Wandfliesen verfugen — eine Selbermacheranleitung für den Heimwerker

Saugfähige Fliesen und Platten (Steingut) mit Fugenbreiten 2 — 5 mm werden mit Racofix Fugenweiß, Fugengrau oder Racofix Flexfuge color (erhältlich in 10 Farbtönen) verfugt. Zum Verfugen von Feinsteinzeug und Naturstein sowie Glasfliesen und Glasmosaik mit Fugenbreiten 1 — 10 mm wird Racofix Multi-Flexfuge eingesetzt (erhältlich in 9 Farbtönen). Auf kritischen Untergründen und im Außenbereich z. B. auf Balkonen und Terrassen empfehlen wir Racofix Flexfuge breit grau (2 — 20 mm).

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1. Die mit Wasser angerührte Fugenmasse wird mit einer Fugscheibe oder einem Gummiwischer diagonal zum Fugenverlauf eingeschlämmt. 2. Nach Bedarf wird nach kurzer Zeit nochmals nachgefugt. Überschüssiges Fugmaterial wird möglichst sauber diagonal zum Fugenverlauf von den Fliesen abgezogen.

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3. Nach dem Ansteifen des Fugenmörtels wird der Fliesenbelag mit Schwammbrett oder Handschwamm vorgewaschen. 4. Danach wird der Fliesenbelag mit dem gesäuberten Schwammbrett diagonal saubergewaschen, ohne die Fugen auszuwaschen.

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5. Das Sauberwaschen kann ebenfalls mit dem Handschwamm durchgeführt werden. Danach kann die Fugenoberfläche durch leichtes Wischen entlang des Fugenverlaufs nochmals nachgeglättet werden.

6. Abschließend werden letzte Schlieren mit einem weichen, trockenem Tuch abgerieben.

PROFITIPP!

Die Fugen müssen sauber sein, frei von Kleberresten und gleichmäßig tief sein. Fugen im Eckbereich, zu Boden- und Wandanschlüssen sowie zu angrenzenden Sanitärteilen sind beim Einschlämmen auszusparen. Sie werden mit Silicon dauerelastisch verfugt.

Teilen Sie größere Flächen zum Verfugen und Reinigen in mehrere Abschnitte ein.

Vor dem Verfugen muss der Fliesenkleber ausgehärtet und trocken sein.

Bei unglasierten, matt- bzw. porös glasierten Fliesen (z.B. Cotto, poliertes Feinsteinzeug, Effektglasuren, rutschfeste Fliesen, Naturwerksteine u.Ä.) ist eine Probeverfugung empfehlenswert, um festzustellen, ob sich die Fliesen einwandfrei reinigen lassen.

Zu schneller Entzug des Anmachwassers durch zu hohe Temperaturen, stark saugende Untergründe bzw. keramische Scherben wir Steingut kann zu einem "Verdursten" der Fuge führen. Deswegen sollte der noch offene Fugenquerschnitt vor dem Verfugen vorgenässt und der eingefugte Fugenmörtel während des Erhärtungsprozesses mit sauberem Wasser nachgenässt werden.

Beim Auswaschen stark bzw. dunkel pigmentierter Fugenmörtel möglichst wenig Wasser verwenden, das Abwaschwasser häufig wechseln und keinen Wasserfilm auf den Fugen stehen lassen.

Trockenes Nachreiben der abgewaschenen und angezogenen Fugen mindert die spätere Ausblühgefahr und fördert die Farbbrillanz der Fugenoberfläche.

Unterschiedliches Saugverhalten von Keramik/Untergrund kann die Farbgleichheit/Farbbrillanz von zementären Fugenmörteln beeinträchtigen.

Auch wasserabweisende Fugenmörtel sind nicht wasserdicht und ersetzen daher keine Abdichtung unter dem Fliesenbelag.

Verfugen Sie Beläge im Aussenbereich nicht bei direkter Sonneneinstrahlung.

Schützen Sie frische Fugen vor Regen.



Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung von SOPRO Bauchemie