Typische Probleme mit der Hausratversicherung bei Wasserschaden, Feuer oder Einbruch

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Eine Hausratversicherung hat wohl jeder und wer sie nicht hat, sollte sich günstige Versicherungen im Portal www.preisvergleich.de anzeigen lassen. Sie sichert, wie der Name schon sagt, das Inventar eines Haushalts ab. Abgesichert ist damit die Hausein­richtung, die bei einem Leitungswasser­schaden, Sturm oder Feuer zu Schaden kommen kann. Auch vor Einbrüchen soll der Wert geschützt sein. Soll. Denn das ist ein ernstes Problem. Gerade wenn etwas wegkommt, ist es schwer, zu beweisen, dass man es jemals besessen hatte. Hier hilft es, seinen Besitz akribisch zu dokumentieren. Rechnungen sollte man aufheben oder einscannen und so abspeichern, dass man auch auf die Daten zugreifen kann, wenn beispielsweise das Handy, der PC oder das Tablet gestohlen werden. Auch lohnt es sich seine Wertgegenstände wie Kunst, Schmuck und Technik fotografisch zu dokumentieren. Denn gerade für geerbten Schmuck dürfte in den seltensten Fällen noch eine Rechnung vorhanden sein.

Unterversicherung vermeiden

Ein weiteres Problem ist, dass das Inventar eines Haushaltsunterversichert sind. Selbst wenn man den Wert der gestohlenen oder geschädigten Gegenstände genau beziffern kann, heißt das nicht, dass die Versicherung für den entstandenen Schaden auch aufkommt. Hat man kurz nach Bezug paar.jpgder ersten eigenen Wohnung eine Hausratsversicherung abgeschlossen, dürfte die Versicherungssumme nicht allzu hoch gewesen sein. Nehmen wir einmal an, dass man diese damals großzügig mit 20.000 Euro veranschlagt hat. Mit steigendem Lebensstandard hat sich der Wert des Hausrats im Laufe der Jahre der aber deutlich erhöht und ist auf 40.000 Euro gestiegen. Tritt nun ein Schaden ein, ist gerade einmal die Hälfte des Hausrats versichert. Das bedeutet: Selbst wenn Einbrecher nur Gegenstände in einem Gesamtwert von 5.000 Euro erbeuten, muss die Versicherung nur 50% des Wertes — also 2.500 Euro — ersetzen muss. Die Versicherungssumme sollte man also regelmäßig den eigenen Lebensverhältnissen anpassen. Wertgegenstände wie ein teures Fahrrad, die nicht unmittelbar im Haushalt aufbewahrt werden, sollten gesondert in die Hausratversicherung aufgenommen werden, da sie nicht automatisch berücksichtigt werden. Dabei sollte auch dokumentiert werden, wie das Fahrrad nachts gegen Diebstahl gesichert wird.

Versicherungsschlupfloch: grobe Fahrlässigkeit

Hat man sein Fahrrad in der Garage nachts nicht mit einem Schloss gesichert, die Wohnungstür nicht abgeschlossen, weil man „nur mal kurz“ mit den Hund raus musste oder stehen die Fenster im Erdgeschoss und der über der Garage auf Kipp, kann sich die Versicherung auf ein grob fahrlässiges Handeln des Versicherungsnehmers berufen und ihm eine Mitschuld aufbürden. In der Folge zahlt die Versicherung nicht oder deutlich weniger. Denn in zahlreichen Verträgen sind Schäden, die aus grober Fahrlässigkeit heraus entstehen, nicht mit abgedeckt. Viele Versicherungen nutzen diese Möglichkeit der sogenannten Einrede, um nicht zahlen zu müssen. Das ist doppelt ärgerlich. Nicht nur, dass einem etwas gestohlen wurde, auch der materielle Schaden wird nicht ersetzt. Man kann im Vorfeld mit der Versicherung vertraglich vereinbaren, dass sie auf eine solche Einrede verzichtet wird. Gleiches ist auch bei einer Unterversicherung möglich.

Einbruchsdiebstahl bleibt ein großes Problem

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Seit 2008 hat sich die Zahl der Einbrüche um 30% erhöht. Alle dreieinhalb Minuten findet statistisch irgendwo in Deutschland ein Einbruch statt und nur rund 14% der Einbrüche kann aufgeklärt werden.

Der weit überwiegende Großteil der Einbrüche wird von organisieren Banden begangen, die sich nach ihrer Diebestour schnell wieder ins Ausland absetzen. Diese „Profis“ brauchen nur Sekunden, um in ein Haus einzudringen. Wie wir schon berichteten, kommen Einbrecher immer häufiger durch den Garten. Dort machen viele es den Einbrechen unnötig leicht, indem sie ihnen zahlreiche Hilfsmittel unbewusst bereitstellen. Über Mülltonen werden leicht Terrassen und Garagendächer geentert und die Fenster aufgehebelt. Als Werkzeug benötigen sie nicht mehr als einen Schraubendreher oder eine Brechstange. Innerhalb von achten Sekunden klettert der Einbrecher auf ein Garagendach und hebelt in zehn weiteren Sekunden ein Fenster auf. Ein gekipptes Fenster ist mit einer Schlaufe in sieben Sekunden geöffnet, ohne Spuren zu hinterlassen. Terrassentüren sind nach 15 Sekunden geknackt, der Widerstand einer normalen Haustür ist nach nur sechs Sekunden überwunden. Ist die Wohnungstür nicht abgeschlossen, braucht ein Profi gerade einmal drei Sekunden, um sie zu öffnen, selbst abgeschlossene Türen hebeln Einbrecher in nur neun Sekunden auf. Innerhalb von 3 bis 4 Minuten durchwühlen die Einbrecher die Wohnung. Sie schrecken in der Annahme, dass dort Geld oder Schmuck versteckt sind, auch vor intimen Bereichen der Wohnung nicht zurück. Das sorgt nicht nur für einen materiellen Schaden. Die Wohnungsinhaber fühlen sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohl oder erleiden sogar psychische Schäden.

Was im Falle eines Einbruchs zu tun ist:

Weil die Einbrecher in kurzer Zeit möglichst viele Wertgegenstände finden wollen, gehen sie nicht zimperlich vor. Schubladen wurden aufgerissen, Kleidung liegt auf dem Boden, Bücher wurden aus dem Regal geschleudert, Schranktüren stehen offen. Bevor man selber überprüft was fehlt, soll man die Polizei verständigen. Wer mag, kann auch selber schon den Tatort fotografisch dokumentieren, aber ohne Spuren zu verwischen. Aufräumen sollte man auf keinen Fall. Die Polizei muss einem den Einbruch bestätigen! Anderenfalls stehen die Chancen gegenüber der Versicherung schlecht. Danach ist sofort die Versicherung zu unterrichten, die möglicherweise einen eigenen Sachverständigen vorbeischickt. Erst danach sollte man ein Schadensbilanz ziehen und aufschreiben, was alles gestohlen wurde.

Was kann man gegen einen Einbruch unternehmen?

Vereinfacht gesagt, muss man es dem Einbrecher so schwer wie möglich machen. Mechanischer Maßnahmen wie einbruchssichere Fenster und Türen bieten immer noch den effektivsten Einbruchsschutz. Auch eine aufmerksame Nachbarschaft ist hilfreich. Fühlen sich die Einbrecher gestört, nehmen sie häufig Abstand von ihrem Vorhaben. Immerhin 40 Prozent der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Verzichtet man auf klassische Schlösser und setzt auf elektronischen Einbruchsschutz schränkt man die Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher zusätzlich ein.

Foto(s): www.fotoatelier-schumacher.de