Wärmewellenheizung — Vorteile oder Nachteile

Jens O.: "Mir ist ein Prospekt in die Finger gekommen, in dem ein Hersteller seine Wärmewellenheizung anpreist. Was haltet Ihr davon?"

Antwort des Baumarkt-Teams: "Lieber Jens,
es ist ein Naturgesetz, daß Hersteller ihre Produkte anpreisen. Nun, unter Wärmewellenheizung versteht man keramische Platten, auf deren Keramikbeschichtung ein elektrischer Schaltkreis aufgedruckt ist. Durch die elektrische Erwärmung werden Wärmewellen abgegeben, die den Raum beheizen.
Im Prinzip basieren Kachelöfen auch auf der Abgabe von Wärmewellen. Im Bereich des Kachelofens ist es natürlich mollig warm, in anderen Ecken des Raumes nicht unbedingt. Daraus folgert, daß Du Deine Wärmewellenheizung so auslegen mußt, daß ausreichend Heizplatten an die Wände kommen.
Wir haben im übrigen nichts gegen dieses Heizsystem. Aufpassen muss man natürlich, denn es sind auch Wärmewellenheizungen auf dem Markt, die zusätzlich Konvektionswärme abgeben - und das bis zu 50 Prozent. Ob man dann noch von einer Wärmewellenheizung sprechen kann, ist fraglich.
Für Hausstaub-Allergiker hat es Vorteile, weil eine wesentlich geringere Luftumwälzung als bei herkömmlicher Heizmethode stattfindet, bei der ja die Luft erwärmt wird, nach oben steigt und dann kalte Luft nach sich zieht, die wiederum erwärmt wird — und so weiter....
Wärmewellenheizgeräte werden in Verbindung mit einer Vollelektronik in Frankreich bis zu 55 Prozent bezuschusst. Die Franzosen haben erkannt, dass damit erhebliche Energieeinsparungen gegenüber reinen Konvektionssystemen zu erzielen sind."

Merke:
Hast Du ein feuriges Weib im Arm,
wird Dir auch ohne Heizung warm!