Wie man im Winter sparsam und effizient heizt

heizungsregler.jpg Viele Menschen bekommen beim Blick auf die jährliche Nebenkostenabrechnung einen Schrecken. Die Kosten sind weit höher als angenommen, und man muss eine Nachzahlung leisten. Dabei wären die Mehrkosten in vielen Fällen absolut vermeidbar gewesen. Vor allem das unbedachte Heizen und Lüften im Winter führt regelmäßig zu unnötigen Mehrkosten. Schauen wir uns einmal an, wie man sie mit einfachen Mitteln vermeiden kann.

Auch zu wenig heizen ist schlecht

Viele Mieter schalten ihre Heizung tagsüber komplett aus und erst abends beim Heimkommen wieder ein. Sie meinen, Heizkosten zu sparen, treiben aber in Wirklichkeit ihre Preise in die Höhe. Es ist nämlich weit mehr Energie erforderlich, einen kalten Raum aufzuheizen, als einen Raum konstant auf einem Heizlevel zu halten. Darüber hinaus bringt diese Art des Heizens auch gesundheitliche Risiken mit sich, Schimmel. Das Ganze geht oft schneller als man denkt:

  1. Die Türen zwischen beheizten und unbeheizten Räumen werden offen gelassen.
  2. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.
  3. Die Feuchtigkeit, die in ungeheizte Räume eindringt, kann nicht von der Luft aufgenommen werden ? sie schlägt sich an den Wänden nieder.
  4. Die Feuchtigkeit bietet Schimmelsporen einen Nährboden.
  5. Der Schimmel breitet sich aus.

Deshalb ein Rat: Lüften Sie auch im Winter regelmäßig. Die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wird heraus befördert. Die frische trockene Luft, die von außen hereinkommt, kann wieder neue Flüssigkeit aufnehmen. Wenn es dann doch schon zu spät ist und Sie bereits Schimmelausbreitung in Ihren Wohnräumen bemerken, finden Sie in diesem n-tv-Ratgeber Tipps, mit denen Sie der Lage vielleicht doch noch Herr werden können.

Ist Stoßlüften Energieverschwendung?

kleiner_ofen.jpg Oftmals hört man auch, dass das regelmäßige Lüften zu höheren Energiekosten führe. Das Argument: Die ganze Wärme wird einfach nach draußen geblasen. Dieser Einwand trifft jedoch nur bedingt zu. Die frische Außenluft kommt nämlich schnell wieder auf Temperatur. Ein höherer Energieaufwand für das Aufheizen ist nicht erforderlich. Außerdem verbraucht eine gut gelüftete Wohnung mit konstanter Wärmezufuhr weniger Energie als eine Wohnung, die immer wieder auskühlt und neu beheizt werden muss.

Tipp: Ein Thermostat wäre in diesem Fall eine gute Lösung. Er registriert automatisch die Temperatur und gleicht sie an einen vorher festgelegten Soll-Wert an. Er registriert auch, wenn ein Fenster zum Lüften geöffnet wird. Der Thermostat passt die Heizleistung dann selbstständig an, sodass keine Energie verschwendet wird. Eine breite Auswahl der praktischen Geräte findet man z. B. bei homematic24.de.

Weitere Tipps zum Energiesparen im Überblick

Abschließend haben wir Ihnen noch ein paar praktische Kurztipps zusammengefasst, mit denen Sie im Winter zusätzlich Geld und Nerven sparen können:

  1. Heizen Sie nur so viel wie nötig
  2. Im Wohnzimmer genügt eine Zimmertemperatur von 20 °C. Jedes Grad mehr kostet Sie rund sechs Prozent Stromkosten. In der Küche kann die Temperatur ruhig etwas niedriger sein. Hier erzeugen Backofen und Kühlschrank zusätzlich Wärme. Im Schlafzimmer kann es ebenfalls gern etwas kühler sein. Hier reichen auch durchaus 17 °C.

  3. Ziehen Sie die Vorhänge zu
  4. Fenster können die Kälte nicht so gut isolieren wie eine Wand. Von daher empfiehlt es sich, abends die Rollläden hinunterzuziehen. Wärmeverluste lassen sich auf diese Weise um bis zu 50 Prozent reduzieren.

  5. Isolieren Sie Ihren Heizkörper
  6. Eine Isolationsschicht hinter dem Heizkörper verhindert, dass unnötig viel Heizenergie über die Außenwand nach außen dringt. Decken Sie die Wand hinter dem Heizkörper deshalb mit einer Schicht aus Styropor und Aluminium ab. Die Wärmestrahlung wird reflektiert. Der Energieverbrauch sinkt um bis zu 30 Prozent.

Alternative Heizmethoden nutzen

Sie sind natürlich nicht nur auf den herkömmlichen Heizkörper angewiesen. Heute finden sich in vielen Haushalten auch traditionelle und moderne Kamine mit sehr guter Wärmeausbeute wieder. In diesem Artikel finden Sie praktische Tipps zum sparsamen Heizen mit Holz.

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