Treppen - worauf Sie beim Treppenbau achten sollten

Fast jedes moderne Haus erstreckt sich über mehrere Etagen, so daß Treppen aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Bei einer Treppe handelt es sich nicht nur um ein reines Nutzobjekt, sondern die Treppe sollte zum Wohnraum und der Einrichtung passen und nicht wie ein Fremdkörper wirken. Farbe, Größe, Material und Gestaltung spielen daher eine wichtige Rolle. Treppen können aus allen erdenklichen Materialien konstruiert werden, meist sind sie aus Holz, Beton, Stahl oder Stein. Jedes Material vermittelt ein bestimmtes Flair und verleiht ihrem Haus einen ganz eigenen Charakter, daher sollten Sie sich gründlich informieren und Gedanken machen, für welche Treppenkonstruktion Sie sich entscheiden.

Wir bedanken uns für die Bilder bei der Fa. Kenngott.

Stahltreppen

stahltre.jpgWährend verzinkter Stahl einen rauen, puristischen Charakter hat, wirkt polierter Edelstahl sehr elegant. Es gibt die unterschiedlichsten Treppenkonstruktionen aus Stahl. Sie können sich eine ganz einfache Stahltreppe anschaffen, oder eine Fertigelement- oder Mittelholmtreppe in Ihr Haus einfügen. Aber Stahl muss nicht alleine eingesetzt werden. Obwohl Holz und Stahl sehr unterschiedliche Charakteristika besitzen, bietet sich die Kombinationen der Materialien an. So erhalten Sie oft Stahltreppen in Kombination mit Holzstufen. Möglich sind auch Stahlkonstruktionen mit hölzernen Geländer. Ein großer Vorteil der Stahltreppen ist Ihre preiswerte Anschaffung, jedoch sollte man bei Treppen mit Stahlstufen das Dröhnen bei Betreten mit Straßenschuhen nicht vergessen.

Betontreppen

betontre.jpg Betontreppen werden in massiver Bauweise schnell und preisgünstig gefertigt, da die Betontreppen aus vorgefertigten Teilen bestehen. Sie sind schon im Hausrohbau benutzbar, solange Sie ein sicheres Geländer haben. Trotz der vorgefertigten Elemente läßt sich eine Vielzahl von Treppengrundrissen realisieren. Ein weiterer Vorteil der Betontreppe ist ihre Feuerfestigkeit von F90, wodurch sie einem Brand 90 Minuten lang widerstehen kann, bevor sie brennt. Daher findet man Betontreppen meist in öffentlichen Gebäuden, in denen eine erhöhte Brandbeständigkeit von Nöten ist. Da massive Betontreppen in einem kleinen Raum sehr klobig wirken, sind sie eher selten in Wohnräumen zu finden. In Treppenhäusern oder als Außentreppe sind sie ideal. Im Anschluss an die Einbauarbeiten erhalten die Betontreppen einen Bodenbelag wie PVC, Teppich, Naturstein, Fliesen, Holz oder Linoleum. Betontreppen sind zwar in der Anschaffung recht preiswert, jedoch sorgen viele Folgeleistungen wie Belag, Geländer und Randanschlüsse für zusätzliche Kosten. Kann man eine Betontreppe durch eine Holztreppe ersetzen, wird der eine oder andere Hausbesitzer wissen wollen. Man kann, sofern die Statik des Hauses nicht gefährdet wird. 

Stahlbetontreppen 

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Treppen aus Stahlbeton findet man häufig in größeren Treppenhäusern, wo die Ästhetik nicht vorrangig ist. Eine gut geplante Stahlbetontreppe im richtigen Raumambiente kann sich zwar durch eine "skulpturelle Qualität" auszeichnen, ist aber sicher nicht jedermanns Geschmack. Da massive Treppen grundsätzlich viel Raum brauchen, um richtig zu wirken, eignen Sie sich besonders für große, offene Bereiche oder Einraum-Häuser.

Glastreppen

glastr.jpg Während Treppen mit gläsernen Geländern häufiger in Häusern zu finden sind, bleiben Treppen, die komplett aus Glas gestaltet sind, eher eine Rarität. Die reine Glastreppe gibt es nicht, da "Glastreppen" aus einer gekonnten Mischung diverser Materialien bestehen. Meist sind Glastreppen aus Plexiglas gefertigt. Glastreppen sind sehr teuer und oft nicht so stabil wie Treppen aus anderen Materialien. Ein Vorteil der Glastreppen ist ihre Transparenz und Leichtigkeit, durch die der Raum in seiner ganzen Größe erhalten bleibt. Außerdem werden Glastreppen gern als Designerstücke gehandelt. Glas ist zudem als Werkstoff für Trittstufen ungeeignet. Durch die häufige Benutzung mit Straßenschuhen kann das Material schnell zerkraten und dadurch matt werden. Während sich Glas für Treppenstufen nicht gut eignet, verschönert und veredelt es Geländer um so mehr.

Steintreppen/Ziegeltreppen

steintr.jpg Im Bereich der Steintreppe reichen die möglichen Materialien von Betonwerkstein über Marmor bis hin zu edlem Granit. Eine weitere Variante bietet eine massiv gemauerte Ausführung in Ziegeln. Diese Treppenbauweise wird jedoch nur noch selten angewandt und ist sehr teuer. Allerdings bietet eine Ziegeltreppe die beste Schalldämmung unter den Treppenmaterialien und verfügt über eine große Wärmespeicherkapazität. Bei den Steintreppen werden die Natursteine in der Regel mit Holz oder Metall kombiniert. Die Stufen bestehen dann aus Stein, die übrigen Komponenten aus einem anderen Material. Oft sieht man auch Betontreppen, die mit einem Steinboden versehen sind. Steintreppen finden häufig in öffentlichen Gebäuden und als Außentreppen Verwendung. Bevor Sie sich eine Treppe aus Stein anschaffen, sollten Sie sich mit einem Steinmetzmeister absprechen und sich über Material, Oberflächenbehandlung und die Entstehung von Flecken beraten lassen, wobei es ratsam ist, sich in unserem Portal über Natursteine im Bauwesen zu informieren. 

Holztreppen

holztr.jpg Bei Holztreppen ist die Materialwahl von großer Bedeutung, da das Erscheinungsbild der Holztreppe durch die Holzsorte, das Geländer und die Oberflächenbehandlung geprägt ist. Aber man muss sich auch überlegen, für welchen Konstruktionstyp von  Holztreppen man sich entscheiden will. Ob Sie zu einer Hartholztreppe (z. B. Buche, Esche oder Eiche) oder einer Weichholztreppe (z. B. Fichte oder Tanne) greifen, hängt nicht zuletzt vom Einsatzzweck ab. Weiches Holz sollte vorwiegend dort eingesetzt werden, wo die Treppe nicht mit Straßenschuhen betreten wird, z. B. innerhalb der Wohnräume. Weichholz wird jedoch bei weitem nicht so oft als Treppenbaustoff verwendet wie Hartholz. Dieses ist besonders langlebig und bei entsprechender Oberflächenbehandlung (z. B. mit Parkettlack) auch sehr pflegeleicht. Massivholzstufen können Sie jederzeit wieder auffrischen lassen, furnierte Stufen lassen sich mit Einschränkung nachschleifen und neu versiegeln. Aber auch die Farbe des Holzes prägt das Erscheinungsbild der Treppe. Besonders helle Hartholzarten wie Ahorn, Esche oder Buche-Natur sind zur Zeit gefragt. Beachten Sie nur, das sich besonders helles Holz im Laufe der Zeit dukler färbt und seine Struktur verändert. Die Holztreppe ist mit Sicherheit die biologischste und umweltfreundlichste Treppenform. Um das Holz langfristig zu schützen, bieten viele Naturfarbenhersteller für Holztreppen spezielle Öle und Fußbodenwachse an.

Metalltreppen

mettr.jpg Metalltreppen sind sehr flexibel in den Einsatzmöglichkeiten. Sie können sowohl innen als auch außen eingesetzt werden. Während im Innenraum des Hauses die Ästhetik eine wichtige Rolle spielt, kommt bei der Außentreppe zusätzlich die Nutzbarkeit hinzu, da beispielsweise bei Frost die Trittsicherheit gewährleistet bleiben muss. Das erreichen Sie durch Gitterroststufen oder gelochte Bleche. Außerdem können Metalltreppen mit vielerlei Materialien kombiniert werden. Für Metalltreppen stehen Ihnen die unterschiedlichsten Stufenbeläge zur Vefügung. Ob Sie sich für Granit oder Marmor entscheiden, oder ihre Treppe lieber mit Holz oder Glas ergänzen wollen, liegt dann ganz bei ihnen.

Treppenfarben

Machen Sie auch Farbe und Gestaltung Ihrer Treppe vom wohnlichen Umfeld abhängig. Bei farblich gestrichenen Treppen und Geländern dominieren zart getönte Anstriche mit einer Lasur. Durch diesen Anstrich bleibt die Holzstruktur noch sichtbar. Wollen Sie Treppe oder Geländer farblich verändern, sind leichtes Rot, Grün oder Blau, aber auch deckende Anstriche in Weiß sehr modern.

Stufenbelag

Ein Stufenbelag ist - je nach Treppe - nicht unbedingt notwendig. Die langlebigsten Stufen sind bekanntermaßen aus Stein, Keramik oder aus massivem Hartholz. Natürlich können Sie auch die ganze Stufe z. B. mit Teppich auslegen, wodurch die Treppen weich, trittsicher und außerdem schalldämmend werden und außerdem vor Unfällen schützt. Textil- oder Kunststoffbeläge sollten durch Leichtmetall oder Messingleisten im Stoßkantenbereich geschützt werden.