Wie stoppt man am besten eine Haustür oder Innentür?

ahornblatt_tuerstopper.jpgWem ist es noch nicht passiert, dass man sich selbst ausgesperrt hat? Ein Türstopper hätte es verhindern können. Bis heute sieht man noch die kleinen leder­nen Kissen, die um den Türgriff einer Praxis „gewürgt“ sind und das Zuschlagen der Tür ver­hin­dern sollen. Aber es gibt auch elegantere Lösungen, von elektronischer Schließautomatik ganz zu schweigen. Und nicht zu vergessen die „Stopper­knöpfe“, die verhindern, dass eine Tür gegen die Wand gepfeffert wird. Derartige Türstopper gibt es wohl in jedem Haushalt. Denn gerade wenn man den Wocheneinkauf erledigt hat und schwer bepackt die Einkäufe vom Auto ins Haus trägt, ist eine zufallende Tür vor allem eins: eine mittlere Katastrophe.

Den Keil für die Haustür gibt es auch in ansprechenden Designs

Und so behelfen sich viele mit dem guten, alten Keil. Der Holzkeil ist das einfachste Mittel und auch die günstigste Lösung. Denn so ein Keil bleibt bei Holzarbeiten häufig übrig oder lässt sich leicht aus Holzresten selber sägen. Benutzt man einen Keil aus Hartholz, hält dieser auch eine ganze Weile. Nur wirklich schön anzuschauen ist der nicht. Allerdings lassen sich einfache Holzkeile auch kindgerecht aufpeppen, wie man in unserer Bastelanleitung für Türstopper mit Comic-Motiven sehen kann. Heute gibt es natürlich auch Alternativen mit rutschfester Unterseite, gummierter Oberfläche und verchromten Seiten. Die Gestaltungsweisen sind vielfältig. Vom Keil in Form eines High Heels, über ein einzelnes Ahornblatt bis hin zum eingequetschten Zombie ist jede Gestaltung denkbar.

Anders funktioniert der Keil, der Alarm schlägt, wenn sich eine Tür auf ihn schiebt. Diesen könnte man beispielsweise nachts von innen vor die Balkon- oder Haustür legen. Wird diese aufgedrückt, schiebt sie sich auf den Keil und ein Alarm ertönt. Dieser ertönt natürlich auch, wenn man selber schlaftrunken auf den Keil tritt.

Flexible Stopper für Innentüren als Deko-Objekt

Noch abwechslungsreicher wird die Welt der Türstopper für Innentüren, die nicht verhindern sollen, dass eine Tür zufällt, sondern, dass sie nicht zu weit aufspringt. Gerade wenn Kinder im Haus sind, fliegen Türen mal im spielerischen Übermut mit viel Schwung auf. Leidtragende sind häufig Wand oder Mobiliar hinter der Tür. Löcher in Wänden oder Katschen im Wohnzimmerschrank sind die unschönen Folgen.

Die einfachste Methode ist hier, etwas in den Weg zu stellen, das den Schwung aufnimmt. Die Tür soll ja auch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Einem Eishockey-Puck nicht unähnlich, findet man vor allem verchromte Modelle oder solche aus gebürstetem Edelstahl auf dem Markt. Diese sind mitunter günstig und scheinen den Geschmack der Massen zu treffen. Der größte gestalterische Unterschied liegt anscheinend in der Auswahl, ob ein, zwei oder drei Gummiringe die Möbel und die Tür schützen. Aber einzelne Serien stechen aus der Masse hervor und räumen Design-Preise ab.

Die Funktionsweise ist natürlich genauso simpel, wie bei den Türkeilen: Man legt die Stopper einfach an die Stelle, zu der die Tür aufschwingt.

tuerstopper_sack.jpgAber es muss auch nicht immer der Stopper aus gebürstetem Stahl oder die verchromte Variante sein. Schwere, mit Sand gefüllte Säcke, in der Größe eines Kilos Mehl, erfüllen den gleichen Zweck. Diese gibt es in den verschiedensten Hüllen. Ob als einfacher Leinensack, in der Hülle eines Stofftieres oder als verknotetes Seil — so vielfältig die Geschmäcker sind, so variabel sind auch die Designs. Wer es etwas extravaganter mag, kann sich auch Türstopper in Form eines Goldbarrens in die Wohnung legen. Flexible Türstopper lassen sich leicht austauschen und als saisonale Deko-Elemente in die Wohnung integrieren.

Zudem kann man die Stopper bei Bedarf auch so platzieren, dass die Tür nicht ins Schloss fällt. Dieser Vorteil ist aber auch ein Nachteil. Denn ob der Stopper immer da liegt, wo er gebraucht wird, ist nicht garantiert.

Der Einsatz fest installierter Stopper

Alternativ kann man „Stopperknöpfe“ einsetzen, die fest in Wand oder Boden verschraubt werden. Sie eigenen sich sowohl für Haus- als auch Innentüren. Vom praktischen Hartgummi-Stopper bis zu einige Formen aus Chrom oder Edelstahl gibt es verschiedene zeitlose Designs, die das ganze Jahr über gut aussehen. Man sollte sich jedoch zuvor über die Belastbarkeit des Bodens Gedanken machen. Zum einen besteht bei Holzböden die Gefahr, dass die Schraube bei regelmäßiger Belastung irgendwann ausreißt, zum anderen gefällt es Vermietern eher selten, wenn der Mieter Löcher in den Boden bohrt. Gerade für Mietwohnungen sind flexible Stopper also die bessere Wahl.

Möchte man, dass eine Tür bei Bedarf offen bleibt, gibt es auch Häkchen, wie man sie beispielsweise von Toreinfahrten kennt. Im kleineren Maßstab lassen sie sich dezent an Wänden befestigen und sorgen dafür, dass die Türen nicht durch den Luftzug ins Schloss fallen.

Foto 1: www.wall-art.de,
Foto 2: Sebastian Laumen