Wand und Decke mit Profilholz oder Paneelen verkleiden

Wände und Decken lassen sich mit Profilholz oder Paneele ganz einfach aufpeppen. Neben einer behaglichen Wohnatmosphäre sorgen die Wand- und Deckenverkleidung ganz nebenbei auch noch für ein angenehmes Raumklima.

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Die Befestigung der Paneele bzw. des Profilholzes erfolgt über verschiedene Befestigungssysteme (1). Für Paneele bzw. Profilholz mit loser Feder werden Fugenkrallen verwendet, für Systeme mit fester Feder kommen Profilbrettkrallen zum Einsatz. Diese Spezialklammern werden in die Nut gelegt und angenagelt. Um die Paneele dabei nicht zu beschädigen, sollte dazu ein sogenannter Handnagler verwendet werden.

Als Unterkonstruktion für die Paneele ist eine Traglattung notwendig (2). Dazu werden Latten mit einem Mindestmaß von 10 x 35 mm an die Wand gedübelt. Die einzelnen Latten sollten einen Abstand von 50 bis 60 cm zueinander besitzen. Bei unebenen Wänden muss die Lattung mit Keilen, Holzklötzchen oder speziellen Distanzscheiben unterfüttert werden.
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Um die Traglattung an die Wand zu dübeln, werden zunächst mit einem Holzbohrer die Bohrungen in den Latten vorgenommen (3). Diese können dann als Bohrlehre für den Steinbohrer verwendet werden. Wie bereits erwähnt, sollten die einzelnen Latten einen Abstand von 50 bis 60 cm zueinander haben.

Für Betonwände oder gemauerte Wände eignen sich insbesondere Nageldübel für die Durchsteckmontage (4). Solch ein Nageldübel wird mit einigen kräftigen Hammerschlägen eingeschlagen. Soll die Traglattung irgendwann einmal wieder entfernt werden, können die Dübel wie eine normale Schraube herausdrehen.

Verkleidung von Innenecken

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Je nachdem, ob man die Paneele oder Profilhölzer waagerecht oder senkrecht anbringt, muss unterschiedlich vorgegangen werden (5). Bei der vertikalen Verkleidung ist vor allem das letzte Brett vor der Ecke problematisch, das in der benötigten Breite zugesägt und glatt gehobelt werden muss. Vom ersten Brett der anderen Seite ist die Feder abzuschneiden. Dieses Brett wird rechtwinklig mit seinem Gegenstück genagelt. Anschließend wird das Eckteil eingesetzt und durch versenkte Nägel fixiert.

Werden die Bretter horizontal angebracht, werden diese an der Ecke stumpf aneinander gestoßen (6). Wobei dort ruhig etwas Luft gelassen werden kann, da der Stoß mit einer Hohlkehlenleiste aus dem gleichen Holz wie die Paneele oder die Profilbretter sauber überdeckt wird.

Verkleidung von Außenecken

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Fangen wir zunächst bei Außenecken mit vertikaler Verkleidung an (7). Hier sollte aus optischen Gründen vor allem darauf geachtet werden, dass links ein schmaler Reststreifen und rechts ein ganzes Brett aufeinander treffen. Weiterhin wird beim Endbrett die Feder weggesägt und die Schnittfläche glatt gehobelt. Die so vorbereiteten Eckbretter werden abschließend mit kleinen Nägeln an der Traglattung befestigt.Werden die Bretter horizontal angebracht, werden diese an der Ecke stumpf aneinander gestoßen. Wobei dort ruhig etwas Luft gelassen werden kann, da der Stoß mit einer Hohlkehlenleiste aus dem gleichen Holz wie die Paneele oder die Profilbretter sauber überdeckt wird.

Bei einer Außenecke mit horizontaler Verkleidung werden die Profilbretter bzw. Paneele der linken Seite bündig mit der Unterkonstruktion angebracht (8). Die Bretter der rechten Seite laufen anschließend über die Stirnseiten der linken Bretter. Zum Kaschieren der Außenecke bringt man eine Winkelleiste an.

Schattenfuge oder Deckenabschlussleiste?

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Der obere Abschluss einer Wandverkleidung kann mit einer Schattenfuge oder einer Deckenabschlussleiste erfolgen (9). Soll es bei einer senkrecht angebrachten Holzverkleidung eine Schattenfuge sein, so wird unterhalb der Decke anstelle der Traglatte ein (in der Regel) mattschwarz lackiertes Glattkantbrett gleicher Dicke befestigt. Hier ist insbesondere darauf zu achten, dass die Bretter alle in der gleichen Höhe enden.

Weniger sorgfältig muss man arbeiten, wenn man den Übergang zur Decke mit einer Deckenabschlussleiste verkleidet. Dazu eignen sich zum Beispiel Rechteckleisten oder Hohlkehlenleisten (10). Die Leisten werden entweder direkt unter der Decke oder bei unebenen Decken mit etwas Abstand montiert. Eine verdeckte Befestigung ist bei Leisten mit Befestigungsklipsen möglich.

Deckenverkleidung mit direkter Unterkonstruktion aus Holzlatten

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Holzpaneele können direkt auf einer Unterkonstruktion an der Decke befestigt werden (11). Dazu werden Dachlatten in einem Abstand von 60 cm an die Decke geschraubt. Die Dachlatten haben zum Beispiel die Maße von 30 x 50 mm oder 40 x 60 mm.

Beim Anbringen ist darauf zu achten, dass die Unterkonstruktion sauber waagerecht ausgerichtet ist. Müssen Unebenheiten ausgeglichen werden, so geschieht das mit Distanzklötzchen, die untergelegt werden. Der Abstand zwischen zwei Dübeln sollte höchstens 80 bis 100 cm betragen.

Deckenverkleidung mit abgehängter Unterkonstruktion

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Sollen Kabel oder andere Versorgungsleitungen in der Deckenkonstruktion untergebracht werden, so sind abgehängte Decken zu empfehlen (12). Sogenannte Deckenhänger werden in diesem Fall in einem Abstand von höchstens 140 cm an der Decke befestigt.

An diesen Deckenhängern wird die Grundlattung befestigt — und zwar abwechselnd rechts und links, um ein seitliches Abkippen zu vermeiden. Die Holzleisten der Traglattung dürfen höchstens einen Abstand von 80 cm zueinander haben.

Deckenverkleidung mit Traglattung und Konterlattung

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Wegen der besseren Durchlüftung sollten die Paneele in Feuchträumen nicht direkt auf die Traglattung genagelt werden (13). Hier ist eine Konterlattung zu empfehlen, mit der zudem größere Unebenheiten ausgeglichen werden können. Wie oben beschrieben, wird zunächst die Traglattung bzw. Grundlattung an die Decke gedübelt. Dazu eignen sich insbesondere Latten mit einem Maß von 40 x 60 mm. Die Konterlattung wird anschließend senkrecht zur Grundlattung angeordnet. Hier kommen zum Beispiel Latten mit Maßen von 24 x 48 mm oder 30 x 50 mm zum Einsatz. Unebenheiten können mit Distanzklötzchen ausgeglichen werden.