Schluss mit arbeitsintensiven Zäunen

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Streit am Gartenzaun ist gar nicht so selten, wie man vielleicht vermutet. Dass es aber auch Streit um das Material des Zaunes geben kann, ist weniger verwunderlich. Die eine Partei möchte eine kleine Mauer aus Naturstein, die andere lieber einen Holzzaun, und dann kommt die Frage auf, ob nicht Metall die beste Lösung wäre.

Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile, daher sollte man sich zusammensetzen und mit den Nachbarn darüber sprechen, auf welches Material und welches Design man sich gemeinsam einigen kann. Holzzäune sehen zwar in der Regel sehr schön aus und werden immer noch gerne verwendet, brauchen aber viel Pflege. Da sie schutzlos der Witterung ausgesetzt sind, müssen die Latten sorgfältig gestrichen werden, um den Verfall aufzuhalten und eine Ablagerung von Algen oder Salz zu verhindern, die grüne Flecken produzieren.

Für manche ist ein ordinärer Lattenzaun längst zum Designobjekt geworden, mit dem er seine Grenzen absteckt. Dabei geht es häufig nicht mehr um genau ausgemessene Abstände und Gleichmäßigkeit, zurück zur Natur nimmt man schiefe Latten in unterschiedlichen Längen und setzt so einen neuen Trend.

Holzzäune haben ein besonderes Flair und runden einen Garten immer noch sehr schön ab, weil sie vor allem nicht nur natürlich wirken, sondern auch aus natürlichem Material hergestellt werden. Zudem gibt es verschiedene Varianten und neben dem Lattenzaun sind auch Abgrenzungen aus Profilbrettern sehr beliebt, da diese noch ansprechender gestaltet werden können.

Metall im Grünen?

Ein wenig anders sieht es da mit Maschendrahtzäunen aus, die sich ebenfalls hoher Beliebtheit erfreuen. Diese sind einfach zu errichten und zeichnen sich vor allem durch eine lange Lebensdauer aus. Vielfach werden sie jedoch als zu hässlich und trivial angesehen, da ihnen das Besondere fehlt.

Neben dem etwas kühl wirkenden Maschendrahtzaun gibt es aber auch noch andere Metallzäune oder für etwas mehr Geld auch Schmiedearbeiten, die durch Variantenreichtum und Formschönheit bestechen. Oftmals wirken sie dennoch kalt und zu abschreckend, als dass man täglich drauf schauen möchte, manche vermitteln sogar den Eindruck von Gitterstäben. Sein wirklicher Sichtschutz ist nicht gewährt.

Natürlich ist auch der Umweltaspekt nicht zu vergessen, den immer mehr Gartenbesitzer anführen. Metall rostet und auch wenn es pflegeleicht aussieht, brauchen diese Zäune hin und wieder einen Anstrich, der die Rostbildung verhindert oder müssen stellenweise ausgetauscht werden.

Natürlich erscheinen auch Steinmauern, aber zu Recht wird hierbei gewarnt, dass vor allem Wurzeln und vermeintlich schön aussehende Blumen ihr Unwesen treiben und die Steine auseinander drücken können.

Der Natürliche

Nichts hält ewig, alles zerfällt irgendwann. Das ist auch okay, man sollte sich nur fragen: Wie lange muss es denn halten? Eine Absprache zwischen Nachbarn ist gut, um eine Lösung zu finden, die beiden Parteien gefällt und auf die man sich gemeinsam finanziell einigen kann.

Wichtig sind aber vor allem die Fragen: Wozu braucht man den Zaun? Ist er nur eine Begrenzung des Gartens oder soll er auch als Sichtschutz oder gar Lärmschutz fungieren?

Sehr zu empfehlen ist hier ein sogenannter „WPC-Zaun“. WPC bedeutet „Wood Polymer Composite“ und ist ein Verbund von Holz und Kunststoffen. Das Material ist hochwertig und sieht sehr gut aus. Die Optik ist vergleichbar mit Hartholzzäunen. Im Gegensatz zu diesen hat das WPC-Material jedoch den entscheidenden Vorteil der Arbeitsersparnis. Kein lästiges und regelmäßiges Streichen ist notwendig. Die Wartung beschränkt sich auf die Oberflächenreinigung, die aber einfach und zeitsparend vonstatten geht.

Die Zäune sind flexibel und in verschiedenen Holzfarben, Formen und Größen — auch erweiterbar — verfügbar. Man sieht den Unterschied zu echtem Holz nur, wenn man direkt davor steht. Durch den Materialverbund sind WPC-Zäune auch sehr wetterfest und starker Regen und anhaltende Winter schädigen sie kaum bis gar nicht.

Ob als Gartenzaun oder als Sichtschutz am Rand der Terrasse, dieses Material sieht gut aus und erleichtert Arbeit. Nicht nur die Reinigung geht schneller und einfacher, vor allem die flexible Zusammenstellung einzelner Zaunelemente ist gut. Aber auch das Errichten dieses Sichtschutzes geht wesentlich einfacher und schneller als das Aufstellen eines Holzzaunes.

Foto: Flickr, BY © Swan_Lawrey