Wie du dir Balkon- oder Terrassenmöbel selber bauen kannst

fotolia-moebelbau.jpg Der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite und die Sonne brennt! Was kann es da Schöneres geben, als die Hitze im eigenen Garten zu genießen — für viele Menschen eine echte Alternative zum teuren Urlaub. Egal, ob asiatisch, französisch oder englisch, mit der richtigen Gartenbepflanzung und Dekoration kann man sich problemlos ein Stück Internationalität auf das eigene Grundstück holen.

Das Wichtigste dabei: die richtigen Gartenmöbel! Was könnte entspannender sein, als sich auf seinen selbstgebauten Möbeln zu entspannen? Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug spart man so nicht nur Kosten, sondern kann voller Stolz auf den eigens geschaffenen Garten blicken.

Der Garten als Prestigeobjekt

Dabei ist der Garten als Prestigeobjekt keine Erfindung heutiger Naturliebhaber. Erste Belege für Gärten sind so alt wie die menschliche Kultur selbst. So finden sich in Mesopotamien Hinweise auf Gärten, die über 3000 Jahre zurückreichen. Den Weg zu uns fand die Gartenkultur aller Wahrscheinlichkeit nach über die Römer. Diese sind bis heute berühmt für ihre prächtigen Villen-Gärten mit der geometrischen Pflanzenanordnung und Wasserspielen. Schon damals galt ein prachtvoller Garten als Prestigeobjekt und drückte den Wohlstand des Besitzers aus. Diesen Trend spürt man auch heute wieder: Was im privaten Haushalt vor einigen Jahren noch der Nutzgarten für den eigenen Gemüseanbau war, wird heute lieber als Vorführobjekt oder als Oase der Ruhe und Entspannung genutzt.

Diese Möbel braucht der gemütliche Garten

Zur optimalen Entspannung im Garten und der Terrasse braucht man natürlich auch Möbel. Hier darf vor allen Dingen eine Liege nicht fehlen. Aus Holz oder Kunststoff gefertigt, bietet sie mit einer bequemen Auflage optimale Erholung. Will man gemütlich im Garten beisammen sitzen oder auch mal Gäste zum Grillen einladen, ist eine Sitzecke zu empfehlen. Laden Sie regelmäßig mehrere Gäste ein, sollten sowohl die Tischgröße als auch die Anzahl der Stühle entsprechend angepasst werden. Wollen Sie eine gemütliche Sitzecke, empfiehlt es sich, die Sitzfläche der Bank breiter zu gestalten und mit bequemen Polstern auszulegen. So können sie nicht nur bequem sitzen, sondern haben eine echte Alternative zur Liege. Die Höhe der Rückenlehne kann dabei nach Bedarf variieren. Passend dazu sollten Sie einen kleinen Tisch wählen, auf dem Getränke abgestellt werden können. Eine echte Bereicherung für Ihren Garten bietet eine schöne freistehende Bank, egal, ob als dekoratives Accessoire oder echte Sitzgelegenheit. Egal, für welches Möbelstück Sie sich entscheiden, der Selbstbau ist eine echte Alternative zu den teuren Gartenmöbeln im Kaufhaus. So lassen sich bereits für kleines Geld hochwertige und stabile Möbelstücke bauen.

Egal, ob schlicht oder aufwändig, Anleitungen finden Sie in diversen Heimwerkerblogs und Foren genug.

So wird der Eigenbau zum Erfolg!

Beim Eigenbau von Möbelstücken sollten Sie einiges beachten:

Zuerst müssen Sie sich Gedanken darüber machen, welche Ausmaße das Möbelstück haben soll. Messen Sie dafür den vorhergesehenen Bereich genau aus — so vermeiden Sie böse Überraschungen beim finalen Aufstellen des Mobiliars. Daraufhin sollten Sie sich Gedanken über die benötigten Ausmaße machen. Beispielsweise sollte ein Tisch mindestens für die Personenanzahl des Hauses ausgelegt sein. Auch die Breite einer Sitzbank richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen.

Mit der ausgemessenen Fläche und Ihren benötigten Maßen sollten Sie sich nun entweder selbst eine Zeichnung erstellen oder eine entsprechende Bauanleitung im Internet suchen und diese gegebenenfalls Ihren Werten anpassen.

Nun noch das richtige Material besorgen und loslegen. Am leichtesten lassen sich Gartenmöbel aus Holz fertigen, da es erschwinglich und leicht zu verarbeiten ist. Aber Holz ist nicht gleich Holz, besonders wenn es dauerhaft den Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist. Teak ist beispielsweise ein Tropenholz, das sich durch eigene Inhaltsstoffe vor der Witterung schützt. Deshalb ist es besonders langlebig. Auch heimische Harthölzer wie Eiche eignen sich für Ihre Gartenmöbel. Hier sollte man nicht zu sparsam sein. Viele Holzarten müssen durch Imprägnierung vor den Witterungsverhältnissen geschützt werden. Das fördert die Langlebigkeit. Achten Sie darauf, dass das Holz atmen kann. Deshalb sind Lacke weniger geeignet, da sie die Poren verschließen. Hier gibt es verschiedene Stoffe für unterschiedliche Holzarten. Besonders geeignet sind Pflegeöle oder Lasuren. Auf regelmäßige Pflege ist zu achten.

Damit Ihre selbstgebauten Möbel nicht nur schön, sondern auch stabil werden, verwenden Sie immer spezielle Holzschrauben und vor allem das richtige Werkzeug. Mit einer Stich- oder Kreissäge lassen sich je nach Bedarf die Holzbretter in das passende Maß schneiden. Ein leistungsstarker Akkuschrauber erleichtert Ihnen das Verschrauben der einzelnen Teile. Oft ist es empfehlenswert, einige Kanten zusätzlich zu verleimen.

Achtung: Achten Sie bei der Verwendung von elektrischem Werkzeug immer auf die Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung und auf Schutzkleidung. Das passende Werkzeug und ein großes Sortiment an Zubehörartikeln finden Sie günstig bei Hitmeister.

Wenn Sie diese Tipps beachten, können Sie mit der richtigen Bauanleitung und ein bisschen Geschick problemlos eigene Gartenmöbel bauen. So wird auch Ihr Garten zum Prestigeobjekt und zur Wohlfühloase.

Foto: Dan Race / fotolia.de