Unkraut zwischen den Pflastersteinen

Evi H. aus A.: Wir haben an unserem Wohnhaus, einem ehemaligen Bauernhof, stilecht von einem Fachbetrieb eine große Terrasse mit Basaltpflastersteinen pflastern lassen. Statt mit Sand wurden die Steine mit Feinsplitt eingeschlämmt, weil dies - so der Gartenbaubetrieb - der Unkrautbildung vorbeuge. Nun sind aber alle Fugen mit Gras, Disteln, Butterblumen usw. zugewachsen. Wir kriegen das Zeug gar nicht heraus und wenn, dann ziehen wir den Feinsplitt mit raus und die Steine beginnen zu wackeln. Was sollen wir tun?

Antwort des Baumarkt-Gartendoktors: Liebe Evi,
Naturpflastersteine sind sehr unregelmäßig, das macht ja gerade ihren Reiz aus. Dementsprechend sind die Fugen schief und krumm und mal enger und mal breiter, so daß sich die gesamte Botanik incl. kleiner Birken wunderbar darin entfalten kann. Mit den handelsüblichen Fugenkratzern kann man auch wenig ausrichten, weil diese sich dort, wo die Steine aneinandertreffen, regelrecht festhaken. Der von Dir geschilderte Splitt ist natürlich theoretisch richtig eingebracht worden, allerdings mit der praktischen Konsequenz, daß es Gras und Disteln völlig egal ist, ob sie ihre Wurzeln in Splitt, Sand oder reinen Humus schlagen. Es gibt also nur die chemische Keule (und das willst Du ja sicher nicht) oder regelmäßiges Abflämmen mit entsprechenden Geräten. Da Disteln lange Wurzeln schlagen, könntest Du ein oder zwei Distelblätter mit einem Blattkontaktgift bestreichen (nicht besprühen!). Das schädigt weiter keine anderen Pflanzen und die Distel stirbt bis in die Wurzeln ab.

Merke:
Den Freizeitgärtner sehr verdrießt,
wenn's aus dem Pflaster sproßt und sprießt!