Schiffsboden-Parkett verlegen

Zur Verlegung von Fertigparkett-Schiffsboden benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  Werkzeug zum Schiffsboden verlegen - Zugeisen
- Zollstock
- Leim
- Hammer
- Richtschnur
- Holzsäge
- Schlagklotz
- Distanzkeile


Der Unterboden muss eben, trocken und fest sein. Bei Einhaltung dieses Grundsatzes kann Fertigparkett-Schiffsboden auf altem PVC-, Stein- oder Dielenboden, Nadelfilz, Estrich, Span- und Dämmplatten verlegt werden. Bei "harten" Unterböden (Estrich, Spanplatten, PVC-, Stein-, Dielenboden etc.) ist zwischen Fertigparkett und Unterboden eine Zwischenlage, z.B. PE-Schaum oder Korkschrotpappe, einzubringen. Fertigparkett-Schiffsboden nur auf trockene Unterböden verlegen! Geeignet zur Verlegung auf Warmwasser-Fußbodenheizung, jedoch sind hierbei genaue Vorschriften zu beachten.

Und so verleimen Sie:
boden2.gifJede neue Reihe wird mit dem Reststück der vorhergehenden Reihe begonnen. Schlagen Sie nie mit dem Hammer direkt auf die Feder, sondern verwenden Sie immer einen Schlagklotz.

Wichtig! Holz arbeitet. Daher überall einen Abstand von 15mm lassen, den Sie dann mit Sockelleisten abdecken können (rechnen Sie mit 2mm Dehnfuge pro m rundum). Bei einer Raumgröße von 8x8m benötigen Sie demnach 16mm Dehnfuge zu jeder Wand oder auch aus dem Boden ragenden Teile (Heizungsrohre, Säulen etc.).
boden3.gif 1. Raum komplett ausmessen, um festzustellen, welche Menge benötigt wird. Für die letzte Dielenreihe muss darauf beachtet werden, daß nach dem meist erforderlichen Längsschnitt diese Reihe nicht zu schmal wird; andernfalls sollte auch die erste Reihe bereits in der Länge geschnitten werden, um die Stabilität der letzten Reihe sicherzustellen.

2. Erste Diele mit der Nut an die Wand legen. Holzkeil zur Sicherung der Dehnfuge zwischen Wand und Stirnseite einfügen. Weitere Dielen entsprechend der Raumlänge anfügen; dies zunächst noch ohne Verleimung. boden5.gif
3. Letzte Diele dieser Reihe umdrehen, so daß Feder an Feder liegt. Diele eng an die Wand legen. Auf der Rückseite den Abschnitt markieren und absägen. Dielenstück entsprechend einpassen; zunächst noch ohne Verleimung. boden6.gif
4. Es ist wichtig, daß die Dielen dem Verlauf der Wand folgen.
Ist die Wand nicht gerade, auf der ersten Dielenreihe den Wandverlauf markieren und die Dielen in der Länge gemäß dem Wandverlauf zuschneiden.
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5. Dielen an die Wand legen (Nut zur Wand). Holzkeile zur Sicherung der Dehnfuge einfügen. Leim in die Nute geben.
Dielen mit Hammer und Schlagklotz fugendicht zusammenfügen. Letztes Dielenstück unter Verwendung eines Zugeisens anfügen. Dehnfuge mit Holzkeil zwischen Wand und Diele (Stirnseite) sichern.
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6. Nächste Reihe wieder vorn beginnen. Abgeschnittene Diele
der Vorderreihe verwenden (Schiffsbodenmuster; unregel-
mäßiger Verband). Darauf achten, daß die Hirnstöße mind.
30 cm versetzt zu denen der Vorderseite liegen.
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7. Leim in die Längs- und Hirnnut geben und mit Hammer und Schlagklotz fugendicht zusammenfügen.  
8. Mit allen weiteren Dielen entsprechend verfahren. Die Benutzung von Hammer und Schlagklotz ist wichtig, um eine Beschädigung der Kanten zu vermeiden. boden11.jpg
9. Wo z.B. Heizungsrohre oder Raumteiler aus dem Boden herausragen, Diele auf die andere Seite legen (nächstfolgende Dielenreihe), und mit dem Zollstock die gleiche Messung vornehmen. boden12.jpg
10. Markierte Stelle ausbohren; Lochdurchmesser: Durchmesser
Heizungsrohre zuzüglich erforderliche Dehnfuge.
 
12. Das abgeschnittene Stück mit Leim versehen und hinter den Heizungsrohren wieder dicht anfügen (auch hier Dehnfuge beachten). boden15.jpg
13. Exakte Breite der letzten Dielenreihe festlegen. Dazu eine Diele umdrehen und mit der Feder gegen die Wand und auf die
zu schneidende Diele legen. Dehnungsabstand nicht vergessen!
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14. Entsprechend der Markierung die Diele der Länge nach zuschneiden.  
15. Die Diele in die Reihe legen und mit einem Zugeisen an die vorherige Reihe anfügen. Verleimung wie gehabt. Holzkeile für Dehnfuge nicht vergessen! Nach Trocknung des Leims Holzkeile entfernen und Abstandsfuge mit Sockelleisten abdecken. Nach
24 Stunden ist der Boden begehbar.
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16. Holzeinfassungen sollten mit dem Fuchsschwanz unterschnitten
und die Dielen unterbrochen werden.