Versetzung der Kaminklappe - darf ich das?

Anreas K.: "Die Maurer haben die Öffnung der Kaminklappe zum Flur hin gesetzt. Wir möchten nun aber die Öffnung auf die gegenüberliegende Seite, also ins Gästezimmer verlegen. Der Schornsteinfeger meinte aber, dann müsse man den Kamin ganz einreissen. Ich habe daraufhin den Kaminbauer und Maurer gefragt, diese meinten, das wäre überhaupt kein Problem: man schneidet genau das Stück von einem Schamottestein aus und setzt es in die bereits geschnittene Öffnung (da wo jetzt die Klappe ist) und verdichtet es von außen. Dann schneidet man auf der anderen Seite ein Loch und setzt dort die Klappe wieder ein/vor. Geht das wirklich?"

Martin W.: "Die Frage ist meist weniger, ob es geht (an sich geht fast alles und viel einfacher, als man so denkt) sondern a) ob man darf und b) wer haftet, wenn was falsch gemacht wurde. An sich dürfte es keine Probleme geben, da der Schamotte nicht tragend, sondern isolierend ist. Aber da ja sogar der Kaminbauer sagt, das ginge, kann man davon ausgehen, daß es wirklich kein Problem ist. Tip: Wenn der Kaminbauer nicht nur sagt, sondern auch macht, ist man auch die Haftungsfragen los..."

Martin St.: "Solange der Schornsteinfeger die ganze Sache hinterher absegnen muss (und wenn er es nicht tut, wird man ein Problem haben), sitzt er am längeren Hebel. Da interessiert es nicht, ob irgendein Kaminbauer oder Maurer anderer Meinung ist. Im Zweifelsfall legt der Feger eben die Heizung still und dann wird's in der momentanen Jahreszeit langsam, aber sicher empfindlich kalt. Eine Einigung mit dem Schornsteinfeger ist also wichtiger, als die Meinung Dritter."