Wasserdichte Kellerfenstern schützen bei Überschwemmungen

Es vergeht kein Jahr mehr, in dem nicht sintflutartige Regenfälle Keller vollaufen lassen — und zwar nicht nur da, wo wie in Passau zwei Flüsse in die Donau fließen. Nein, mittlerweile hat man in ganz Deutschland selbst im Flachland wie am Niederrhein auf einmal mit Wassermassen zu kämpfen. Das Regenwasser, das normalerweise im Boden oder über den Ablauf im Lichtschacht versickert, wird dann zu einem Problem, wenn das Kanalsystem die Wassermengen nicht mehr schlucken kann, die Kanaldeckel hoch gedrückt werden und Straßen und Keller auf einmal unter Wasser stehen. Und wer in Zonen mit hohen Grundwasserständen oder in Hochwasser-Gefährdungsgebieten wohnt, steht sowieso vor der Frage, wie er einerseits Licht und Luft in den Keller bekommt und andererseits das Wasser draußen lässt.

Kellerfenster Wer an den Ufern von Bächen lebt, die sich in reißende Flüsse verwandeln können oder wer aus seinem Haus quasi in Rhein, Elbe oder Donau spucken kann, der sollte ein Hochwasser-Schutzfenster einbauen wie etwa das des Herstellers Lantenhammer, dessen Schwingfensterflügel nach außen aufschwingt. Der physikalische Vorteil liegt auf der Hand: Je mehr Wasser gegen das sicherheitsverglaste Fenster drückt, je dichter liegt der Fensterflügel auf der Zarge auf. Solche Fenster sind wasserdicht bis 1,5m und hochwasserbeständig bis 2m über dem Fenstersims. Sie sind auch zugelassen als Wohnraumfenster im Kellerbereich, haben aber den Nachteil, dass die Fensterreinigung von innen möglich, aber nicht gerade einfach ist.

Kellerfenster Ist keine Belüftung durch das Kellerfenster erforderlich, ist der Einbau eines festverglasten Kastenfensters sinnvoll. Der Hersteller Alpinafenster bietet diese mit einer Wasserdichte bis 1,5m über Fenstersims an. Andere Fenster desselben Herstellers lassen sich ganz normal nach innen öffnen und sind wasserdicht bis 80 Zentimeter über Fenstersims.

Kellerfenster Die MEA-Bausysteme sind mit einem Zargenfenster namens "Mealuxit Aqua" auf dem Markt. Auch dieses Fenster ist, wie alle in diesem Beitrag vorgestellten wasserdichten Kellerfenster, vom ift-Institut in Rosenheim geprüft. Das hier vorgestellte Fenster öffnet sich nach innen, der Fensterrahmen und die Zargen aus GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) sind äußerst robust und wasserdicht bis 80 cm über Fenstersims und hochwasserbeständig bis 120 cm über Fenstersims. Durch bis zu 13 Verriegelungspunkte hält das Fenster auch großem Wasserdruck stand.

Doch was bedeutet "hochwasserbeständig" und was "wasserdicht"? Nach den Richtlinien des im Baubereich allgemein anerkannten ift aus Rosenheim (Institut für Fenstertechnik) ist ein Fenster dann wasserdicht, wenn innerhalb von 24 Stunden kein Wasser eindringen kann. Und hochwasserbeständig ist ein Fenster dann, wenn innerhalb von 24 Stunden der Wassereintritt einer bestimmten Menge nicht überschritten wird.