Stauden pflanzen und pflegen

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Pflege
Richtlinien zur Anordnung von Stauden
Bio-Tipp


Stauden sind Pflanzen mit ausdauerndem Wurzelstock. Sie treiben viele Jahre lang jedes Frühjahr aus, blühen und treten ab Spätherbst in die Winterruhe. Einige Stauden, wie z.B. bestimmte Gräserarten, bleiben auch im Winter grün. Auch Zwiebelblumen, Dahlien und Seerosen gehören zu den Stauden. Die meisten Stauden sind winterhart und werden bewurzelt im Container geliefert. Wenn der Versand in die Ruhezeit der Stauden fällt und Sie "nur" einen gut durchwurzelten Topfballen mit wenigen krautigen Trieben erhalten, dann seien Sie unbesorgt: Allein auf das Wurzelwerk kommt es an!

Pflanzung


Beste Pflanzzeit: September bis Oktober und März bis Mai. Stauden-Pflanzen nach dem Auspacken einen "Begrüßungstrunk" geben. Ein ausreichend großes Pflanzloch (doppelter Wurzelballendurchmesser) ausheben und tiefgründig lockern. Pflanzerde mit Kompost und organischem Dünger verbessern. Bei glattwandigen, festen Behältern Pflanze samt Erde vorsichtig "herausschlagen". Das Pflanzloch zu einem Drittel füllen, die Pflanze einsetzen und mit guter Erde nachfüllen. Danach mit beiden Händen andrücken und durchdringend gießen.

Pflege


Bei Trockenheit gießen, rechtzeitig binden, Verblühtes abschneiden. Im Herbst nach Rückschnitt der trockenen Stile frostempfindliche Stauden mit Fichtenreisig eindecken. Pampasgras nicht im Herbst abschneiden, sondern nur zusammenbinden und anhäufeln. Im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurückschneiden. Alte Staudenbeete (5-6 Jahre) neu anlegen: Stauden behutsam teilen und nach gründlicher Bodenverbesserung wieder einpflanzen.

Richtlinien zur Anordnung von Stauden


Die Schönheit eines Staudenbeets hängt wesentlich von der Anordnung der Pflanzen ab. Dazu ein paar gute Tips:

  • Stauden mit robustem, hohem Wuchs gehören in den Hintergrund oder - wie eine Insel - in die Mitte.
  • Ebenso in den Hintergrund gehören frühblühende und früheinziehende Stauden.
  • Mittelhoch und niedrig wachsende Stauden entsprechend abgestuft nach vorne pflanzen.
  • Genauso in den Vordergrund gehören Stauden mit schönem Laub. Sie sind ganzjährig, also auch im blütenlosen Zustand schön anzusehen.
  • Jede Staudenart in rhythmischer Gliederung mehrmals — etwa 3 bis 6 Stauden einer Sorte — pflanzen.
  • Nicht strenge Kreise oder Linien anlegen. Die unregelmäßige Form wirkt hübscher.
  • Spätblühende Pflanzen oder solche mit schönen Blättern sollten die Lücken, die bereits abgeblühte Pflanzen hinterlassen haben, verdecken.
  • Immer auf harmonische Farbkombination achten.

Bio-Tipp

 Kombinieren Sie Blütenstauden mit Gräsern und ein- oder zweijährigen Sommerblumen. So entstehen lockere, natürlich wirkende Pflanzungen. Im Sommer sind starkwachsende Stauden dankbar für eine Zusatzdüngung mit verdünnter Brennessel-Jauche.

(Aus dem Ratgeber des Garten-QUELLE-Teams)