Wie man einen Vorhang daran hindert, aus der Schiene zu rutschen

vorhang01.jpgDa hängt er nun wie ein nasser Sack - der teure Vorhang vom ersten Raumausstatter am Platze. Der Raumausstattergeselle hat die zierliche Metallschiene unter die Decke gedübelt, er hat (siehe Foto) mit der Metallsäge auch eine Ausbuchtung in die Schiene gesägt, damit man die Röllchen einhängen kann.

Und damit die Röllchen nicht wieder rausrutschen, hat er eigens eine U-förmige Feder in die Schiene geklemmt - die "Röllchenbremse". Nun kann man zwar das Handy erfinden oder den Kühlschrank, man kann aber keinen dauerhaft haltbaren Verschluß für solche Vorgangschienen konstruieren. Die Röllchenbremslehre wird an keiner Technischen Hochschule vermittelt - leider. Einmal der Vorhang mit Schwung zu- oder aufgezogen - und schon fliegt die Klemmfeder aus der Schiene und der Vorhang rutscht aus seiner Führung.


vorhang02.jpgDas bedeutet: Leiter holen, auf die Leiter steigen, unter Fluchen die Röllchen wieder einhängen, die Klemmfeder einspannen - bis zum nächstenmal. Aber halt - Mr. Wrigley's wunderbare Erfindung, nämlich der Kaugummi, ersetzt fehlendes technisches Vermögen deutscher Gardinentechniker und Metall-Kleinteilehersteller.

Man kaue den Kaugummi gut durch, klemme ihn dann zwischen die Gardinenschienen und lasse ihn dort aushärten. Dort oben entwickelt er eine außerordentlich gute "Standzeit". Wenn Sie nicht wissen, was das denn nun wieder ist, so klicken Sie sich bitte ein bei "das-baulexikon.de".