Romantische Gartenbank aus Holz: Bauanleitung für eine mehrteilige Baumbank

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Welcher Gartenbesitzer möchte nicht einen lauschigen Platz zum Träumen in seinem Garten sein eigen nennen? Mit dieser selbstgetischlerten Baumbank können Sie sich unter einem freistehenden Baum (falls vorhanden) einen gemütlichen Sitzplatz in Ihrem Garten schaffen. 

Aber auch an einem Sichtschutzzaun oder einer Gartenmauer können Sie sich mit dieser Anleitung Ihren Traum von einem lauschigen Sitzplatz in Ihrem Garten erfüllen. 

Da die Gartenbank aus sechs einzelnen Bänken besteht, können Sie sich Ihren Sitzplatz ganz den vorhandenen Möglichkeiten und nach Bedarf passend zusammenstellen. 

Mit sechs Elementen erhalten Sie einen kreisförmigen Sitzplatz, dessen Innenkreis auch für einen dickeren Baum reicht. Mit drei Elementen erhalten Sie einen Halbkreis, den man an einer geraden Wand aufstellen kann.

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Der entstehende Halbkreis der drei Elemente bietet sogar noch Platz für Rankpflanzen. Aber auch einzeln kann das Bankelement auf der Terrasse oder im Garten verwendet werden. 

Die einzelnen Elemente sind so groß gewählt, dass man auch gut nebeneinander sitzen kann. Die vielseitig einsetzbare Bank sollte natürlich aus wetterfestem Holz bestehen. Und nicht nur in Natur, auch farbig wirkt die Bank sehr gemütlich.

Bauanleitung runde bzw. eckige Gartenbank:

Welches Holz Sie zum Bau der Gartenbänke verwenden ist Ansichtssache. Über die verschiedenen Gartenhölzer können Sie sich hier informieren. Die Gartenbank sollte nicht nur wetterfest, sondern auch in ihrer Konstruktion stabil sein. 

Daher sollten Sie auf gute Verbindungen Wert legen und nur rostfreie Schrauben verwenden und Wasserstauecken bei der Gestaltung sorgsam vermeiden. Für fast alle Verbindungen werden außerdem wasserfester Leim und Buchendübel verwendet. 

Zum präzisen Arbeiten benutzt man am besten einen Bohrständer oder ein Bohrmobil. Zum Verleimen der Einzelteile werden einige große Knechte benötigt. Für das Zusammenfügen der Sitzbank setzt man am besten einen langen, kräftigen Spanngurt ein.
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Sollen die sechs Bänke zu einem Sechseck zusammengesetzt werden, ist präzises Arbeiten notwendig. Die Winkel (siehe Zeichnungen) müssen sehr genau eingehalten werden, sonst wird aus den sechs Bänken hinterher kein richtiger Kreis. Alle sechs Bankteile sind identisch, die Anleitung bezieht sich daher auf ein Bankteil.

Das Grundgerüst eines Bankteils besteht aus zwei langen Pfosten, zwei kurzen Pfosten und den Zargen. Schneiden Sie die Pfosten genau auf Länge zu. Die Beinholme und die Zargen werden mit 12 mm dicken Holzdübeln und Holzleim verbunden. Die Dübellöcher können mit Dübelmarkern ganz genau angepasst werden. 

Zum Spannen der Seitenteile benötigen Sie Spannknechte (Zwingen) mit einer Spannweite von mehr als 80 cm. Die Teile werden mit einem Holzhammer zusammengefügt. Bein Spannen der Teile sollten Sie Holzstücke zum Schutz der Bankteile benutzen.

Um die Querzargen auch wirklich genau anzupassen, fertigen Sie einen Aufriss auf Pappe im Maßstab 1:1 an und stellen die Seitenteile auf. Die Maße können Sie aus der Aufsichtzeichnung mit den sechs Bankteilen entnehmen. 

Der kleine Durchmesser beträgt 900 mm (Radius 450 mm), der große Durchmesser 2200 mm (Radius 1100 mm). Passen Sie dann die Querzargen an.

Die Zargen lassen sich mit einem Fuchsschwanz und einer Gehrungslade mit variablem Schnittwinkel zuschneiden. Man kann aber auch eine Kapp- und Gehrungssäge benutzen. Die Querzargen werden ebenso wie die Beinteile und Längszargen mit Dübeln und Holzleim miteinander verbunden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Zargen mittig zu den Beinholmen liegen. In diesem Zuge wird auch die rückwärtige untere Leiste der Rücklehne an den hinteren Beinholmen befestigt. 

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Diese Leiste wird aber nicht wie die Zargen mittig zu den Holmen gesetzt, sondern bündig mit der vorderen Kante der hinteren Beinholme. Mit einem Spanngurt werden nun die Vorder- und die Hinterzarge fest mit den Holmen der Bankbeine zusammengefügt.

Für die hintere Leiste der Sitzfläche zeichnen Sie auf einem dicken Karton eine Schablone. Die Maße können Sie der Zeichnung entnehmen. Schneiden Sie die Schablone aus und überprüfen Sie sie an den schon fertigen Grundgerüst. 

Ändern Sie die Schablone, falls nötig. Übertragen Sie nun die Konturen auf ein 9,3 cm breites Brett und sägen Sie diese mit Hilfe einer Stichsäge aus.

Den zusammengestecken, aber noch nicht verleimten Rahmen benutzen Sie als Schablone für die Sitzleisten. Dafür werden am besten alle Teile auf dem Fußboden gelegt. 

Für einen gleichmäßigen Abstand der Sitzleisten benutzen Sie passende Distanzstückchen, die zwischen die einzelnen Leisten geschoben werden. Legen Sie nun den zusammengesteckten Sitzrahmen auf die Leisten und markieren Sie die Schnittlinie auf den Leisten.

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 Die zugeschnittenen Leisten werden am schräg angesägten Ende verleimt und verschraubt (rostfreie Schrauben, am besten Edelstahlschrauben). Am anderen Ende werden die Leisten gedübelt. Eine Übersicht über Schraubentypen und ihre Verwendung haben wir Ihnen hier zusammengestellt. 

Da die Sitzleisten in der Dicke schmaler sind als die Rahmenteile, sollten Sie darauf achten, dass die Sitzleisten mit der Oberkante der Rahmenteile bündig abschließen. Zum Schluß wird der Rahmen mit drei großen Schraubzwingen beim Verleimen zusammen gespannt. 

Für einen höheren Anpressdruck schieben Sie Klötzchen zwischen die Leisten der schrägen Seiten. Benutzen Sie Zulagen, um den Sitz der Zwingen zu sichern und die Bankteile vor Beschädigungen zu schützen.
Schneiden Sie nun aus einem 10 cm breiten Brett die Abschlussleiste der Rückenlehne und die Rückenleisten zu. Die Leisten werden mit 8 mm dicken Holzdübeln an der unteren und der oberen Leiste der Rückenlehne befestigt. Wenn Sie alles überprüft und angepasst haben, werden die Leisten noch zusätzlich mit Holzleim verleimt. 

Nach der Fertigstellung und dem Trocknen des Leimes, können Sie die Gartenbank auf Wunsch auch lasieren oder lackieren. Dazu sollten Sie auf jeden Fall nicht nur wetterfeste, sondern auch umweltfreundliche Farben oder Lasuren verwenden (z.B. L15 AQUA CLOU® Holzschutzfarbe oder Xyladecor Dekor-Lasur). 

Diese finden Sie in jedem gut sortierten Fachmarkt. Mehr Informationen über die verschiedenen Holzbehandlungsmittel erhalten Sie hier.
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Materialliste für eine Gartenbank

Maße im mm (ungeschnitten - Maße in Klammern sind zugeschnittene Maße)
Nr.StückBenennungMaßeMaterial
12hintere Holme70 x 70 x 1080 (1069) mmKiefer, Fichte - druckimprägniert oder Konstruktionsholz aus Zeder oder Douglasie
22vordere Holme70 x 70 x 480 (459) mm
31vordere Querzarge18 x 45 1000 (955) mm
41hintere Querzarge18 x 45 x 380 (370) mm
52seitliche Längszarge18 x 45 x 520 (515) mm
61vordere Rahmenleiste26 x 93 x 1200 (1165) mm
71hintere Rahmenleiste26 x 93 x 620 (595) mm
82seitliche Rahmenleiste26 x 68 x 520 (502) mm
917Sitzleisten18 x 42 x 450 (400) mm
101Untere Leiste Rückenteil18 x 45 x 420 (396) mm
117Rückenleisten18 x 42 x 520 (500)mm
121Abschlußleiste Rückenteil38 x 145 x 600 (558) mm
Rostfreie Holzschrauben (Edelstahl), wasserfester Holzleim, eventuell wasserfester und umweltfreundliche Farbe oder Lasur