Zinsniveau für Baukredite sinkt wieder

Die eigenen vier Wände werden in Deutschland immer beliebter, denn laut aktuellen Zahlen besitzen 52 Prozent der Deutschen Eigentum, mit steigender Tendenz. Die Gründe liegen dabei klar auf der Hand. Nicht nur die moderate Preisentwicklung und die Riester-Förderung machen Wohneigentum zu einer langfristigen und nachhaltigen Investition in die Altersvorsorge, sondern auch die aktuell niedrigen Zinsen.

rohbau_geruest_pixelio.jpg
Zinsniveau für Baukredite auf niedrigem Stand

Zinskurve verläuft seit 2013 deutlich günstiger

Nachdem die Zinsen für langfristige Immobilien-Darlehen zunächst etwas angestiegen sind, verläuft die Zinskurve seit 2013 Jahr wieder deutlich günstiger. Das macht die Konditionen im Bereich der Baufinanzierung nach wie vor sehr attraktiv. Die Leitzinsen sind so im Laufe des Jahres 2013 von EZB immerhin von 0,75 Prozent auf 0,25 Prozent gesunken. Viele Experten gehen in diesem Bereich davon aus, dass die Bauzinsen somit ihren Tiefpunkt erreicht haben. Daher sollten Bauherren dieses günstige Zinsniveau unbedingt nutzen. Diese optimalen Rahmenbedingungen sorgen nicht nur für niedrige Hypothekenzinsen, sondern auch für eine langfristige Zinssicherheit und niedrige Finanzierungskosten. Dank dieser Kombination können sich immer mehr Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen. Auch der Langzeitvergleich zeigt, dass das Eigenheim inzwischen deutlich günstiger ist, als es noch in den 90er Jahren der Fall war. In 2010 musste eine Familie so beispielsweise nur noch 13 Prozent von ihrem Einkommen für eine Immobilienfinanzierung aufwenden, wobei es 16 Jahre vorher noch 38 Prozent waren. Dieser positive Trend macht sich in diesem Jahr besonders bemerkbar und bietet somit beste Bedingungen für den Schritt ins Eigenheim.

Unbedingt lange Zinsbindung wählen

Laut einer Umfrage ist jeder dritte Deutsche der Meinung, dass die perfekte Haltedauer für eine Eigentumswohnung bei mindestens 20 Jahren liegt. Was diese Studie offenbart, sollten sich auch Immobilienkäufer im Bereich der Hausfinanzierung zu Herzen nehmen. Denn bei langfristigen Anlageformen sind langfristige Finanzierungen die optimale Lösung. Das bedeutet wiederum im Klartext, dass der Schuldner eine möglichst lange Zinsbindung auswählen sollte. So kann sichergestellt werden, dass es bei der nächsten Zinswende nicht zu drastisch erhöhten Ausgaben für die Tilgung und für die Zinsen des Eigenheims kommt und es so nicht mehr bezahlbar ist.

Tilgungsraten von weniger als 300 Euro monatlich sind möglich

Bei der Baufinanzierung gelten 10 Jahre als Idealmaß. Doch dank der aktuell sehr attraktiven Finanzierungskonditionen, sollte es vielen leichter fallen, lange Laufzeiten zu stemmen. Da diese natürlich teurer sind als kurze Laufzeiten. Die Kreditkosten sind auf einem historischen Tief und belaufen sich auf weniger als 2,5 Prozent für ein Darlehen mit 10 Jahren Laufzeit. So wird auch die monatliche Belastung drastisch gesenkt, wenn die Tilgungsrate zu Beginn bei einem Prozent liegt. Bei einem Darlehen in Höhe von 100.000 Euro würde die Tilgungsrate weniger als 300 Euro monatlich betragen. Zum Vergleich: Noch vor 30 Jahren mussten Bauherren etwa 10 Prozent an Zinsen bezahlen. Und vor 5 Jahren kostete Baugeld noch rund 5 Prozent.

Anstieg vom Erschwinglichkeits-Index

Dank der Kombination von steigenden Netto-Einkommen und günstigem Baugeld können sich nun viele den Traum vom Eigenheim erfüllen. Dank dieser optimalen Lage ist der sogenannte Erschwinglichkeits-Index in Deutschland auf 130 Punkte angestiegen. Bei diesem Index handelt es sich um eine Kombination aus Zinsniveau, Immobilienpreis und verfügbaren Einkommen. Der Index gibt demnach Auskunft darüber, inwieweit sich ein Durchschnitts-Haushalt eine Immobilie leisten kann. Ein hoher Wert steht für eine gute Erschwinglichkeit und ein niedriger Wert für eine schlechte Erschwinglichkeit.

Fotos: © lichtkunst.73 / pixelio.de