Schuhe für einen (stil)sicheren Auftritt

puma_sicherheitsschuhe.jpg Arbeits- und Sicherheitsschuhe sollen vor allem funktional sein und die Füße vor Verletzungen schützen. Das Manko: Sie sehen alles andere als modisch aus. Soll heißen, diese Schuhe werden auf dem Bau, in der Industrie oder bei der Feuerwehr getragen, aber ganz sicher nicht auf dem Laufsteg oder in der Freizeit. Nun, diese Zeiten sind vorbei! Längst schon haben Hersteller wie Maxguard, Uvex oder Elten erkannt, dass ein bisschen Farbe nicht schaden kann und ein ansprechendes Design auch nicht. Selbst Puma mischt auf dem Markt kräftig mit und produziert Sicherheitsschuhe, die eher an Sneaker oder Turnschuhe erinnern. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Berufs- und Sicherheitsschuhen und welche Eigenschaften muss ein Schuh haben, damit er sich Sicherheitsschuh nennen darf?

Gut genormt und gut geformt

In Europa gibt es für so gut wie alles Normen. Äpfel müssen ein Mindestgewicht haben, Kondome eine Mindestlänge und selbst an einer Schnullerkettenverordnung wird in Brüssel gearbeitet. Da mag es kaum verwundern, dass es auch für Sicherheitsschuhe eine Norm gibt, allerdings eine, die im Gegensatz zu manch anderer Verordnung durchaus nützlich erscheint. Denn die DIN EN ISO 20345 ist in verschiedene Kategorien unterteilt und legt fest, welchen Anforderungen die Schuhe gerecht werden müssen. Generell gilt: Sicherheitsschuhe verfügen — im Gegensatz zu Berufsschuhen — über eine Zehenschutzkappe aus Metall oder Kunststoff, die Belastungen von 200 Joule standhält. Denn auf dem Bau fällt schnell mal etwas herunter und einen zertrümmerten Zeh möchte niemand haben.

sicherheitsschuh_auf_paletten.jpg Ein Sicherheitsschuh der Klasse SB erfüllt mit dem Zehenschutz also die Grundanforderung. Nun gibt es aber auch Zusatzanforderungen, denen Sicherheitsschuhe unterliegen können. Die Kategorien S1 bis S3 umfassen Sicherheitsschuhe mit einer antistatischen Ausrüstung, einem Fersenschutz sowie einer öl- und benzinresistenten Sohle. Sicherheitsschuhe der Klassen S2 und S3 haben außerdem einen wasserabweisenden Schaft, während Schuhe der Kategorie S3 zudem eine durchtrittsichere Sohle aufweisen. Auch das spielt auf dem Bau eine Rolle, denn ein Moment der Unachtsamkeit reicht aus, um sich einen Nagel oder ähnlich spitzen Gegenstand in den Fuß zu rammen. Zwei weitere Sicherheitsklassen (S4 und S5) beziehen sich nicht auf Halbschuhe, sondern auf Stiefel.

Auf den Einsatzbereich kommt’s an

Welche Eigenschaften ein Sicherheitsschuh — egal ob Stiefel oder Halbschuh — haben sollte, hängt natürlich auch vom jeweiligen Einsatzbereich ab. Ein Metzger benötigt wasserdichte Schuhe, während ein Elektriker darauf achten sollte, dass seine Schuhe isolierend sind. Feuerwehrleute wiederum setzen auf Schuhe, die schwer entflammbar sind und sich schnell an- und ausziehen lassen. Selbst Köche müssen Sicherheitsschuhe tragen, ebenso Rettungsdienstler sowie Garten- und Landschaftsbauer. Und auf Baustellen geht ohne sicheres Schuhwerk rein gar nichts, das versteht sich natürlich von selbst. Ebenso selbstverständlich sollte die regelmäßige Pflege der Sicherheitsschuhe sein, denn ohne Trocknen, Reinigen und Imprägnieren macht auch der robusteste Schuh irgendwann einmal schlapp.

berufsschuh.jpg Neben der Funktionalität, die bei Berufs- und Sicherheitsschuhen klar im Vordergrund steht, geht es, wie eingangs erwähnt, auch in diesem Bereich zunehmend ums Design. Einer der Trendführer ist Engelbert Strauss, dessen Produkte mittlerweile auch gerne von Nicht-Handwerkern getragen werden. Denn der Arbeitsbekleidungshersteller mit Sitz in Biebergemünd bei Frankfurt am Main hat sich längst zu einer Marke etabliert. Die Arbeitsschuhe der Serie „Asterope“ jedenfalls sind so knallbunt wie Joggingschuhe, dabei aber mit einer rutschhemmenden, antistatischen und hitzebeständigen Sohle ausgestattet. Das freut auch den Banker, der nach Dienstschluss seine Brogues gegen die Berufsschuhe austauscht und dem es dann egal sein kann, ob ihm der Boden unter den Füßen zu heiß wird.

Foto(s): www.puma-safety.com, © Zerbor - Fotolia.com, www.engelbert-strauss.de