Was tun, wenn die Mücken ausschwärmen?

Es ist Sommer und die Menschen, ganz gleich, ob sie in einem eigenen Haus oder zur Miete wohnen, schlafen nachts gern bei offenem Fenster, damit die Nachtluft Kühle bringt. Menschliche Ausdünstungen sind aber auch ein Lockmittel für Mücken. Mit einem Fliegengitter Mücken fernhalten ist das eine. Aber man sitzt ja auch auf dem Balkon oder der Terrasse und dann eben nicht hinter einem Fliegengitter — und dann?

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Die ganz normale europäische Stechmücke, mit der wir uns hier beschäftigen, ist weiblichen Geschlechts und ihr Stich kann je nach Konstitution bei der gestochenen Person kurzen oder langen Juckreiz auslösen, von allergischen Reaktionen ganz zu schweigen. Auf heitere Art hat sich der Autor Lothar Schumacher in seinem Buch „Das absolute Mücken-Chaos“ mit dem Thema beschäftigt, wobei die Illustrationen von Miguel Fernandez das Problem sehr witzig unterstreichen. Um es vorweg zu sagen: Salben, Lotionen und Sprays gleich welcher Art halten Mücken nur bedingt vom menschlichen Körper fern. Und seien wir ehrlich: Wer sprayt sich schon gerne, wenn er auf einer Wiese liegt, alle Stunde mit einem Mückenspray ein, das auf der Haut auch noch mit Sonnenöl oder -creme konkurriert?

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Man muss also Vorsorge treffen und das bedeutet, alle Behälter vom Haus fern zu halten, in denen sich Wasser befindet. Das sind einmal die Regentonne, dann ein Planschbecken und zum anderen der Gartenteich, auf den viele Gartenfreunde doch so stolz sind. Zwischen den Wasserpflanzen schwirren eben nicht nur die wunderschönen Libellen, sondern auch (und dann in Massen) die Mücken. Und die drängt es auf die menschliche Haut, wo sie Blut saugen und Schwellungen samt Juckreiz hinterlassen. Nicht wenige Hausbesitzer haben aus eben diesem Grund ihren Gartenteich zugeschüttet (siehe Foto), weil ihnen ein mückenfreier Aufenthalt im eigenen Garten lieber ist, als der Anblick von Seerosen.

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Wer sein Haus oder seine Wohnung nicht vollständig hinter Fliegengittern verbarrikadieren will, der kann auf seinem Balkon oder dicht vor dem Haus Tomaten anbauen. Den Geruch von Tomatenblättern mögen die Mücken nicht. Wallnussblätter sollen dieselbe Wirkung haben — aber wer hat schonen einen Nussbaum im Garten, geschweige denn auf einem Balkon stehen?

Die überall wuchernde Katzenminze auf der Fensterbank soll auch die Mücken abschrecken, ebenso Lavendel-, Zitronella- oder Nelkenöl, das auf der Fensterbank in kleinen Schalen deponiert wird. Pech hat natürlich jeder, der den Duft von Lavendel oder Nelken nicht ausstehen kann. Der muss dann tatsächlich ein Fliegengitter einbauen.

Foto: www.fotoatelier-schumacher.de, Zeichnungen: Miguel Fernandez