Werkzeug und Geräte richtig aufbewahren und pflegen.

"Ordnung ist as halbe Leben". Den Spruch kennen Sie sicher, und wenn Sie zu denjenigen Heimwerkern und Hobbygärtnern zählen, die ihn öfter zu hören bekommen, dann spucken Sie doch einfach mal in die Hände und packen Sie es an. Schließlich ist eine wohlaufgeräumte Werkstatt nicht nur schön anzusehen, es erleichtert auch die Arbeit und spart eine Menge Geld.

Gut gepflegte und sortierte Werkzeuge halten einfach länger. Für alle anderen ist dieser Text ebenfalls zu empfehlen. Vielleicht gibt er Ihnen ja noch die ein oder andere Inspiration, um es noch besser zu machen. Die richtige Pflege von Werkzeugen und Geräten beginnt mit dem Kauf. Denn ein guter Handwerker braucht gutes Handwerkszeug. Das finden Sie nicht in der 1 Euro Abteilung Ihres Baumarktes. Gehen Sie in die Fachbereiche, lassen Sie sich beraten und kaufen Sie das Produkt, zu dem Sie das größte Vertrauen haben. Letztlich zahlt sich der höhere Preis Fall aus. Wenn Sie nun also Ihr hochwertiges Material angeschafft haben, sollten Sie auch darauf achten, dieses nur zweckgerichtet einzusetzen. Schließlich gibt es aus gutem Grund eine ganze Reihe von unterschiedlichen Schraubendrehern, Zangen, Hämmern und anderem Gerät. Falsch eingesetztes Werkzeug wird leicht beschädigt. Dies führt zu Roststellen, was schließlich zur Folge haben kann, dass Ihr Arbeitsgerät im schlimmsten Fall während der Nutzung, bricht. Das ist nicht nur teuer und ärgerlich, das kann auch zu äußerst gefährlichen Unfällen führen. Nach der Benutzung ist das Werkzeug stets zu reinigen. Das gilt nicht nur, aber besonderns, für Gartengeräte. Aber auch anderes Arbeitsgerät sollte immer sauber gehalten werden. Rückstände von Farben, Ölen, Lacken, Fetten und anderem Schmutz begünstigen ebenfalls Rost, Verkleben und machen aus gutem Material letztlich Altmetall. Damit das nicht geschieht, sollten Sie Ihr hochwertiges Arbeitsgerät aus Metall regelmäßig mit Korrosionsschutz einsprühen oder einreiben. Auch das schützt vor Rost und anderen Schäden. Zur Aufbewahrung eigenen sich vor allem trockene und kühle Räume, denn weder die Arbeitsgeräte aus Metall noch die Akkus moderner Elektrogeräte vertragen Frost oder Nässe. Wer weder über eine trockene Garage oder Werkstatt verfügt, noch einen kühlen und trockenen Kellerraum nutzen kann, der sollte sein hochwertiges Werkzeug in einem Metallschrank oder -koffer unterbringen und besonderns schonend behandeln.

Was braucht der Heimwerker?

Was für ein Werkzeug ein Handwerker benötigt ist natürlich davon abhängig, was er tut. Schließlich braucht ein Schreiner andere Dinge, als ein Elektriker. Aber dennoch gibt es einige Gerätschaften, die in jedem gut ausgestatteten Haushalt auffindbar sein sollten.

Zu den grundsätzlichen Hilfsmitteln für Reparatur und Hobby gehören:

  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Spannungsprüfer
  • einfacher Schlosserhammer
  • Kreuzschlitzschraubendreher in mindestens zwei Größen
  • Schlitzschraubendreher in mehreren Größen
  • einfaches Schraubenschlüsselset
  • Beißzange
  • Kombizange
  • Flachzange

Sehr hilfreich und sind darüber hinaus:

  • Akku-Schrauber
  • Ratschenkasten
  • Bohrmaschine mit Rechts-Linkslauf
  • Heißklebepistole
  • Tacker

Wer einen kleinen Garten hat, benötigt zusätzlich:

  • Gartenwerkzeuge wie Pflanzhacke, Pflanzschaufel und Setzholz
  • Holz- oder Astsäge
  • Gartenschere
  • Rechen

Mit dieser Grundausstattung lässt sich bereits ziemlich weit kommen. Wer sich jetzt auf ein oder mehrere Handwerke spezialisiert, der findet rasch heraus, was er darüber hinaus noch benötigt und kann dann gezielt einkaufen gehen. Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, Werkzeug im Baumarkt zu kaufen, von dem Sie sich keine Vorstellung machen, wozu Sie es benützen sollten. Ein solcher Kauf ist, auch wenn die Ware noch so reduziert ist, meist zu teuer. Sparen Sie sich lieber das Geld und legen Sie es auf das nächste Arbeitsgerät, das Sie wirklich benötigen.

Zu jedem Heimwerker gehört aber auch die Erste-Hilfe Ausstattung. Für Verbandskästen gewerblicher Werkstätten gibt es gesondernte Richtlinien, im privaten Bereich sollten wenigstens folgende Bestandteile im Erste-Hilfe Kasten zu finden sein:

  • Heftpflaster
  • Wundschnellverband
  • Fingerkuppenverband
  • Kompresse
  • Verbandspäckchen
  • Verbandstuch
  • Kälte-Sofortkompresse
  • Universal-Schere

Der richtige Werkzeugkoffer

Ein Werkzeugkoffer ist bereits der Traum eines jeden kleinen Jungen. Nicht ohne Grund sind in der Spielwarenabteilung ganze Regale damit gefüllt.

Aber was muss ein sinnvoller Werkzeugkoffer eigentlich leisten können?

bohrset_3.jpgEr sollte zunächst einmal aus Metall sein und keine scharfen Kanten haben. Auch die glatten Flächen dürfen nicht durch scharfe Schlösser oder Ähnliches unterbrochen sein. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie stellen so einen Koffer auf das gut gepflegte Parkett einer schwäbisschen Hausfrau. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Werkzeugkoffer leicht zu öffnen und zu schließen ist. Er muss genügend Platz bieten und eine Öffnung haben, die groß genug ist, um einen umfassenden Überblick über den Inhalt zu ermöglichen. Ein guter Werkzeugkoffer ist übrigens für sich genommen eine Anschaffung. Er muss nicht mit Werkzeugen bestückt sein, denn meist mangelt es bei solchen Kombi-Paketen mindestens an einer Stelle an der Qualität. Schließlich kaufen Sie ja auch keine Garage mit Auto.

Wie der Werkzeugkoffer weiterhin beschaffen sein soll, hängt sehr stark davon ab, welche Arbeiten mithilfe der in ihm aufbewahrten Gerätschaften erledigt werden sollen. In jedem Fall sollte er genügend Fächer aufweisen und Platz sowohl für große, wie auch für kleine Utensilien bereithalten. Es ist in der Regel immer sinnvoll, wenn ein solcher Koffer abschließbar ist. Das macht ihn sicherer beim Tran dasport und schützt seinen Inhalt beispielsweise vor Kinderhänden. Grundsätzlich sollte ein Handwerker, auch wenn er über eine große Werkstatt verfügt, stets auch einen Werkzeugkoffer besitzen. Schließlich gibt es viele Arbeiten, die außerhalb des eigentlichen Werkbereichs erledigt werden wollen.

Die Werkzeugwand - Übersicht und Ordnung

Noch schöner als ein geordneter Werkzeugkoffer ist eine reich bestückte Werkzeugwand. Sie ist das Paradestück einer jeden gutgeführten Werkstatt. Die Werkstattwand, wie sie auch genannt wird, besteht in der Regel aus einer großen Holz- oder Lochblechplatte. Mittlerweile gibt es eine Reihe unterschiedlicher Systeme im Handel zu kaufen, aber es spricht auch nichts dagegen, eine solche Aufbewahrungswand selbst zu bauen. Der größte Vorteil einer Werkzeugwand ist die Übersicht. Hier lässt sich mit einem Blick erfassen, was es alles gibt und der stolze Handwerker oder der glückliche Heimwerker kann zeigen, was er hat.

Damit aus der großen Übersicht kein großes Suchen erwächst, sollte bereits bei der Planung darauf geachtet werden, das Werkzeug in unterschiedliche Kategorien zu unterteilen und jeder Kategorie genügend Platz zur Verfügung zu stellen. Das heißt im Klartext, Schraubendreher zu Schraubendreher, Schlüssel zu Schlüssel und so weiter. Für die kleinen Dinge, wie Nägel, Schrauben und Dübel gibt es sogenannte Sichtlagerkästen, die ebenfalls an der Werkzeugwand befestigt werden können. Schieblehren, Wasserwaagen und andere Messgeräte sollten in einer Ecke aufbewahrt werden und das elektrische Werkzeug in einer anderen.

bohrset_2.jpgDoch die Werkzeugwand hat auch ein paar Nachteile. So nimmt sie beispielsweise eine Menge Platz weg. Da sie jedoch häufig über der eigentlichen Werkbank angebracht ist, macht das meist nicht so viel aus. Schlimmer ist es mit der Verschmutzung. Weniger oft genutztes Werkzeug staubt zu und schlimmstenfalls wird das hochwertige Arbeitsmaterial durch Funkenflug oder Feuchtigkeit beschädigt. Deshalb müssen Schrauben und Elektronikprodukte, Metallteile und Laborartikel gesondernt geschützt werden. Sie alle haben eines gemeinsam: die Gefahr der Oxidation, der Oberflächenbeschädigung und Verschmutzung durch äußere Einflüsse. Eine gute Möglichkeit, Ihr hochwertiges Werkzeug davor zu schützen, bietet die Vakuumverpackungsmaschine von Lava (siehe www.la-va.com). Sie ist ganz leicht zu bedienen. Einfach nur den Beutel befüllen, in das Gerät einlegen und vakuumieren. Jetzt müssen Sie nur noch den richtigen Platz dafür finden und schon ist Ihr Arbeitsgerät sicher und ordentlich verstaut.

Handwerkzeug richtig pflegen

Am Schluss noch ein paar Worte zu der richtigen Pflege der üblichsten Werkzeuge.

  • Schraubendreher
    Bei Schraubendreher nutzen sich gerne die Schneiden ab, was das Werkzeug unbrauchbar macht. In der Regel muss ein solcher Schraubendreher entsorgt werden, doch manchmal lassen sich größere Schäden durch rechtzeitiges Schleifen verhindern. Dazu wird die Fase auf beiden Seiten nach geschliffen und im Anschluss die Klinge rechtwinkelig abgerichtet.

  • Zangen & Scheren
    Wer gut schmiert, der..., Sie wissen schon. Das alte Sprichwort gilt auch für die Gelenke von Zangen und Scheren. Nutzen Sie zum Schmieren Öl, das zusätzlich einen Schutz vor Korrosion darstellt. Noch ein Tipp am Rande. Wer seinen Scheren hin und wieder ein Stück feines Schleifpapier zum Schneiden gibt, schärft die Kanten.

  • Hammer & Meißel
    Auch der Hammerkopf sollte hin und wieder abgeschliffen werden. Das erhält die Schlagfläche eben und verhindert, dass man beim Schlagen abrutscht. Wenn der Holzstiel des Hammers locker ist, dann lässt er sich durch längeres Eintauchen in Wasser wieder festigen. Das Wasser lässt das Holz aufquellen und der Stiel sitzt wieder fest. Allerdings sollte dies nicht zu häufig gemacht werden. Früher oder später ist bei so einem Hammer ein neuer Stil fällig.

  • Raspeln & Feilen
    Damit Raspeln und Feilen nicht verkleben, sollten sie hin und wieder mit einer Stahlbürste gereinigt werden. Das kann auch mit einem Bürstenaufsatz der Bohrmaschine gemacht werden.

  • Rückensägen & Feinsägen
    Die Sägeblätter neuer Rücken- oder Feinsägen sind in der Regel aus Gründen des Rostschutzes lackiert. Diese Lackschicht verhindert einen gleichmäßigen Lauf der Säge, weshalb sie entfernt werden sollte. Überziehen Sie die Säge nach jeder Benutzung wieder mit einer schützenden Fettschicht.

  • Wasserwaage
    Eine Wasserwaage muss unbedingt absolut sauber gehalten werden, da sonst genaues Messen unmöglich ist.

  • Düsen und Gehäuse von Heißklebepistolen und Kartuschenspritzen
    Diese Düsen müssen nach jedem Benützen sorgfältig gereinigt werden, denn trockener Kleber oder Silikonmasse lassen sich später nicht mehr entfernen.

  • Farbpinsel
    Pinsel bleiben elastisch, wenn man sie nach der Reinigung kurz in Seifenlösung taucht. Achtung: Nicht vergessen, sie vor der nächsten Verwendung wieder mit Wasser auszuspülen.

  • Bohrer
    Bohrer nutzen sich leicht ab und dann ist es gut, wenn man sie wieder schärfen kann. Dies ist leider nicht bei jedem Bohrer möglich, bei Dübelbohrern mit Zentrierspitze ist es zum Glück recht einfach. Sie benötigen dazu eine spitze Schlüsselfeile. Dabei ist es wichtig, dass Sie beide Seiten gleichmäßig schleifen, damit die Spitze nicht aus der Mitte kommt.

Ein guter Handwerker hat gutes Handwerkszeug verdient und das ist nicht billig. Deshalb sollte es sorgfältig behandelt und geschützt werden. Wer sich an diese einfachen Regeln hält, der hat lange Freude an seinem Arbeitsgerät und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Trotzdem kommt es vor, dass Schraubendreher oder Bohrer und anderes Werkzeug ihren Zenit überschreiten und nicht mehr die notwendige Leistung bringen. Scheuen Sie sich nicht davor, sie zu ersetzen, denn nichts ist ärgerlicher, als ein Handwerk, das durch schlechtes Arbeitsgerät "vermurkst" worden ist.

Bilder: www.la-va.com und Pixabay.com