Schallschluckwand nachträglich anlegen

Manfred H.: Wie kann ich am effektivsten meine Wohnung gegen von außen eindringenden Lärm schützen. So genannte Schallschutzfenster sind bereits eingebaut. Könnte ich zum Beispiel die Wände mit normalen Dämmplatten verkleiden und dann eine neue Gipskartonwand einbauen?


Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Manfred,
es ist grundsätzlich besser (wenn es möglich ist), Wärme- und auch Schallschutzmaßnahmen auf der "Außenschale", also der Fassade anzubringen. Dazu gibt es spezielle WDVS-PLatten, die auch den Putz tragen. Was WDVS ist? Bitte in unserer Infoseite nachsehen unter "Informationen, Checklisten...."

Auch auf der Innenwand sind Schallschutzmaßnahmen möglich. Es gibt von verschiedensten Herstellern sog. Schallschluckplatten. Diese Hersteller kannst Du leicht finden, wenn Du in unsere Suchmaschine "Schallschluck" eingibst und dann insbesondere das "Rubrikverzeichnis" anklickst.

Alle diese Firmen haben einen technischen Kundendienst, den Du anmailen kannst. Wir können nicht alle verschiedenen Systeme hier erörtern. Grundsätzlich muss man erst einmal wissen, wie die Wände aufgebaut sind. Einschalig, zweischalig, mit oder ohne Hinterlüftung, aus Kalksandstein, Tonziegeln, Porenbetonsteinen .... oder was auch immer. Darauf muss dann die Schallschluckwand abgestimmt sein. Es kann sein, daß die Schallschluckwand diffusionsoffen gehalten werden muss - oder genau umgekehrt. Bei einer Betonwand oder bei Betonfüllziegeln muss bei einem nachträglichen Einbau einer Schallschluckwand eine Dampfsperre (Folie) angelegt werden. Wie gesagt, erkundigt Euch einmal bei den Herstellern und Ihr erhaltet gute Vergleichsmöglichkeiten.

Schallschluckfenster habt Ihr schon - aber sind diese auch richtig eingebaut? Die Erfahrung zeigt, daß die Dämmung im Anschlußbereich Fenster-Wand oft mangelhaft ist.

    Merke:
    Schnell mit den Nerven ist am Ende,
    wer beschallt wird durch die Wände.
    Selbst Himmelstöne können stören,
    mußt Du diese mitanhören