Wie du eine Terrasse mit TimberStar Bodendielen anlegst

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Eine Holzterrasse ist an sich etwas wundervolles, sie hat jedoch den einen oder anderen Nachteil - wie die Gefahr von Verletzungen durch Splitter beim Barfußlaufen. Auch sind Holzterrassen ziemlich pflegebedürftig, wenn sie lange ihren Charme behalten sollen. Diese Probleme gibt es bei den TimberStar Bodendielen, die in den Farben braun und silbergrau erhältlich sind, von Otto Wolff nicht. Die Bodendielen bestehen aus einer neuartigen Verbindung von 70% Holzfasern und 30% umweltfreundlichem, thermoplastischem Kunststoff. Sie haben das natürliche Aussehen und das warme Gefühl von Holz, sind aber so haltbar und pflegeleicht wie Kunststoff. Es ist keine Vorbehandlung und kein Überstreichen notwendig. Zudem lassen sich die TimberStar Bodendielen einfach und ohne Schrauben verlegen. Schrauben sind lediglich zum Fixieren der Unterkonstruktion notwendig.


timberstar_terrasse04_k.jpgZum Verlegen der Bodendiele sind nur wenige Werkzeuge wie Akkuschrauber, Säge, Bohrmaschine, Zollstock und Gummihammer notwendig. 

Weiterhin werden zwei und drei Zentimeter dicke Abstandsklötzchen sowie zwei verschiedene Schraubentypen (4/20 mm V2A und 6/50 mm V2A) und die entsprechenden Dübel benötigt.

1. Untergrund und Verlegung Unterkonstruktionsleisten

Wenn kein Estrich oder Beton vorhanden ist, reichen Gehwegplatten als Untergrund vollkommen aus. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, muss zwischen Wand und Gehwegplatte bzw. Unterkonstruktionsleiste ein Abstand von drei Zentimetern eingehalten werden. 

Abstandhalter sorgen dafür, dass der Abstand eingehalten wird. Zwischen den einzelnen Gehwegplatten darf der Abstand höchstens 45 cm betragen. Nun werden die Unterkonstruktionsleisten mittels Schrauben und Dübel im Untergrund befestigt.

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Wichtig: Zwecks Wasserablaufs muss ein Gefälle von einem Prozent von der Hauswand weg
              eingehalten werden (= 1 cm pro laufendem Meter). Das Gefälle wird durch das 
              Unterlegen mit Holz- oder Kunststoffplättchen erreicht.

2. Stoß der Unterkonstruktionsleisten

Zwei Unterkonstruktionsleisten können auf unterschiedliche Weise gestoßen werden. Der Stoß erfolgt entweder hintereinander mit einem Abstand von drei Zentimeter und einer Überbrückung von 10 cm oder die beiden Unterkonstruktionsleisten werden in einem Versatz von 5 cm verlegt. So haben die jeweiligen Clipse immer eine Befestigungsmöglichkeit.

Möglichkeit A - 10 cm Unterkonstruktion 
zur Überbrückung des Abstandes.

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Möglichkeit B - Unterkonstruktion wird in 
einem Versatz von 5 cm verlegt.

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3. Gefälle quer zur Hauswand

Nicht nur von der Hauswand weg (siehe Punkt 1), sondern auch quer zur Hauswand ist ein Gefälle von etwa einem Prozent einzuhalten. Mit einer langen Holzleiste und einer Wasserwaage lässt sich das Gefälle überprüfen. 

Damit sich kein Regenwasser in den Unterkonstruktionsleisten sammelt, sollte mindestens alle 
60 cm ein Loch von 6 mm Durchmesser in die Leiste gebohrt werden. 

Sind alle Unterkonstruktionsleisten mit dem Untergrund verschraubt, können die Abstandhalter an der Wand 
entfernt werden.

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4. Anbringen des Unterprofils für den Wandabschluss

Es gibt zwei Möglichkeiten des Wandabschlusses (siehe Punkt 6). Bei Wahl des zweiteiligen Wandprofils (Möglichkeit A) muss nun das Unterprofil angeschraubt werden. 

Wird der Wandabschluss mit der Abdeckleiste (Möglichkeit B) durchgeführt, kann mit Punkt 5 fortgefahren werden. Das Unterprofil wird mit Schrauben des Typs 4/20 mm V2A auf der Unterkonstruktion befestigt. 

Wer möchte, kann den Wandabschluss an beiden Enden mit einer 45 Grad Gehrung versehen.

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5. Unsichtbare Befestigung der Bodendielen

Vor der Verlegung der ersten Bodendiele, werden Abstandsklötzchen als Montagehilfe gesetzt. Für die unsichtbare Befestigung der Bodendielen gibt es zwei Möglichkeiten. Es werden entweder Metall-Clipse oder Kunststoff-Clipse verwendet. Bei den Metall-Clipsen ist zu beachten, dass sie, obwohl sie Bohrlöcher besitzen, auf keinen Fall verschraubt, sondern nur aufgeclipst werden. 

Sind die Clipse auf dem Profil, werden über die erste Bodendiele geschoben. Bei den Kunststoff-Clipsen ist hierfür ein Gummihammer notwendig. Ein Gummihammer wird auch benötigt, um die weiteren Bodendielen zu befestigen. Diese werden auf die Unterkonstruktionsleiste gelegt und mit dem Hammer unter die Befestigungs-Clipse gehämmert. Damit dabei die Kanten der Bodendielen nicht beschädigt werden. sollten dabei Holzklötzchen als Schutz dazwischen gelegt werden. Zwischen den einzelnen Bodendielen ist ein Abstand von 0,5 cm einzuhalten.

Möglichkeit A Metall-Clipse

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Möglichkeit B Kunststoff-Clipse

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6. Wandabschluss herstellen

Bevor der Wandabschluss befestigt werden kann, müssen zunächst die Abstandsklötzchen entfernt werden. Zur Unterfütterung des Wandabschlussprofils wird anschließend zweifach das Schaumstoffdehnungsprofil eingelegt und der Wandabschluss befestigt. Es gibt zwei Möglichkeiten für den Wandabschluss. Entweder wird das Wandprofil auf das unter Punkt 4 angebrachte Unterprofil aufgeclipst (Detail A) oder eine Abdeckleiste angeschraubt (Detail B). Die Abdeckleiste wird mit 6/50 mm V2A Schrauben im Abstand von 50 cm in der Wand verschraubt (vorbohren).

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7. Seitenabschluss herstellen

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Seiten zu überdecken - entweder den Aluminium Kantenschutz (Detail A) oder das zweiteilige Seitenprofil mit Unterprofil (Detail B). Der Alukantenschutz wird einfach über die Seitenansicht geschoben. Dazwischen kommt ein Schaumstoffdehnungsprofil zur Unterfütterung. Beim zweiteiligen Seitenprofil wird zunächst das Unterprofil mit 4/20 V2A Schrauben auf der Unterkonstruktionsleiste befestigt. Anschließend kann das Seitenprofil angeclipst werden. Unterfüttert wird hierbei mit Schaumstoffdehnungsprofil in zweifacher Ausführung.

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8. Pflege der TimberStar Bodenprofile

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Im Gegensatz zu Harthölzern ist kein Streichen oder sonstige Pflege notwendig. Wenn gewünscht, kann der Farbton nach Einsetzen einer gleichmäßigen Patina (nach ca. 12 Wochen) durch Streichen mit Teak- oder Bangkirai-Öl aufgefrischt werden. Vorher muss die Oberfläche von Schmutz befreit werden und völlig trocken sein. 

Bei guter Witterung (kein Regen) 48 Stunden austrocknen lassen. Eine leicht fleckige Optik ist Holzstruktur bedingt. Die Verarbeitungshinweise des 
Öl-Herstellers müssen berücksichtigt werden.