Trockene Wände durch gleichmäßige Erwärmung

Bevor mit der Austrocknung des Mauerwerkes begonnen wird ist sicherzustellen, das keine weitere Feuchtigkeit von unten oder außen nachziehen kann. Dazu gibt es verschiedene chemische und mechanische Methoden am Markt. Mehr über diese Methoden erfahren Sie in unserem Artikel "Feuchte Kellermauern dauerhaft trocknen". Ist die Abdichtung erfolgt, ist das Mauerwerk noch lange nicht trocken. Die Trocknungszeit kann lange oder weniger lange andauern und mehr oder weniger erfolgreich sein. Dies hängt ganz von der Trocknungsmethode ab.

Eine Möglichkeit ohne Einsatz von Technik besteht darin, den vorhandenen Putz abzuschlagen, damit die im Putz vorhandenen Ausblühungsalze entfernt werden und das Mauerwerk bereits natürlich austrocknen kann. Dies dauert einige Wochen oder Monate. Dazu sind zusätzlich noch einige Voraussetzungen zu schaffen. Die Räume müssen laufend gut durchlüftet werden und im Bedarfsfall sind sogenannte Entfeuchtungsgeräte mit einzusetzen. Das Trocknen mit Heißluftgeräten ist nur bedingt erfolgreich, da diese nur oberflächlich die Wand trocknen und wenig in die Tiefe wirken. Als nächstes wird ein Sanierputz aufgetragen. Dieser hat die Aufgabe durch seine Kapilarwirkung das Austrocknen des Mauerwerks zu ermöglichen. Diese Austrocknungsmethode ist ein sehr langer Prozess, der über Jahre dauert und ein vollständiges Austrocknen der Wand nicht gewährleistet.

Der effektivere Weg ist, die Wand gleichmäßig zu erwärmen. Dies beschleunigt den Austrocknungsprozess ganz erheblich. Dazu sind 3 Methoden bekannt.
  1. Trockene Wände durch Einbau von zwei Heizrohren



    Das Einbauen von 2 Heizungsrohren in die Wand (Wand aufschlitzen) über der horizontalen Feuchtigkeitsabsperrung, dadurch wird die Wand in diesem Bereich erwärmt und langfristig ausgetrocknet. Die Wirkung ist aber nur auf einen schmalen Streifen begrenzt. Das Aufsteigen von Feuchtigkeit kann dadurch nicht verhindert werden wie zum Teil irrtümlich angenommen wird. Die Feuchtigkeitsabsperrung der Mauer kann dadurch nicht entfallen. Beachte: Je trockener das Mauerwerk um so stärker die Kapilarwirkung.

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    Trockene Wände durch Einbau von Heizleisten



    Das Beheizen der Wand mit Heizleisten, die wie Sockelleisten eingebaut werden, damit langfristig die Wand erwärmen und austrocknen. Mit Heizleisten sparen Sie zudem Energie und Ressourcen und erzeugen ein gesundes Raumklima zum Wohlfühlen mit staubfreier natürlicher Atemluft. Heizleisten sind zudem optisch unauffällig und lassen sich überall einbauen, ob Altbau oder Neubau, Massiv- oder Fertighaus.






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    Trockene Wände durch Einbau einer Wandheizung



    Der optimale Weg ist der Einbau einer Wandheizung in den Sanierputz. Dadurch wird die gesamte Wand gleichmäßig erwärmt und der Austrocknungsvorgang wesentlich beschleunigt. Neben dem Vorteil der Wandtrocknung hat eine Wandheizung noch weitere Vorteile. Zunächst ist die Heizung unsichtbar. Durch die Abgabe von vorwiegend Strahlungswärme, entsteht eine gesündere Raumluft und höhere Behaglichkeit. Das zeigt sich auch daran, dass die Wandheizung bei gleichem Wärmeempfinden mit einer 2 °C bis 3 °C niedrigeren Raumlufttemperatur als sonst üblich auskommt und daher zugleich auch energiesparend ist.


Wir bedanken uns bei der Firma LogiTherm BTI Energie Technik GmbH für die Bereitstellung der Informationen. Gerne hilft LogiTherm auch Ihnen bei weiteren Fragen über Mauertrockung oder zu Wandheizungen und Sockelleisten allgemein.