Über die Klebstoffe für Linoleumbeläge

Immer vollflächig verkleben

Linoleum sollte nie lose verlegt, sondern stets vollflächig verklebt werden. Es hat ein paar charakteristische Eigenheiten, weshalb nur solche Kleber verwendet werden sollten, die ausdrücklich für Linoleum geeignet sind.

Die Unterseite der Bahn besteht aus einem Jutefasergewebe (bei den Linoleumplatten wird auch Glasfasergewebe eingesetzt), es gibt jedoch auch sogenannte Linoleumverbundbeläge bei denen auf der Unterseite bereits ab Werk eine Korkmentschicht aufgebracht wurde (Korkment ist Korkschrot mit Bindemitteln auf Naturharz- und/oder Kunstharzbasis). Entsprechend unterschiedlich sind die geeigneten Klebstofftypen und deshalb die dringende Empfehlung:

Verwenden Sie nur Klebstoffe, die von der Herstellerfirma ausdrücklich für das Kleben des jeweiligen Linoleums empfohlen werden.

Empfehlenswert sind folgende Klebstoffe:

  • Dispersionskleber (weichmacher- und lösungsmittelfrei) gekennzeichnet mit "GISCODE D1"
  • Zementklebstoffe (kasein- oder kunststoffmodifiziert)
  • einkomponentige Zement-Pulverklebstoffe; "GISCODE ZP1"
  • zweikomponentige Zement-Dispersions-Klebstoffe; die Pulverkomponente mit "GISCODE ZP1" und die Flüssigkomponente mit "GISCODE D1" gekennzeichnet
  • Gips-Kasein-Kleber


Für die Gips-Kasein-Kleber existiert kein GISCODE, da diese Klebstoffe keine gesundheitsschädlichen Substanzen enthält und daher nicht von der Gefahrstoffverordnung erfaßt werden.

Nicht jeder der Klebstoffe ist für jeden Anwendungsfall geeignet. Der Gips-Kasein-Kleber ist zum Beispiel nicht wasserfest und kann deshalb nicht in Feuchträumen verwendet werden. Lassen Sie sich im Zweifelsfall vom Klebstoffhersteller beraten.

Überhaupt ist von einer Verlegung von Linoleum durch Ungeübte abzuraten. Die Verlegung ist durch die Eigenarten des Linoleums schwierig und erfordert etwas Erfahrung. Im Zweifelsfall beauftragen Sie lieber einen Fachbetrieb damit.