Montage des Isoklinker-Systems
Zunächst muss der Untergrund geprüft werden, um die erforderliche Dübellänge zu bestimmen und eventuelle Unebenheiten auszugleichen. Größere Unebenheiten, die durch das System nicht ausgeglichen werden können, müssen durch eine geeignete Lattung oder durch Hartschaumplatten ausgeglichen werden.
Mittels Schlauchwaage und Schlagschnur wird nun das Sichtmaß der ersten Isoklinker-Platte am oberen Plattenmaß angezeichnet. Beim DF-System beträgt die Plattenhöhe beispielsweise 69,5 cm. Nach dem Anzeichnen wird das Alu-Winkel-Profil durch Verschrauben waagerecht rundum an der Wand befestigt. Die Starterschiene hat keine tragende, sondern eine zur Atmosphäre abschließende Funktion. Somit kann das Regenwasser an der speziellen Form der Starterschiene ablaufen und gelangt nicht hinter das System.
Da ein Verfugen zwischen der Alu-Schiene und dem unteren Stein der Platten und Ecken in der ersten Reihe nicht sinnvoll ist, sollte jeweils die untere Quarzsandschicht (nur diese) weggeschnitten werden, so dass der erste Stein auf der Schiene aufsitzt.
Danach entfernt man die Pappschicht im Bereich der Schiene, um die Platte oder Ecke lotrecht anzubringen.
Das erste Eckelement wird mit fünf Schraubdübeln gegeneinander versetzt an der Wand befestigt.
Um eine feste Verbindung zwischen den Isoklinker-Elementen und der Alu-Schiene zu erreichen, wird eine kleine Menge Dosenschaum vor der Montage auf die Schiene aufgebracht.
Die Befestigung des Plattenelements erfolgt mit neun Schraubdübeln. Sollten einzelne Schrauben auf dem Untergrund keinen Halt finden, sind diese durch neue zu ersetzen.
Nun wird mit einer Wasserwaage der waagerechte Sitz der ersten Plattenreihe überprüft. Auch das Befestigen an der Wand nach dem Durchbohren der Quarzsandschicht sollte überprüft werden. Es ist ohne Weiteres auch möglich an Stellen in der Platte zu bohren, wo keine Bohrvorbereitungen sitzen. Kabel, Wasserleitungen usw. können durch Ausschneiden des PUR-Schaumes auch hinter der Platte verlegt werden.
Die vertikalen Plattenstöße sowie "hohle" Fensterlaibungen müssen verschäumt werden. Den Schaum so lange fließen lassen, bis er sanft aus den Öffnungen tritt und danach die "Einstichstellen" der Schaumpistole zum Beispiel mit Dübelschrauben verschließen, um ein Austreten des Schaumes zu verhindern.
Vorsicht bei Kontakt des Schaumes mit dem Klinkerriemchen, es besteht Verschmutzungsgefahr. Das horizontale Aufschäumen kann vor dem Aufsetzen der zweiten Platte oder nach dem anschließenden Verdübeln erfolgen.
Reicht der Platten- und Eckenabstand nicht aus, muss ein Stück eingepasst werden. Dabei ist folgendermaßen zu verfahren: Beide Elemente, sowie das Verbindungsriemchen kürzen, um optisch wieder einen Verband zu schaffen. Rings um das Fenster den Platz für die jeweiligen Ecken freilassen (Außenmaß ist von der jeweiligen Systemstärke abhängig). Im Bereich der Laibungsstärke wird der PUR-Schaum von den Winkelriemchen mit einem Fuchsschwanz abgetrennt, um den Fensterrahmen nicht zu verdecken. So bleibt hier eine Mindestsystemstärke von 20 mm (Stärke der Riemchen).
Zur Verbindung der einzelnen Platten werden nun die Verbindungsriemchen mit speziellem Riemchenkleber eingesetzt. Vorher müssen eventuell überstehende Polyurethangrate entfernt und die Klebefläche durch 2 - 3 kurze Schläge mit dem Latthammer aufgerauht werden. Das Riemchen durch leicht kreisende Bewegung einpassen - es muss exakt in der Platte sitzen, nicht schief oder hervorstehend, da sonst später eine Schattenbildung in der Wandfläche erkennbar ist. Bei Bedarf kann das Riemchen durch kleine Polyurethanabfallstücke bis zum Abbinden des Klebers fixiert werden.
Es erfolgt das Verfugen des Klinkers. Das Fugmaterial (Fertigfugmörtel) darf nur "erdfeucht" sein, da sonst bei der Verfugung die Fassade verschmutzt wird. Bitte genau auf die konstante Wassermenge beim Anrühren achten! Beachten Sie den Verarbeitungshinweis auf der Isoklinker-Fertigfugen-Verpackung.
Die Verfugung erfolgt mittels einer Fugenkelle (Fugeisen - einmal lang für die Läuferfugen, einmal kurz für Stoßfugen) und einem Fugmasseträger (Maurerkelle, gebogenes Stück Blech etc.).
Wichtig: Vor der Verfugung muss die fertig montierte Fläche gründlich mit Wasser abgespült werden, um alle Montage- oder Puderstaubrückstände restlos zu entfernen.
Fensterbank einbauen
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Fensterbank einzubauen:
- Einsetzen während des Fassadenverbaus. Die Ecke muss, wie auf der Abbildung zu sehen, ausgeschnitten werden.
- Einsetzen nach dem Fassadenverbau. Die Fensterbank muss ausgeschnitten werden und anschließend im Eckbereich mit farblosem Silikon zur Fassade abgedichtet werden.
Bei beiden Varianten wird zum Einbau Riemchenkleber verwendet.
Dachtraufe verlängern
In vielen Fällen ist es notwendig, die Dachtraufe zu verlängern, um den Überstand durch die Systemstärke auszugleichen.