Wohneigentum in Deutschland finden

villa-mit-ercker.jpg Vor dem Erwerb von Wohneigentum steht die Suche nach der richtigen Immobilie. Für die Suche stehen mehrere Möglich­keiten zur Verfügung. Viele Interessenten versuchen, auf althergebrachte Weise eine Immobilie zu finden, indem sie die Annoncen im Immobilienmarkt ihrer Regionalzeitung studieren oder sich an einen regional ansässigen Immobilienmakler wenden. Doch in den Zeiten des Internet haben Immobi­lienportale eine erhebliche Marktbedeutung erlangt und den Zeitungen mehr oder weniger die Butter vom Anzeigen-Brot genommen.

Grundstücke, Häuser und Wohnungen, die zum Verkauf oder zur Vermietung stehen, werden natürlich noch in Regionalzeitungen und „Wochenblättchen“ annonciert. Im Bereich der Vermie­tungsangebote für kleinere Wohnungen haben diese auch noch eine lokale Spitzenstellung. Nun geht es in diesem Beitrag aber um Wohnungseigentum, also um Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser.

Immoportale haben die Zeitungen überrundet

Und da haben die Immobilienportale die Zeitungen längst überrundet. Der große Vorteil der Portale ist, dass sei ein Haus mit mehreren Fotos vorstellen, manchmal auch den Grundriss zeigen und auch die Lage und einen Lageplan einblenden. Der Kaufinteressent muss sich also nicht auf die Beine machen und von Besichtugungstermin zu Besichtigungstermin pilgern — er kann sich vorher gründlich informieren und auch mit dem Verkäufer direkt Kontakt aufnahmen.

Eine durchaus effektive Art, eine Wunschimmobilie zu finden, besteht auch durch Anfragen bei einem Immobilienmakler, wobei sich auch diese der bekannten Immobilienportale bedienen. Unter den Maklern gibt es ganz edle Adressen, die Immobilien bundesweit und im Ausland anbieten — aber erst zu Kaufpreisen ab 500.000 €. Diese Edel-Makler inserieren auch noch in gedruckten Medien, allerdings nur in Lifestyle- oder Nachrichtenmagazinen. Die preisgünstigeren Objekte haben die lokalen und regionalen Immobilienmakler im Angebot, wobei diese in aller Regel durchaus seriös sind, wenn sich auch bundesweit ein Makler-Latein für Immobilienverkäufe heraus gebildet hat mit viel verbaler Schönfärberei.

Dank Internet ist es heute für einen Kaufinteressenten etwa aus Kiel leicht möglich, am Starnberger See (oder sonst wo) eine Immobilie zu finden. Ein großer Vorteil der Onlinesuche besteht darin, dass gezielt nur nach bestimmten Objekten gesucht werden kann, die bestimmte Eigenschaften haben oder gewisse Kriterien erfüllen müssen. So kann eine Umkreissuche durchgeführt und es können bestimmte Suchparameter festgelegt werden. Auf diese Weise kann man die Suchfunktion dahingehend einstellen, dass im Suchergebnis nur Immobilen eines bestimmten Typs oder innerhalb einer gewissen Preisspanne gelistet werden.

Die Alternativen zu Immoportalen und Maklern

Gibt es keine Alternativen zu Zeitungsanzeigen, Immobilienportalen und Maklern? Doch — aber nur sehr eingeschränkte. In den USA ist es seit Jahrzehnten üblich, in den Garten eines Hauses, das verkauft werden soll, ein Schild mit „SALE“ in den Vorgarten zu rammen. Das setzt sich mittlerweile auch in Deutschland durch. Man sieht inzwischen viele Schilder „ZU VERKAUFEN“ in den Hausfenstern. Wer hartnäckig ist, kann eventuell bei den großen Fertighausherstellern ein Musterhaus kaufen. Und wer mit dem PKW gerne durch die Landschaft fährt, kann auch bei einer Versteigerung von Häusern zum Erfolg kommen. Und wer einen besonders guten Kontakt zu seiner Bank hat, der kann mitunter ein Schnäppchen machen. Denn die Sparkassen und Banken haben fast ausnahmslos dieses oder jenes Haus im Angebot, für das die Eigentümer nicht mehr die Grundschulden begleichen können.

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