Schadhafte Fassade dauerhaft sanieren

Schadhafte Fassaden können im Regelfall nur komplett erneuert werden. Klaffende Putzrisse und Hinterfeuchtungen lassen oft nur Totalabriss bis zur Freilegung des Mauerwerkes und Neuaufbau zu. Das bedeutet einen hohen Zeitaufwand mit entsprechenden Kosten. Damit ist nun Schluß. Mit dem REFATEC-System von Gutjahr können Sie die Fassade retten, anstatt sie völlig zu erneuern. In wenigen Arbeitsschritten ist die Fassadensanierung schnell und mit geringem Aufwand erledigt: Zuerst den Untergrund vorbereiten, dann Bekleidungsträger aufbringen, die Anschlussfugen herstellen, danach die Grundspachtelung auftragen, sowie anschließend der Auftrag der gewebearmierten Spachtelung … Fertig!

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  1. Kontaktspachtel auftragen


    Nach Vorbereiten des Untergrundes ist die REFATEC Klebe- und Armierungsmasse senkrecht aufzuziehen. Das Format der Zahnung ist der Untergrundsituation anzupassen (max. 6x6 mm). Sind größere Untergrundtoleranzen vorzufinden, ist vorab ein Egalisierungsspachtel aufzutragen. Nur soviel Kontaktspachtel auftragen, wie unmittelbar mit den Bekleidungsträgermatten belegt werden kann. Alternativ kann bei geeignetem Untergrund die Kontaktspachtelung planeben aufgezogen werden (mind. Schichtdicke 2 mm).
  2. Bekleidungsträger ansetzen


    In die noch frische Kontaktkleberschicht werden die REFATEC Bekleidungsträgermatten im Verband angesetzt. Die Verlegung erfolgt von o ben nach unten. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Schiffchenspitzen auf der Rückseite immer nach oben zeigen, um somit einen kontrollierten Feuchtetransport sicherzustellen (vorderseitige Beschriftung beachten). Das Verlegeraster der Bekleidungsträgermatten ist den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Begonnen wird am Dachrand mit einer halben Plattenhöhe. Der Verschnitt wird später unten angesetzt.
  3. Verlegen der Bekleidungsträger


    Es ist darauf zu achten, dass der waagerechte angeformte Überlappungsstreifen des unteren Bekleidungsträgers den oberen überdeckt (ca. 10 mm). Zuschnitte dürfen nur mit vorhandener oberer Überlappung verwendet werden. Senkrechte Stoßfugen dürfen eine maximale Breite von 5 mm aufweisen und sind später mit der Stoßarmierung abzudecken. Der Kontakt zwischen Kleber und Bekleidungsträger ist zu kontrollieren. Zuschnitte können mit dem Cuttermesser oder einer geeigneten Schere vorgenommen werden.
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  1. Bekleidungsträger andrücken


    Die Bekleidungsträgermatten mit einem großen Reibebrett flächig andrücken. Es ist dabei zu beachten, dass die Kontaktspachtelung an den Schlitzen der Schiffchen durchgedrückt wird. Zu angrenzenden Bauteilen ist ein Fugenabstand von ca. 10 mm einzuhalten, so dass später das vorkomprimierte Fugendichtband eingelegt werden kann. Vor der Verdübelung ist eine witterungsabhängige Standzeit der frisch eingebetteten Bekleidungsträger von mindestens 12 Stunden erforderlich.
  2. Stoßarmierung ansetzen


    An den senkrechten Stoßverbindungen der Bekleidungsträgermatten ist die Stoßarmierung anzusetzen. Dabei den Schutzstreifen am integrierten Selbstklebeband entfernen und die Gewebebahn mittig über dem Mattenstoß ansetzen. Der Schutzstreifen verhindert ein Durchdringen späterer Mörtelstege in den Stoßverbindungen und ist gleichzeitig feuchtigkeitsresistent. Farbliche Abweichungen der senkrechten Stöße im Putz können somit verhindert werden.
  3. Verdübelung


    Die Wahl der Dübel ist der Untergrundsituation anzupassen. Die dabei erforderliche Einspanntiefe und der Dübeltyp ist den technischen Informationen zu entnehmen. Gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung sind 4 Dübel pro Quadratmeter einzubringen. Auf den Bekleidungsträgermatten ist die Anordnung der Dübel vorgegeben. Bei Plattenzuschnitt und an Fassadenöffnungen ist die Dübelanordnung entsprechend zu variieren. Nach dem Anziehen der Schraube ist der Dübelkragen mit der mitgelieferten roten Kappe abzudecken.
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  1. Lüftungsprofil setzen …


    An den waagerechten Systemabschlüssen ist das REGATEC Lüftungsprofil fluchtgerecht in Mörtelschicht vollflächig anzusetzen. Hierzu zählen Dachanschlüsse, Sockelabschlüsse und die Sturzkanten von Tür- und Fensteröffnungen. Es ist darauf zu achten, dass kein Mörtel in den Luftschacht der Bekleidungsträger gelangt. Die Übergänge zwischen den einzelnen Profilen sind fluchtgerecht auf Stoß zu setzen.
  2. … und in den Mörtel einspachteln


    Die Mörtelschicht ist an der integrierten Abzugskante des REFATEC Lüftungsprofils scharf abzuziehen. Ist ein geringerer Sockelversatz gewünscht, kann dieser durch Ansetzen einer Perimeterdämmung ausgeglichen werden. Die Abzugskante des Lüftungsprofils ist dann inklusive des Gewebestreifens nach unten zu führen. Hinsichtlich der schlagfesten Eigenschaften und dem verbesserten Feuchteschutz, sollte auch am Sockel die REFATEC Bekleidungsträgermatten angesetzt werden.
  3. Grundspachtelung auftragen


    Die Grundspachtelschicht, bestehend aus REFATEC Klebe- und Armierungsmasse, mit einem Edelstahlglätter aufziehen. Die Spachtelkonsistenz ist so einzustellen, dass die Schiffchen der Bekleidungsträgermatte satt verfüllt werden. Die Spachtelmasse ist vollflächig aufzutragen und oberhalb der werkseitig aufgelegten Gewebeschicht scharf abzuziehen. Die Kanten der Bekleidungsträgermatten und Fugen zu angrenzenden Bauteilen dürfen dabei nicht mit Mörtelstegen verfüllt werden.
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  1. Eckschutz, Fugenband + Anputzprofile


    Zu den angrenzenden Bauteilen wie beispielsweise Fenster- und Türelementen sind die selbstklebenden REFATEC-Anputzprofile lotrecht anzusetzen. Ein tragfähiger Klebeuntergrund ist dabei sicherzustellen. An allen anderen Bauteilanschlussfugen sind vorkomprimierte REFATEC-Fugendichtbänder zu verwenden. Das Fugenband ist bündig mit der Grundspachtelung einzubringen, so dass es anschließend mit der gewebearmierten Spachtelschicht abgedeckt werden kann. An den senkrecht verlaufenden Gebäudekanten ist der REFATEC Eckschutz in die Spachtelmasse lotrecht anzusetzen.
  2. Putzabschlussprofile setzen


    Die REFATEC Putzabschlussprofile sind auf der durchtrockneten Grundspachtelschicht anzusetzen. Um einen optisch idealen Übergang sicherzustellen, sind diese Profile unterhalb der Fensterbänke und bei Bedarf als seitlicher Systemabschluss senkrecht zu verwenden. Sofern keine REFATEC-Lüftungsprofile am Dachanschluss verwendet werden, empfiehlt sich auch hier der Einsatz von Putzabschlussprofilen. Es werden zwei unterschiedliche Schenkellängen mit 6 mm bzw. 14 mm angeboten.
  3. Armierungsschicht auftragen


    Bevor die ganzflächige Armierungsschicht aufgetragen wird, sind an allen Fensteröffnungen und Leibungen diagonal angeordnete Gewebestreifen anzuordnen (20 x 30 cm). Die REFATEC Klebe- und Armierungsmasse ist in Bahnenbreite des REFATEC Gewebes aufzuziehen und die Gewebeschicht darin mit ca.10 cm Überlappung einzubetten. Nass in Nass ist daraufhin die Gewebelage mit Spachtelmasse abzudecken. Die Spachtelmasse hat dabei die Solldicke von 3 - 4 mm und die Gewebeschicht muss mittig bzw. im oberen Drittel der Spachtelung liegen.
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  1. Putzbeschichtung ausführen


    Nach ausreichender Standzeit ist eine Grundierung der durchgetrockneten Armierungsschicht mit REFATEC Putzgrund notwendig. Als Oberputz stehen der REFATEC Silicon-Fassadenputz und der REFATEC Silikat-Fassadenputz zur Auswahl. Beide Putztypen sind verarbeitungsfertig und im Gebinde vor Gebrauch gründlich aufzurühren. Die Konsistenz kann durch Wasser bzw. REFATEC Konzentrat (nur bei Silikatprodukten) reguliert werden. Je nach Wahl der Putzstruktur und Korngröße ist der Putz mit einer Edelstahltraufel aufzuziehen und mit einer Kunststoffscheibe oder PU-Brett abzureiben.
  2. Anstrich auftragen


    Um den Witterungsschutz zu verbessern ist der REFATEC Silicon-Fassadenputz mit der REFATEC Silicon-Fassadenfarbe zu überstreichen. Um den Schutz vor Moos- und Algenbildung deutlich zu verbessern, kann die Putzschicht alternativ mit der REFATEC Biozid-Fassadenfarbe überstrichen werden. Bei werkseitig eingefärbten REFATEC Silikat-Fassadenputzen ist wegen des möglichen wolkigen Austrocknens ein Egalisierungsanstrich mit dem REFATEC Silikat-Finish notwendig.
  3. Systemaufbau von vorne


    Der Bekleidungsträger entkoppelt, so dass Risse aus dem Untergrund nicht mehr in der neuen Belagsschale übertragen. Zwischen Untergrund und Belagsträger entsteht eine Lüftungszone von ca. 10 mm Höhe, die ein Luftraumvolumen von ca. 7 Litern pro Quadratmeter beinhaltet. Die zweifach armierte neue Belagsschale ist schlagfest gegen hohe mechanische Einwirkungen.
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    Systemaufbau von innen


    Die Schiffchenform der Abstandhalter gewährleistet, dass Kondensfeuchte stets an der Rückseite des Bekleidungsträgers geführt und über die REFATEC Lüftungsprofile schadlos abgeführt wird.

    Gleichzeitig kann über diese Profile die Luftschicht hinter der Putzschale zirkulieren.