Klebstoffe für Polyolefin-Beläge

Polyolefinbeläge - die PVC-Alternative


Wegen der nachhaltigen Kritiken am PVC-Belag wurden Polyolefinbeläge als Alternativen entwickelt: Sie sehen dem PVC-Belag sehr ähnlich und zeigen auch fast die gleichen Materialeigenschaften. Diese Beläge bestehen aus Polyethylen, Polypropylen oder Polybuten, enthalten also kein Chlor und sind daher bei Produktion, Entsorgung und Verbrennung nicht so kritisch wie das PVC. Sie stellen zumindest keine Dioxingefahr dar, enthalten im Normalfall keine Weichmacher und die PVC-typischen Schwermetallstabilisatoren fehlen. Insofern stellen sie eine durchaus brauchbare Alternative zu den PVC-Belägen dar.

Fixierung mit Klebeband


Polyolefinbeläge müssen nicht vollflächig verklebt werden (Ausnahme: auf Fußbodenheizung). Auf Flächen bis ca. 4 x 4 Meter kann man sich auf die Fixierung mit doppelseitigem Klebeband beschränken. Für die flächige Verklebung auf größeren Flächen gibt es wasserlösliche Fixierungen, vergleichbar mit jenen für Teppiche. Diese wasserlöslichen Fixierer sind durchweg gesundheitlich unbedenklich. Wenn Sie einen Handwerker mit der Verlegung beauftragen, sollten Sie unbedingt die Art der Verklebung/Fixierung fest vereinbaren. Polyolefinbeläge sind noch recht neu auf dem Markt und der Handwerker könnte sonst aus lauter Gewohnheit den Belag mittels eines Dispersionsklebstoffs fest verkleben oder gar zu einem lösemittelhaltigen Kleber greifen.

Vollflächige Verklebung


Für die vollflächige Verklebung auf Flächen mit Fußbodenheizung eignet sich aus gesundheitlicher Sicht nur die Gruppe der lösungsmittelfreien Dispersionsklebstoffe (GISCODE D1), doch selbst die sind nicht alle unbedingt empfehlenswert. Sie enthalten, wie bereits im Abschnitt "Allgemeine Grundlagen" erwähnt, oft stark gesundheitsschädliche Weichmacher, die als sogenannte Hochsieder offiziell nicht als Lösungsmittel gelten, aber trotzdem über viele Jahre hinweg an die Raumluft abgegeben werden. Deshalb achten Sie unbedingt neben der GISCODE D1-Kennzeichnung auch darauf, dass keine Weichmacher enthalten sind! (Die Kennzeichnung mit "EMICODE EC1" wäre ein Indiz für die Abwesenheit von solchen Weichmachern.) Eventuell notwendige Grundierungen sollten selbstverständlich die gleichen Anforderungen erfüllen wie der Klebstoff.

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