Schraubendreher, mit denen der richtige Dreh gelingt

Der Schraubendreher, in der Umgangssprache auch Schraubenzieher genannt, ist der Definition nach ein Werkzeug zum Ein- und Ausdrehen von Schrauben mit der Hand. So einfach, so gut. Doch will man sich einen Überblick verschaffen über Schraubendreher, ist es sehr schwierig, denselben auch zu behalten. Zu unüberschaubar sind die Anzahl der Typen und Ausführungen von Schraubendrehern. Material, Klingenstärke und Griffart sind im wesentlichen die Begriffe, an denen man eine Unterscheidung festmachen kann. Mit der Griffart beschäftigen wir uns in diesem Beitrag nicht, zumal es bei den auch im Heimwerkerbereich häufig eingesetzten Akku-Bohrschraubern keine spezifische Griffart gibt. Uns interessiert in erster Linie zunächst einmal, wie es vorne ausschaut. Im Klartext, was kommt nach dem Griff.


schrau01.gif
schrau02.jpg

Schlitzschraubendreher

schrau03.gif schrau04.jpg

Kreuzschlitzschraubendreher Phillips-Recess

schrau05.gif schrau06.jpg

Kreuzschlitzschraubendreher Pozidriv / Supadriv

schrau07.gif schrau08.jpg

Außen-Sechskantschraubendreher

schrau09.gif schrau10.jpg

Innen-Sechskantschraubendreher

schrau11.gif schrau12.jpg

Innen-Torxschraubendreher


Dies ist nur die Grundaufteilung. In der Praxis gibt es für jede Schraubenart Aufsätze aus unterschiedlichem Material und Größe. Zudem kommt es darauf an, ob man eine Metall- oder eine Holzverbindung schrauben will. Als normaler Heimwerker hat man nicht mit allen oben aufgeführten Antriebsarten auch Kontakt. Deshalb erläutern wir jeden Antrieb kurz.

Schlitzantrieb:

 Dazu muss man einem Heimwerker eigentlich nichts erklären. Gibt es bei Holz- und Gewindeschrauben.

Phillips-Kreuzschlitz-Antrieb:

 Auch damit hat der Heimwerker häufig zu tun. Dieser Antrieb hat gegenüber dem Schlitzantrieb bessere Zentriereigenschaften. Es wirken aber hohe Auswurfkräfte.

Pozidriv-Kreuzschlitz-Antrieb:

 Weiterentwicklung des Phillips-Kreuzschlitzantriebs. Vier zusätzliche Stege sorgen für besseren Halt. Wird im Handwerk verwendet.

Außensechskant-Antrieb:

 Gibt es bei Holz- und Gewindeschrauben. Wird vor allem im Stahlbau häufig verwendet. Es lassen sich hohe Kräfte übertragen.

Innensechskant-Antrieb:

 Kommt im Möbelhandwerk zum Einsatz (Ikea-Kunden wissen Bescheid). Weniger bei Holz-, als bei Metallverbindungen zu finden.

Torx-Antrieb:

 Damit hat man als Heimwerker eher selten zu tun. Es lassen sich hohe Drehmomente übertragen. Einsatz bei automatischer Schraubmontage.

Bei allen Antrieben gilt jedoch folgender Grundsatz: Um die Aufsätze nicht in kürzester Zeit zu verschleißen, schauen Sie die Schrauben genau an und wählen Sie den richtigen Schraubendreher. Die Bits müssen genau passen. Wählen Sie einen zu kleinen Bit, haben Sie schneller Schrott, als Sie schrauben können. Ausdrücklich warnen wir vor Billigprodukten aus Fernost! Ihr Schraubendreher sollte aus Chrom-Vanadium-Stahl sein, die Bezeichnung "Edelstahl" oder Fantasiebeschreibungen wie "aus gehärtetem Stahl" sind keine Qualitätsgarantie.