Wie Heimwerker die eigenen Grenzen erkennen können

Wenn eine Renovierung ansteht, müssen sich die Hausbesitzer die Frage stellen, ob ein Handwerker beauftragt wird oder sie selbst dessen Rolle übernehmen. Senioren machen sich besonders gerne selbst an die Arbeit, wenn kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten anstehen. Da in diesem Alter der Körper nicht mehr so großen Belastungen standhält, wie in den jungen Jahren, gilt es die eigenen Grenzen zu erkennen.

Ob jung oder alt: Ein Heimwerker lebt generell gefährlicher als andere Menschen. In Deutschland gibt es jedes Jahr rund 300.000 Heimwerkerunfälle. Dies entspricht etwa 820 pro Tag. In der Regel handelt es sich bei den Unfallopfern um Männer (87 Prozent), so die Bundesanstalt für Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin in Berlin (BAuA). Diese Statistik verwundert nicht, denn in der Regel ist es der Ehemann, der Onkel oder Großvater, der in der Familie den Hammer schwingt.

Senioren müssen besonders Acht geben

Mangelnde Erfahrung, unsachgemäßer Einsatz von Werkzeugen, fehlende Unaufmerksamkeit - all das sind Hauptursachen für einen Unfall beim Werkeln in den eigenen vier Wänden. Bohrmaschinen und Kreissägen führen die Spitzenliste des Heimwerkerhorrors an, gefolgt von Stürzen von einer Leiter, Treppen oder Dächern sowie das Stolpern über herumliegendes Werkzeug oder Materialien. Laut BAuA gehört zu den häufigsten Verletzungsarten: offene Wunden, Knochenbrüche und Prellungen. Junge Senioren sind besonders gefährdet. Laut einer Statistik ist bei jedem fünften Heimwerkerunfall ein junger Senior (55 bis 64 Jahre) darin verwickelt.

Ein Grund für diese Statistik könnte sein, dass die jüngere Generation deutlich weniger werkelt. Seit Jahren ist ein Rückgang der Kompetenz im Bereich Heimwerken und Handwerken zu beobachten. Die berufliche Arbeit erfolgt hauptsächlich am PC, handwerklich wird heute kaum jemand gefordert.

Den eigenen Körper schonen

Wer sein Leben lang in Haus und Garten herumgetüftelt hat und auch im späten Alter noch körperlich dazu in der Lage ist, der kann seine Arbeit fortführen. Es ist allerdings ratsam, sich in diesem Fall nicht auf das eigene Urteil zu verlassen, denn das täuscht schnell. Eine neutrale Überprüfung, etwa durch eine Vorsorgeuntersuchung beim Arzt, ist besser. Heimwerker sollten sich besonders auf ihre Sehkraft verlassen können, diese nimmt mit steigendem Alter zunehmend ab.

Ebenso wichtig wie körperliche Fitness sind regelmäßige Pausen. Selbst wenn das Werkzeug perfekt funktioniert - die Muskelkraft des Heimwerkers lässt Jahr für Jahr nach und der Körper erschöpft schneller. Das passende Werkzeug für kleine und große Heimarbeiten ist im Shop Seltmann online erhältlich.

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