Terrasse aus Holz bauen - alles was du dabei beachten musst

Für alle Bauherren eines Einfamilienhauses ist die eigene Terrasse von großer Bedeutung. Sie ist das Wohnzimmer im Grünen. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst wird sie zum beliebtesten Aufenthaltsort in der Freizeit und die Garten- oder Grillparty auf der nächtlichen Terrasse wird zum unvergesslichen Erlebnis.

Beim Terrassenbau spielt die Auswahl der geeigneten Materialien eine fast genauso große Rolle wie die Schaffung des stand- und frostsicheren Untergrundes. Die Terrassenfläche soll sich harmonisch in das Gesamtbild des Gartens einfügen. Sie soll sich aber auch angenehm unter nackten Fußsohlen anfühlen (siehe www.natursteine-blog.de) Als dritter und vierter Aspekt gelten die Bezahlbarkeit des Materials sowie dessen Haltbarkeit.

Steinplatten und Fliesen sind schnell verlegt und viele Modelle sind auch preiswert. Das Material ist hochgradig witterungsbeständig. Es fühlt sich jedoch sehr hart unter den Füßen an. Bei sommerlicher Hitze heizen sich die Platten so stark auf, dass sie mit nackten Füßen nicht betreten werden können. Holz hingegen wirkt natürlich und fühlt sich weich an. Es heizt sich nicht so stark auf und Sorten wie beispielsweise Bangkirai oder Douglasie sind äußerst witterungsbeständig.

Wie wird eine Terrasse aus Holz errichtet?

Wie bei jedem anderen Bauwerk ist der Untergrund die wichtigste Voraussetzung für eine dauerhaft haltbare Terrasse aus Holz. Er muss frostsicher sein und darf sich nicht durch Bodenverschiebungen verändern.

Wenn die Größe der Terrassenfläche feststeht, wird diese auf einem Blatt Papier in Raster von circa 70 x 70 Zentimeter unterteilt. An den äußeren Schnittpunkten und bei großen Flächen an jedem zweiten Schnittpunkt werden 70 Zentimeter tiefe Punktfundamente betoniert. Sie müssen genauestens untereinander ausnivelliert werden und ein bis zwei Prozent Gefälle in Gefällerichtung aufweisen. Nach der Fertigstellung der Punktfundamente wird mittels einer Rüttelplatte die gesamte Fläche zwischen ihnen mit einer Sauberkeitsschicht aus Brechsand hergestellt. An den verbleibenden Rasterschnittpunkten ohne Punktfundament dienen einfache im Betonbett verlegte Gehwegplatten zur Aufnahme der Unterkonstruktion.

Auf diesem fertigen Fundament wird die tragende Unterkonstruktion aufgeschraubt. Ihre Holzart darf nicht weicher sein als die des Terrassenbelages, denn sonst reißen die Schraubenköpfe ab. Die Schraubenlöcher werden vorgebohrt und die vielen Bohrungen in Hartholz erfordern einen äußerst leistungsstarken Akkuschrauber. Der Deckbelag wird mit offenen Fugen verlegt.

Die praktische Ausführung der Deckschicht

Jede Sorte dieser Deckhölzer hat unterschiedliche Eigenschaften. Bevor die Verlegung beginnt, ist deshalb die individuelle Recherche nach der Breite der Fugen notwendig. Der Fachberater im Baumarkt gibt dazu gern Auskunft. Bangkirai und Douglasie sind derzeit die beliebtesten Hölzer für Terrassendielen. Hochwertige Dielen sind seitlich mit Nut- und Federverbindung ausgestattet. Dies ermöglicht die Endlosverlegung ohne Verschnitt.

Die Verlegung erfolgt quer und damit in der Flucht zur längsten Hauswand. Zwischen der ersten Diele und dem Mauerwerk müssen zehn Millimeter als Dehnungsfuge eingehalten werden. Von dieser Startdiele aus erfolgt die Verlegung unter Einhaltung der erforderlichen Fugenmaße.

Jede Diele wird auf jedem Kantholz der kreuzenden Unterkonstruktion mit zwei Edelstahlschrauben verschraubt. Dazu werden die Schraubenlöcher gebohrt und entsprechend der Größe der Schrauben versenkt. Auch hier ist wieder ein äußerst leistungsstarker Akkuschrauber erforderlich. Falls Sie noch einen Akkuschrauber suchen, kann unsere Redaktion die Testberichte auf bohrmaschinen-test.com empfehlen.

Während der Bohrarbeiten wird die Diele mit einer Schraube auf der Unterkonstruktion fixiert. Den Abschluss bildet ein Schutzanstrich, beispielsweise mit Bangkiraiöl. Dann steht der gelungenen Gartenparty nichts mehr im Wege.