Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Bau von Terrassen und Wegen
Wenn Sie diesen Beitrag drucken möchten, klicken Sie bitte hier.

Wege und Terrassen dekorativ pflastern

Welches Verlegemuster gefällt Ihnen am besten?
Wenn Sie Viertel-, Halb- und Vollkreise verlegen wollen
Auch Fächer sind schön und einfach realisierbar
Vorbereitungsarbeiten, bevor Sie pflastern können
Das Pflasterbett herstellen
So bekommen Sie ein einheitliches Pflasterbild
Und so verlegen Sie die Pflastersteine
 
Am Beispiel der NOSTALIT-Betonpflastersteine zeigen wir Ihnen, wie Sie Wege, Terrassen und Zufahrten attraktiv und zeitlos schön gestalten können. Die Steine lehnen sich an alte Pflasterformen an; Kanten und Ecken sind weich gerundet. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich allerdings für bestimmte Verlegemuster entscheiden.
 
Welches Verlegemuster gefällt Ihnen am besten? Hersteller NOSTALIT hat hier neun Muster zusammengestellt. Wenn Sie die Abbildungen anklicken, erfahren Sie, wieviele und welche Pflastersteine Sie pro Quadratmeter benötigen.
 

Verlegemuster 1.02

Verlegemuster 1.06

Verlegemuster 1.07

Verlegemuster 1.08

Verlegemuster 1.09

Verlegemuster 1.13

Verlegemuster 1.14

Verlegemuster 1.15

Verlegemuster 1.16
 
Wenn Sie Viertel-, Halb- und Vollkreise verlegen wollen

Mit Halb- und Vollkreisen lassen sich verblüffend schöne Wirkungen erzielen. Bei Bögen und Kreisen legen Sie die Mitte als erstes fest. Aus der Kreismitte heraus verlegen Sie dann Stein bei Stein. Betreten Sie die Bettung nicht, sondern decken Sie diese mit Brettern ab. Es ist auch nicht so schwer, solche Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen. Zumal Ihnen der Hersteller hier zwei Diagramme online zur Verfügung stellt, mit denen Sie den Steinbedarf genau ermitteln können.
 
Ab dem 9.Kreis können Keilsteine entfallen. Durchmesser-Angaben sind Circa-Werte.
Ab dem 9.Kreis können Keilsteine entfallen. Durchmesser-Angaben sind Circa-Werte.






Auch Fächer sind schön und einfach realisierbar Ein fächerförmiges Muster lockert jeden Gehweg auf. Weil das Nostalit-System aus sorgfältig aufeinander abgestimmten Steintypen besteht, können auch fächerförmige Muster problemlos verlegt werden. Den Steinbedarf eines solchen Fächers können Sie problemlos anhand der Tabelle selbst ermitteln.
 
Vorbereitungsarbeiten, bevor Sie pflastern können Zum höhengerechten Abstecken markiert man die Lage wichtiger Punkte wie z.B. Ecken der Fläche, Anschlüsse an vorhandene Flächen, Tiefpunkte, Wechsel im Gefälle etc. Man schlägt Stahlpfähle ein, deren Höhenmarkierung als festes Maß über der späteren Pflaster-Oberfläche liegt. Zur Kontrolle der Höhenlagen werden diese beim Einbringen der Tragschicht untereinander mit Schnüren verbunden.

Frühzeitig muß entschieden werden, wie die Pflasterfläche begrenzt werden soll, da sie in unterschiedlicher Tiefe eingebaut wird. Flächenbegrenzungen können gebildet werden
  • mit einer in Beton gesetzten Reihe von Randsteinen,
  • mit Palisaden oder
  • mit Betonschulder
Palisaden und Kantensteine werden mit mindestens einem Drittel ihrer Gesamthöhe unter dem Pflasterniveau mit Betonstützen eingebunden.

Nach dem Abtragen von ca. 10-20 cm Erdboden wird die Tragschicht etwa gleicher Höhe aus Kies, Schotter, Recyclingmaterial etc. (empfohlene Körnung 0/32 oder 0/45) lagenweise aufgebracht und mit einem schweren Rüttler lagenweise verdichtet. Bei einer Verlegung mit geringem Gefälle (vom Haus abfließend), wird die Neigung mit Hilfe von Pflöcken, Schnüren und in die Bettung eingelassener Rohre genau eingemessen. Meist genügt ein Gefälle von 2-3%, d.h. 2-3 cm Höhenunterschied pro Meter. Die obere Schicht der Tragschicht sollte mit abgestuftem Material abgeschlossen sein.






Das Pflasterbett herstellen Soll Pflaster umweltschonend ohne den Zusatz von Bindemitteln in Bettung und Fugenfüllung verlegt werden, kommt nach wie vor nur die ungebundene Bauweise in Betracht. Unabhängig von der gewählten Bauweise gilt aber ein Grundsatz: Bettungs- und Fugenmaterial sind immer in gleicher Bauweise auszuführen - also entweder ungebunden oder gebunden. Die Grundlagen für das Pflasterbett sind sehr umfangreich, weshalb hier nur eine Aufzählung der wichtigsten Punkte in Stichworten erfolgen kann:

  • Die Dicke des Pflasterbettes soll mindestens 3 cm und höchstens 5 cm betragen.

  • Als Bettungsmaterial kommen natürliche und künstliche Mineralstoffe oder Recycling-Baustoffe (Zulassung erforderlich) in Frage.

  • Geeignete Körnungen sind Sand 0/2 mm oder 0/4 mm, Splitt 1/3 mm oder 2/5 mm oder ein kornabgestuftes Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5 mm. Das Größtkorn darf 8 mm nicht überschreiten.

  • Das Plasterbett ist über die gesamte Trassenfläche gleichmäßig dick aufzutragen. Keinesfalls sind Unebenheiten der Tragschicht damit auszugleichen!

  • Ferner ist das Pflasterbett so zu überhöhen (6 bis 8 mm), daß nach dem Einrütteln die Sollhöhe der Pflasterdecke bis zur Standfestigkeit erreicht wird.
So bekommen Sie ein einheitliches Pflasterbild Betonpflastersteine lassen sich einfacher als Naturpflastersteine mit ihren oft abweichenden Formaten verlegen. Trotzdem empfiehlt es sich auch hier, nach dem sorgfältigen Abziehen des Pflasterbettes mit einer Fluchtschnur sowie mit Winkel und Richtlatte zu arbeiten. Dabei sollte entsprechend dem Bauablauf alle ein bis drei Meter die Rechtwinkligkeit kontrolliert werden. Falls ungleich dicke bzw. unregelmäßige Betonpflastersteine verlegt werden, setzen Sie möglichst Lehrensteine. Dies sind Steine, an denen Sie die anderen Steine ausrichten. Unebenheiten der Pflasteroberfläche dürfen innerhalb einer vier Meter langen Messstrecke bei Betonsteinpflaster und Betonplatten nicht größer als 10 mm sein. Werden farbige Steine verlegt, können innerhalb der einzelnen Lagen Farbabweichungen auftreten. Es ist deshalb ratsam, die Steine möglichst aus verschiedenen Paketen / Paletten zu entnehmen.

Und so verlegen Sie die Pflastersteine
Die Pflasterverlegung beginnt man an der tiefsten Begrenzungslinie, von der aus nach oben gepflastert wird bzw. an wichtigen gestalterischen Elementen wie Kreisen und Bänderungen. Dabei wird vom verlegten Pflaster aus gearbeitet. Die Fugen sollten etwa 4 mm breit sein. Verwenden Sie Fugenkreuze für einen gleichmäßigen Fugenverlauf, ein Verschieben der Steine wird damit verhindert.


Anschließend werden die Pflasterfugen durch Einkehren verfüllt, jedoch nur mit trockenem Fugenmaterial und bei trockenem Wetter. Fugensand und Bettungsmaterial sollten, wie bereits erwähnt, aufeinander abgestimmt sein, damit das Fugenmaterial nicht in das Pflasterbett einrieselt. Am Ende der Einbauarbeiten das Pflaster sorgfältig abkehren und mit einem leichten Rüttler mit Plattengleitvorrichtung vom Rand aus abrütteln. Dabei muß die Oberfläche trocken und besonders sauber sein. Nach dem Abrütteln die Fugen wiederholt durch Einfegen von Fugenmaterial füllen. Überschüssiger Sand sollte noch einige Tage liegengelassen werden.


Wo Füllsteine eingepaßt werden müssen, lassen sich die Pflastersteine problemlos mit einem Steinknacker oder einem Naßschneidegerät paßgenau brechen oder schneiden. Um ein Abrutschen im Randbereich zu vermeiden, werden die Pflastersteine mit einer Betonstütze befestigt. Halbrund eingebaut, reicht diese bis auf halbe Pflasterhöhe. So kann Sie von Mutterboden verdeckt werden.



 

Diese Anleitung basiert auf Unterlagen des Dekorpflaster-Herstellers Nostalit.
Diesen Artikel...
bewerten:
(bisher 235 Bewertungen)
 für mich uninteressant (34)
 brauchbar (29)
 informativ (59)
 sehr informativ (53)
 ganz ausgezeichnet (60)
Ergebnis:
Sterne
 © pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, E-Mail:info@pw-internet.de
Weitere Beiträge finden Sie in folgender Rubrik: Bau von Terrassen und Wegen
Wenn Sie diesen Beitrag drucken möchten, klicken Sie bitte hier.
  Suchen:
Fertighaus.de
mallbeton
Junkers
neuetuer.de
badewanne24
Bürkle Keller
VELUX