.

Mehr Informationen unter www.beck-heun.de



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