Wie du einen Terrassenboden aus Holz in wenigen Schritten verlegst

Einen Terrassenboden können Sie auf vielfältige Weise belegen. Wenn Sie sich für einen Boden aus Holzdielen entscheiden, brauchen Sie aber weder ein Bett aus Magerbeton noch eine richtige Betonsohle, die bei Fliesen und Naturstein unabdingbar ist. Bevor Sie loslegen, denken Sie gut über das Holz nach, das Sie verarbeiten wollen. Hervorragend eignet sich Bangkirai-Holz, ein sehr hartes und widerstandsfähiges, regenunempfindliches Holz, das ohne weiteres zwanzig Jahre überdauern kann und nicht behandelt werden muss. Sibirische Lärche, Douglasie und die nordische Fichte (als speziell behandeltes "Thermoholz") sowie die kesseldruckimprägnierte Fichte eignen sich auch sehr gut für Terrassenböden aus Holz.

Beachten Sie bitte, dass Sie wegen des gleichmäßigen Quell- und Schwindverhaltens nur Hölzer einer Baumart einbauen, also z.B. keine Bankirai- Bretter auf eine Unterkonstruktion aus Fichtenbalken verschrauben sollten.

Bauanleitung Terrassenboden aus Holz

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  1. Ebnen Sie den "gewachsenen Boden" so ein, daß er ein Gefälle von der Terrasse weg in den Garten erhält. Entfernen Sie Steine und Unkraut. Beseitigen Sie Unebenheiten durch Auffüllen und Verdichten. Sollte der Boden nicht "gewachsen", sondern aufgeschüttet worden sein, müssen Sie ein 30 cm tiefes Bett ausheben und mit Schotter, Splitt und Sand auffüllen, wobei jede einzelne Lage verdichtet werden muss.

    Wenn ihr Boden so uneben ist, dass sie ihn nicht so einfach begradigen können, raten wir ihnen einzelne Betonklötze zu gießen. Eine Anleitung, die Sie einfach für ihre Zwecke adaptieren können, haben wir hier Sie bereit gestellt.
  2. Bringen Sie ein Wurzelvlies aus, wie es beispielsweise auch für Gründächer benutzt wird. So haben Unkräuter keine Chance, eines schnellen Tages durch die Dielenfugen zu wachsen.
  3. Legen Sie nun ein "Fundament" an - zum Beispiel aus alten Gehwegplatten. Das macht Sinn, denn das durch die Dielenfugen ablaufende Regenwasser kann den Platten wenig anhaben.
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  1. Legen Sie nun auf diesen Bodenplatten die Tragbalken aus. Verlegen Sie am besten Balken, in deren Unterseite zwei V-Nuten eingefräst worden sind - und zwar mit dieser Unterseite nach unten. Solche Balken gibt es fix und fertig im Handel. Die Balkenbreite sollte 80 mm betragen: handelsüblich sind Balkenhöhen von 120, 140, 160, 180 und 200 mm - je nachdem, welche Aufbauhöhe Sie benötigen. Der Abstand der Balken richtet sich nach der Stärke der Holzdielen. Die im Handel angebotenen Dielen haben eine Breite von 138 bis 145 mm, die Dielenstärke liegt zwischen 19 und 45 mm. Wir raten zu einer Dielenstärke von 28 mm bei einem Balkenabstand zwischen 60 und 70 cm. Die erste und die letzte Balkenreihe sollten Sie bündig mit den Gehwegplatten verlegen, die anderen Balken sollten Sie mittig platzieren. Allerdings sollten Sie den ersten und letzten Balken in doppelter Breite wählen, damit die Holzschraube nicht unmittelbar am Ende der Diele zu sitzen kommt. Dadurch vermeiden Sie die sog. "Endrisse" im Holz.
  2. Bodendielen für Holzterrassen haben auf der oberen Seite ein Rillenprofil. Ob Sie breite oder feine Rillen vorziehen sollten, ist nicht eine Frage der Haltbarkeit, sondern eine Frage der Optik. Legen Sie die Dielen so, daß eine 10 mm breite Fuge zwischen den Dielen bleibt.
  3. Bohren Sie zunächst Löcher vor. Und zwar je Diele zwei Schrauben, und zwar bei einer 14,5 cm breiten Diele mit einem Abstand von 2,5 cm zu beiden Seiten. Verzichten Sie auf keinen Fall darauf, das Bohrloch mit einem "Versenker" oder "Ausreiber" (siehe Foto Nr. 6) auszureiben, damit später beim Eindrehen der Schraube der Schraubkopf sauber versenkt wird und auch keine Splitter entstehen.
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1. Diele,
2. Tragebalken,
3. Kaninchendraht,
4. Gehwegplatten,
5. Wurzelfolie,
6. "gewachsener" Boden
  1. Edelstahlschrauben - und zwar Senk-Holzschrauben oder noch besser sog. Linsensenk-Holzschrauben. Die Schraubenköpfe dürfen auf keinen Fall überstehen!
  2. Wenn Sie vermeiden wollen, daß es sich Mäuse im Hohlraum unter Ihrer Terrasse gemütlich machen, sollten Sie - siehe unsere Zeichnung - einen feinmaschigen Kaninchendraht einziehen. Damit ihre neue Terrasse auch schön bleibt ist es notwendig, diese richtig zu pflegen. Durch die Witterung bekommen Holzdielen im Laufe der Zeit einen grauen Schleier. Durch Pflegemittel für eine Holzterrasse wird die alte Schönheit wieder hergestellt.
  3. Und damit wäre die Arbeit dann beendet - Sie können uns ja zur Terrassen-Eröffnungsparty einladen!