Umbauen und Sanieren mit einem Modernisierungskredit

modernisierungskredit.jpgDie Fenster entsprechen nicht mehr dem Wärmedämmstandard und sind undicht, die Armaturen im Badezimmer ebenfalls, und auch die Heizungsanlage bedarf einer dringenden Sanierung! Höchste Zeit, um eine umfassende Modernisierung oder Sanierung zu starten! Aber das kostet Geld — viel Geld. Kaum ein Hausbesitzer verfügt über ein dementsprechend großes finanzielles Polster, um alle seine Umbauwünsche mit Barmitteln realisieren zu können. Daher bieten einige Banken spezielle Kredite für die Sanierung und den Umbau der eigenen Immobilie an. Diese sind oftmals sogar recht preiswert! Wie etwa die Baufinanzierung von 1822direkt. Bei dem Unternehmen der Frankfurter Sparkasse, werden viele Vorteile direkt aufgezeigt, und man kann sich über niedrige Zinsen freuen.

Der Modernisierungskredit — zweckgebundener Ratenkredit

Modernisierungskredite sind ganz gewöhnliche Bankkredite, die allerdings zweckgebunden sind. Die daraus stammenden Geldmittel dürfen ausschließlich dazu dienen, das eigene Haus oder die Eigentumswohnung umzubauen, zu sanieren oder modernisieren. Das bedeutet, sie dienen ausschließlich der Modernisierung von Immobilieneigentum — daher stammt auch der Name Modernisierungskredit. Dieser Ratenkredit wird, anders als ein Hypothekendarlehen, nicht grundbuchlich abgesichert. Daher entfallen die damit verbundenen Nebenkosten wie Notar und Grundbuchgebühren. Die Summen für solch ein zweckgebundenes Modernisierungsdarlehen bewegen sich in der Regel zwischen 5.000 und 50.000 Euro.

Vor der Beantragung eines solchen Darlehens sollten einige Dinge beachtet werden. Um die notwendige Kredithöhe zu bestimmen, sollte zunächst der Kreditbedarf ermittelt werden. Fertigen Sie eine Aufstellung aller notwendigen Modernisierungsmaßnahmen und kalkulieren Sie die Kosten realistisch! Für reine Renovierungsarbeiten wie neue Tapeten und ein Anstrich der Wohnräume wird Ihnen keine Bank einen Modernisierungskredit gewähren. Kreditwürdig sind ausschließlich Umbauten und Erneuerungen, die den Wert Ihres Wohneigentums erhöhen. Dazu zählen alle Wärmedämmmaßnahmen, das neue Eindecken des Dachs, eine neue Außenfassade, der Austausch von Fenstern und Türen oder der Heizungsanlage.

Modernisierungskredite mit Staatlicher Förderung

Die Staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau, vergibt Kredite für Modernisierungen, die ausschließlich dazu dienen, die Energieeffizienz Ihrer Immobilie zu erhöhen. Diese zinsverbilligten Kredite werden dann gewährt, wenn der Hausbesitzer durch Wärmedämmmaßnahmen oder durch den Austausch von Fenstern und Türen oder durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage seine Immobilie energieeffizienter macht. Die Beantragung eines KfW Kredits muss bei Ihrer Hausbank erfolgen. Doch hier ist Vorsicht angesagt: mache Hausbanken versuchen, dem Umbauwilligen lieber ein Kreditprodukt aus dem eigenen Hause anzudrehen. Gehen Sie in solchen Fällen zu einer anderen Bank, und lassen Sie sich dort beraten.

Modernisierer, die einen zuteilungsreifen Bausparvertrag besitzen, können sich glücklich schätzen. Doch diese Kreditvariante lohnt sich nur, wenn bereits ein Bausparvertrag vorhanden ist. Experten raten davon ab, extra für einen Umbau einen Bausparvertrag abzuschließen. Denn diese sind am Ende stets teurerer als ein reiner Bankkredit.

Das Hypothekendarlehen — ein grundbuchlich gesicherter Kredit

Im Finanzbereich existieren für ein Hypothekendarlehen unterschiedliche Bezeichnungen. So wird es auch als Baukredit, Immobilienkredit, Baufinanzierungsdarlehen, Hypothekenkredit oder Annuitätendarlehen bezeichnet. Gemeint ist trotz der verschiedenen Bezeichnungen immer dasselbe: Ein Darlehen, welches langfristig genutzt wird und einer Immobilienfinanzierung oder auch Immobiliensanierung dient. Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Darlehen liegt darin, dass dieser Kredit zugunsten der Bank als Grundschuld im Grundbuch eingetragen wird und somit dem Kreditinstitut zur Sicherung ihrer Forderung dient.

Normalerweise ist ein Hypothekendarlehen ein Annuitätendarlehen. Es gibt allerdings verschiedene Varianten, die sich in ihrer Rückzahlungsart unterscheiden. Diese Darlehensvarianten im Bereich der Immobilienfinanzierung werden alle in das Grundbuch als Hypothek eingetragen und während der gesamten Laufzeit sind monatliche Beiträge fällig, die einen Anteil an Tilgung und/oder Zinsen beinhalten.

Die Unterschiede liegen in der Höhe der Tilgung und des Zahlungszeitpunkts der Tilgung. Beim Annuitätendarlehen, das am häufigsten gewählt wird, wird eine monatlich gleichbleibende Kreditrate gezahlt, die Zinsen sowie eine Tilgung beinhaltet. Aufgrund der Zinsberechnung sinkt im Laufe der Zeit die Höhe des Zinsanteils und die Tilgungssumme wird dementsprechend erhöht. Das heißt, dass sich das Verhältnis von Tilgung und Zins im Laufe der Jahre verschiebt bei gleichbleibender Ratenhöhe.

Die Tilgung ist beim endfälligen Darlehen vollkommen anders strukturiert. Bei dieser Hypothekenkreditvariante werden monatlich lediglich Zinsen gezahlt, die jedoch keine Tilgung enthalten. Die Tilgung erfolgt hier erst bei Darlehensfälligkeit und muss dann in einer Summe zurückgezahlt werden, sofern nicht ein neuer Baukredit abgeschlossen wird.

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