Türen selbst sanieren

Türen sind im Außenbereich ständiger Belastung ausgesetzt, wie zum Beispiel durch Regen, Kälte, Hitze und Luftfeuchtigkeit. Dies zieht oftmals einen großen Schaden nach sich. Entstandene Lackfetzen oder modernde Bestandteile müssen entfernt werden. Der Schaden wird vor allem durch das Abblättern des Lacks, der unter den wechselnden Witterungsbedingungen zu leiden hat, hervorgerufen. Um große Schäden zu verhindern, sollten Türen regelmäßig saniert werden. Auch im Innenbereich ist dies nötig.

Tür sanieren - Vorbereitung für die Erneuerung

Um professionell arbeiten zu können sollten folgende Arbeitsmaterialien bereit liegen: Bandschleifer mit Ersatzbändern, Schleifpapier, Heißluftföhn, Holzböcke, Grundierungslack, Lack, Pinsel und Lackroller in verschiedenen Stärken und eine Spachtel. Um keine Lackflecken oder Ähnliches zu hinterlassen, empfiehlt sich der Einsatz von Abdeckfolie für den Boden und Kreppband zum Abkleben von Kanten, Steckdosen und so weiter.

Zuerst sollte die Tür aus den Angeln gehoben werden und in Arbeitshöhe auf die beiden Böcke gelegt werden. Um alle Schäden an der Tür gut erkennen zu können ist es empfehlenswert, die folgenden Arbeitsschritte im Freien bei Tageslicht durchzuführen. Es werden von der Tür die Klinke und sonstige Armaturen entfernt. Sollten noch große Lackreste auf der Tür sein, werden diese mit dem Föhn erhitzt und mit dem Spachtel abgekratzt.

Ansonsten kann es zum Verschmieren des Schleifbandes kommen, das dadurch seine Wirkung verliert.

Dann wird die Tür mit dem Bandschleifer soweit abgeschliffen, dass Material- und evtl. Schönheitsfehler (wie Dellen oder Kratzer) verschwunden sind. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Material abgeschliffen wird, da manche Türen wenig Deckholz haben.

Lackierung und Feinarbeit der Türsanierung

Bevor der Grundierungslack aufgetragen wird muss die Oberfläche komplett staubfrei sein. Hierzu kann ein Lappen zu Hilfe genommen werden, um das feine Sägemehl zu entfernen. Jetzt kann die Grundierung nach gutem Umrühren aufgetragen werden. Sie sollte dick (oder mehrmals) aufgetragen werden, um so die Lebensdauer der Tür zu verlängern. Die Temperatur sollte etwa bei 20 Grad Celsius liegen. Bei geringerer Temperatur dauert das Trocknen zu lange; bei zu hoher Temperatur kann es passieren, dass schon beim Streichen die Grundierung trocknet.

Sobald die Grundierung vollständig getrocknet ist, kann mit der Hauptlackierung begonnen werden. Diese kann mit Lackrollen aufgetragen werden, was meist zu schöneren Ergebnissen als mit dem Pinsel führt. Ränder und Kanten sollten trotzdem mit dem Pinsel bearbeitet werden, um das Entstehen von sogenannten Rotznasen, also Tropfen, die herunterlaufen und trocknen, zu verhindern.

Nach dem Trocknen werden Türklinke und Armaturen wieder angeschraubt und die Tür kann fertig saniert wieder in die Angeln gehoben werden.