Vom Quarzstreubelag zum Colorquarzteppich

steinchenteppich.jpg Ob Steinchenteppich, Kieselbelag oder Quarzsteinboden - gemeint ist immer das gleiche, nämlich ein Bodenbelag aus meist eingefärbten kleinen Quarzkieseln, die mit Kunstharzen vermischt und als Bodenbelag ausgebracht werden. Der Belag muss allerdings nicht unbedingt als Kiesel verlegt werden. Als feiner Sand wird dieser auch zum Abstreuen auf frisch eingebrachten Kunstharzbeschichtungen wie zum Beispiel Garagenböden verwendet. In welcher Korngröße auch immer, kann der Bodenbelag für drinnen und draußen, für Gewerbe-, Industrie- und Wohngebäude verwendet werden. Der Bodenbelag aus Naturkieselsteinen schafft überall ein besonderes Ambiente und vereint dabei sehr gute qualitative Eigenschaften mit attraktiver Optik.

Hauptbestandteil eines Quarzsteinbodens ist WST-Quarz. Dieser besteht aus hochwertigen gewaschenen Naturquarzen, die mit Farbpigmenten, Epoxidharz oder Polyurethanharzen beschichtet sind. Diese Reaktionsharze sind lösemittel- und weichmacherfrei, so dass keine schädlichen Dämpfe die Raumluft belasten. Optisch treten die transparenten Harze ganz zurück. Die Quarzkiesel können somit ihre volle gestalterische Wirkung entfalten. WST-Quarze werden außer für Fußbodenbeläge auch noch für Buntsteinputze verwendet. Es gibt Standardkörnungen, in denen WST-Quarze angeboten werden. Die Korngruppen reichen von 0,3 - 0,7 mm bis 4,0 - 8,0 mm. Die Belagsstärke liegt bei 6 bis 8 mm, in Sonderfällen bei 10 mm. WST-Quarz und Harze werden auf der Baustelle vermischt und verlegt.

Einen Quartzsteinboden kann man auch selbst verlegen. Bei der Verarbeitung sollte die Raum- und Fußbodentemperatur nicht unter 18° C liegen. 24 Stunden nach der Verlegung ist der Boden begehbar und nach 48 Stunden belastbar. Der chemische Aushärtungsprozess beträgt 7 Tage. Während dieser Zeit sollte der Boden nicht mit Wasser in Berührung kommen, um die Aushärtung nicht zu unterbinden. Quarzsteinboden ist auch für die Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet. Da das Material beim Auftragen zunächst weich und formbar ist, können problemlos Muster, Linien oder Firmenlogos eingearbeitet werden. Dabei sind nicht nur Ebenen und Kanten, sondern auch Rundungen und organische Formen fugenlos möglich.

Durch das Verfüllen der Poren mit hydraulisch bindenden Materialien, kann der Boden besonders rutschsicher gemacht werden. Nach dem Verfüllen werden die einzelnen Kiesel durch eine spezielle Technik wieder freigelegt. So erhält man einen ungeschliffenen, geschlossenporigen Bodenbelag. Damit Quarzsteinboden später leichter zu reinigen ist, kann er einen Porenverschluss erhalten. Allerdings sollte er dann nur mit neutralen Reinigungsmitteln behandelt werden, da die Chemikalienbeständigkeit geringer einzustufen ist, als beim offenporigen Belag. Da aber der Porenverschluss das Eindringen von Verschmutzungen in den Belag verhindert und auch Schmutzwasser oben stehen bleibt, lässt sich dieser Boden in der Regel mit heißem Wasser am besten reinigen.