Schleifgeräte für den Heimgebrauch im Vergleich

metallschliff.jpg Dem geneigten Handwerker stellt sich immer wieder die Frage nach dem geeigneten Schleifgerät. Schleifpapier, Bandschleifer oder doch etwas völlig anderes? Je nach Einsatzzweck bieten sich natürlich unterschiedliche Geräte an. Hier sollen die gängigsten Modelle einmal vorgestellt werden.

Bandschleifer

Ein Bandschleifer ist wohl das populärste Schleifgerät - und das nicht zu Unrecht. Mit einem Bandschleifer ist es problemlos möglich, auch große Flächen in kurzer Zeit planzuschleifen. Holz kann in diversen Schliffgüten geschliffen und Metalle entrostet werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass Furchen in das Material geschliffen werden wenn man nicht aufpasst, gerade bei weicherem Holz.

Bei einem Bandschleifer sollte man darauf achten, dass er möglichst beidhändig geführt werden kann um genaueres Arbeiten zu ermöglichen. Außerdem ist ein Staubfangsack sinnvoll.

Winkelschleifer

Ein Winkelschleifer eignet sich nur für sehr grobe Schleifarbeiten. Und eher an Metall als an Holz. Es ist zwar möglich, ebenes oder gewölbtes Holz grob zu bearbeiten, saubere Schleifarbeiten sind bei Holz aber nicht möglich. Die hohe Rotationsgeschwindigkeit sorgt aber dafür, dass Holz innerhalb kürzester Zeit in Form gebracht werden kann. Mit einem Winkelschleifer ist es möglich, Metalle mittel bis grob zu schleifen.

Schwingschleifer

Schwingschleifer eignen sich aufgrund der geringen Abtragsleistung ausschließlich für den Feinschliff. Mit einem Schwingschleifer ist es möglich, Holz, Metall aber auch Lack fein zu schleifen. Für besonders feine Schliffe ist es auch möglich ein Schleifvlies zu verwenden. Es empfiehlt sich beim Kauf eines Schwingschleifers darauf zu achten, dass er über eine Staubabsaugung verfügt um die Staubbelastung zu minimieren.

Exzenterschleifer

Die Besonderheit des Exzenterschleifers ist, dass sich der Schleifteller nicht kreisförmig, sondern ellipsenförmig dreht. Dadurch wird ein sehr feines Schliffbild möglich und auch Anfänger sind in der Lage mit einem solchen Schleifer gute Ergebnisse zu erzielen. Ein Exzenterschleifer kann (mit dem jeweils richtigen Schleifpapier) auf so gut wie allen Oberflächen eingesetzt werden. Daher ist er gerade für Allround- Handwerker ideal. Hier wird eine gute Abtragsleistung mit einem guten Schliffbild zusammengebracht. Wer sich näher zu Exzenternschleifern informieren möchte, kann im diesjährigen Exzenterschleifer Test unter www.exzenterschleifer-ratgeber.de genauere Details zu den einzelnen Modellen erfahren.

Deltaschleifer

Deltaschleifer verdanken ihren Namen dem griechischen Buchstaben Delta. Das Prinzip ähnelt dem eines gewöhnlichen Schwingschleifers, durch die Dreiecksform des Schleiftellers wird es aber möglich auch in Ecken und Kanten zu schleifen. Deltaschleifer sind Spezialisten für schwer zugängliche Stellen.

Tellerschleifer

Der Tellerschleifer eignet sich vorzugsweise für das Entfernen von Lack oder Anstrichen. Für Planschliffe ist ein solcher Schleifer aber nicht zu empfehlen. Hier greift man lieber auf einen Exzenterschleifer zurück. Es gibt Tellerschleifer in unterschiedlichen Ausführungen, von der Handschleifmaschine bis hin zum Großgerät für Böden mit bis zu 3 Tellern.

Randschleifmaschine

An Stellen die von Tellerschleifern nicht mehr erreicht werden können, kommen Randschleifmaschinen zum Einsatz. Da Sie leicht und wendig ist, eignet sie sich hervorragend zum Schleifen von Holztreppen, Ecken oder Heizkörperbereiche. Es gibt viele unterschiedliche Aufsätze, die für die verschiedenen Arbeiten optimiert sind. Eine Randschleifmaschine ist ebenfalls ein Allroundgerät.

Des Weiteren gibt es noch Schleifmaschinen, die eher für den gewerblichen Gebrauch geeignet sind, da sich die Anschaffung für den Privatgebrauch meist nicht lohnt.

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