Schutz- und Nutzfunktionen des Daches


Ein Dach kann nicht nur viele unterschiedliche Formen und Farben haben, auch das Material verschiedenartig sein. Dachziegel oder Betonpfannen sind die am häufigsten benutzten Materialien für die Dacheindeckung. Noch wichtiger als Form, Farbe und Material des Daches ist jedoch seine Schutzfunktion. Wovor uns ein Dach alles schützt, haben wir Ihnen in Zusammenarbeit mit Lafarge-Dachsysteme zusammengestellt.


Niederschläge


Die wichtigste Funktion des Daches ist der Schutz des Hauses und seiner Bewohner vor Feuchtigkeit in Form von Regen, Schnee und Hagel.
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Wind


Oft zu wenig beachtet wird die Funktion des Windschutzes. Wobei hier anzumerken ist, dass nicht nur das Gebäude und seine Bewohner geschützt werden müssen, sondern auch das Dach selbst den Gefahren von Wind und Sturm trotzen muss.


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Auflast


Die beim Dach in Frage kommenden Auflasten sind durch normierte Belastungsgrößen festgelegt. Schneelasten, Windlasten und Mannlasten für Schornsteinfeger und Dachdecker sind zu berücksichtigen. Weitergehende Lasten des Daches, wie Dachreiter, Glockentürme, Schwinglasten von Glocken, Antennen- und Kabelbefestigungen, sind weniger für die Dachhaut als vielmehr für die Dachkonstruktion von Belang.


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Temperatur


Das Dach ist in besonderer Weise den Temperaturschwankungen ausgesetzt. Bei Sonnenschein heizt sich die Dachfläche im Laufe des Tages auf und kühlt in der Nacht ab. Diese kurzfristigen Temperaturintervalle werden längerfristig durch die Jahreszeiten beeinflusst. Die Folge von Temperaturschwankungen sind materialabhängige Maßänderungen. Gerade bei schuppenartig verlegten, kleinformatigen Bedachungsmaterialien wird die temperaturbedingte Dehnung bzw. Schwindung gut abgetragen. Entscheidend für unsere Regionen ist die Frostbeständigkeit der Deckungsmaterialien aufgrund der häufigen Frost-Tauwechsel, denen gerade das Dach ausgesetzt ist.

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Feuer


Feuer war zu Zeiten der mit Stroh, Reet oder Holz gedeckten Dächer die stärkste Bedrohung für die Gebäude. Diese Risiken sind geringer geworden, dennoch bedeuten starke Hitze und Funkenflug eine nicht zu unterschätzende Gefahr, vor der das Dach und damit das Haus geschützt sein muss.

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Strahlung


Aus der Strahlung ergeben sich Gefahren, die man früher kaum zur Kenntnis nahm. Bei heutigen Dächern gehört der wirksame Schutz vor UV-Strahlen, kosmischer Strahlung wie auch Wärmestrahlung dazu.


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Ablagerungen


Die Ansprüche an das Aussehen der Dachflächen sind unterschiedlich. So wird in vielen Fällen die perfekte, immer wie neu aussehende Dachfläche gewünscht. In anderen Fällen, wie bei Denkmälern, wird die sogenannte Patina bzw. bei Neueindeckungen zumindest die Möglichkeit des Patinierens geschätzt.


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Schadstoffe


Das Dach muss uns heute auch vor Schadstoffen aus der Luft und dem Regen, hervorgerufen z.B. von Abgasen der Industrie, der Haushalte oder dem Verkehr, schützen. Das heißt, dass die Dachdeckungsmaterialien diesen Einflüssen standhalten müssen.


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Tauwasser und Feuer von innen


Auch von der Innenseite drohen dem Dach Gefahren, gegenüber welchen es seine Schutzfunktion erfüllen muss. Dazu gehört der Schutz vor Tauwasser durch einen sorgfältigen Schichtenaufbau. Weiter soll das Dach Feuergefahren von innen entgegenwirken


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Schall, innen und außen


So wie ein gutes Dach Außengeräusche dämpft, muss es mitunter auch in umgekehrter Richtung wirken, nämlich Schall, der im Innern des Gebäudes erzeugt wird, nach außen hin reduzieren.


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