Kaminholz muß im Freien gelagert werden, damit es ständig belüftet wird und gut austrocknen kann. Kaminholz
muß mindestens d r e i Jahre im Freien getrocknet sein, damit es sauber verbrennt.
Eine Bauanleitung für ein Kaminholz-Regal kann nur beispielhaft erfolgen, weil überall die räumlichen Voraussetzungen anders sind.
Verarbeitet werden sollten Kanthölzer der Gütebezeichnung Konstruktionsvollholz (KVH) im Format 10 x 10 cm sowie Dachlatten. |
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Unser Beispiel geht
von diesen Maßen aus:
400,00 cm breit (3 Felder à 120 cm)
202,50 cm hoch (vorderes Feld)
222,50 cm hoch (hinteres Feld)
80,00 cm Gesamttiefe |
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Die Tiefe von 80 cm wurde gewählt, damit zwei Reihen Kaminholz hintereinander gestapelt werden können. Das Regal muß an eine
massive Wand gebaut und mit dieser verankert werden. Diese Verankerung ist unabdingbar, wenn das Regal nur 40 cm Tiefe haben soll. In jedem Fall
sollte das Kaminholz-Regal auf eine Beton-Bodenplatte aufgesetzt werden. Wie man eine solche Bodenplatte anlegt, wurde ausführlich in unserem
Beitrag Fundament für ein Gartenhaus beschrieben. Achten Sie darauf, daß die Betonplatte etwa 5 cm über den "gewachsenen Boden"
hinausragt, damit die Holzkonstruktion nicht im Nassen steht.
Im Freien ohne Wandanschluß aufstellen?
Ein Aufstellen des Regals ohne Wandanschluß "irgendwo" im Garten kann nur empfohlen werden, wenn es mindestens 80 cm tief ist, über sog.
Balkenschuhe mit dem Fundament verankert ist und die dem Wind zugekehrte Seite so beplankt wird, daß einerseits der Regen abgehalten wird, die
Luft aber durchströmen kann. Dies ist insbesondere bei Sturmböen wichtig, denn bei Windstärke 8 wird ein solches Regal einem erheblichen
Winddruck ausgesetzt. Um die Standfestigkeit zu erhöhen, muß das Regal deshalb immer zur Hälfte mit Kaminholz gefüllt sein.
Grundelemente bauen
Grundelement ist eine einfache Holzrahmenkonstruktion aus 10 x 10 cm starken Kanthölzern. Die Balken werden mit Stahlwinkeln miteinander verbunden. Die Stahlwinkel werden angenagelt. Je
nach handwerklichem Geschick sind auch Holzverbindungen "wie vom Zimmermann" möglich.
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| Der vordere Rahmen (obere Skizze) ist 202,5 cm hoch, der hintere Rahmen (untere Skizze) ist 222,5 cm hoch. Beide Rahmen sind 360 cm breit, wobei die oberen Querbalken beider Rahmen
zu beiden Seiten jeweils 20 cm über die Rahmenaußenkante hinausragen. |
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Zwischen die Rahmen werden 60 cm lange 10 x 10 cm Kanthölzer gesetzt (Skizze rechts oben: Draufsicht). Befestigung immer
mit Winkeln, die angenagelt werden. Da diese Zwischenträger-Balken eine enorme Last aufnehmen müssen, sind mindestens zwei Winkel erforderlich:
Über und unter dem Balken (Skizze rechts unten: Seitenansicht).
Regalböden aus Dachlatten
Damit das Kaminholz immer der Luft ausgesetzt ist, können keine massiven Böden eingebaut werden. Aus diesem Grund kommen Dachlatten zum
Einsatz. Dachlatten haben das Format von 2,5 x 5 cm (Höhe x Breite). Auf die Trägerbalken sollten Sie sieben Dachlatten nageln (Skizze E) bei
einem Zwischenraum von ca. 2,5 cm. Bei sechs oder gar nur fünf Dachlatten besteht die Gefahr, daß sich die Latten unter der Last der
Kaminscheite durchbiegen oder sogar brechen. |
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| Es versteht sich von selbst, daß auf die 10 cm tiefen Trägerbalken mittig ebenfalls eine jeweils 120 cm lange Dachlatte
aufgenagelt werden muß. |
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Zwischenböden und Kanthölzer.
Der unterste Boden wird
von b e i d e n Seiten mit Dachlatten versehen. Nur so ist eine Belüftung des Regals auch von unten möglich (Skizze F). Die oberen Balken
brauchen keine Lasten aufzunehmen, folglich sind auch keine Trägerlatten erforderlich. Doch an dieser Stelle ein guter Tipp: Wenn Sie den
mittleren Boden statt auf 1 m Höhe auf 90 cm und die oberen Kanthölzer auf etwa 180 cm Höhe bringen, gewinnen Sie eine ideale Ablagefläche für
eine lange Leiter, die einfach seitlich von rechts oder links eingeschoben wird. Natürlich müssen in d i e s e m Fall zuvor auch die oberen
Trägerbalken mit Dachlatten versehen werden. |
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| Die Dachkonstruktion |
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Um den Regen abzuhalten, sollte das Dach nach vorn und seitlich jeweils 20 cm überstehen (Skizze G). Unser Dach - sagen wir lieber:
Dächelchen - ist von der Konstruktion her ein sog. Pfettendach.
Der "schräge Balken" - der
sog. Sparren - ruht auf den waagerechten Kanthölzern - den Pfetten. Dachsparren und Pfetten können auf zweierlei Weise miteinander verbunden
werden. Einmal durch "Anschuhen" von Sparren und Pfetten (Seitenansicht oben rechts) oder durch Nagelverbindung mit einem sog.
Sparrenpfettenanker(Skizze rechts).
Damit die Dachsparren vorne 20 cm überstehen, müssen sie auf eine Länge von 102,5 cm zugeschnitten
werden. Nun kommen wieder Dachlatten zum Einsatz. Diese müssen auf die Sparren aufgenagelt werden, damit die Ziegel einen Halt finden. Die
Distanz zwischen den Dachlatten ergibt sich aus der Länge der von Ihnen gewählten Ziegel. |
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Schlußarbeiten
Nun steht das Kaminholz-Regal. Aber es sind noch einige Arbeiten zu erledigen. Die Rückseite sollte diagonal mit zwei Bandeisen
stabilisiert werden (Zeichnung B). Die Eckverbindungen sollten zusätzlich mit Nagelplatten befestigt werden. Und dann kommt die leichteste
Übung, nämlich das Anschlagen von Dachlatten auf die seitliche Rahmenkonstruktion, damit Ihnen das Kaminholz nicht aus dem Regal fällt. Auch
hier haben wir einen Tipp für Sie: Wenn Sie den Zwischenraum zwischen den Dachlatten ausreichend groß dimensionieren - etwa 3 bis 4 cm - dann
können Sie hier S-Haken einhängen und an diesen S-Haken Gießkannen und anderes Gerät aufhängen. |
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