Rhododendron verliert seine Blätter

Der Rhododendron gehört zu den beliebtesten deutschen Ziergehölzen. Er ist immergrün, blüht im Sommer in violett, rot oder weiß und er ist auch relativ blickdicht, wenn man ihn (unter Beachtung des Grenzabstandes) als natürlichen Zaun nutzen will. Leider ist der Rhododendron aber Zielobjekt verschiedener Schädlinge, deren Aufkommen sich in den letzten Jahren deutlich vermehrt hat. Oft ist eine Gelbfärbung der Blätter zu beklagen, wobei die gelb gewordenen Blätter abfallen und der Busch "verkahlt". Manchmal werden die Blätter "rundum" angefressen, das Endergebnis dieses Befalls ist ebenfalls eine Verkahlung. Doch nicht nur Schädlinge setzen dem Rhododendron zu - oft ist der Boden ungeeignet. Und wenn der Busch in der vollen Sonne steht, dann geht er auch ein. Was also kann man tun?

Mit Nematoden auf natürliche Art gegen den Dickmaulrüssler


rhododendron01.jpgWenn das Blatt von Blattrand her angefressen ist, dann ist hier der sog. Dickmaulrüssler am Werk, der nicht eher in seiner Fressgier nachläßt, bis er das Blatt rundum abgefressen hat. Die 7 bis 12 mm großen Käfer machen sich nachts an das Werk, tagsüber sieht man sie nicht, weil sie sich im dichten Laub verstecken. Dem Schädling kann man am besten beikommen, indem man Nematoden aussetzt, das sind winzig kleine Fadenwürmer, die die Larven der Dickmaulrüssler befallen und abtöten. Diese ökologische "Kriegsführung" erfolgt einfacher, als man denkt. Nematoden werden in einer Packung geliefert, mit Wasser verrührt und als Gießwasser (nur in den Abendstunden!) ausgebracht. Man muss den Boden rund um den Rhododendron vier Wochen feucht halten, dann vermehren sich die kleinen Nützlinge wunderbar und machen den "Dickmäulern" den Garaus. Hier nennen wir Ihnen auch eine Adresse, wo sie Nematoden bestellen können: www.nuetzlingsberater.de

Woran man einen Befall durch die Rhododendron-Netzwanze erkennt


rhododendron02.jpgGrößere Schäden als der Dickmaulrüssler richtet die Rhododendron-Netzwanze an. Das Schadensbild ist relativ einfach auszumachen, wenn man ein vergilbtes Blatt auf verräterrische braune Punkte untersucht - siehe Foto. Diese Nestwanze kann in kurzer Zeit einen ehemals gesunden Busch so schädigen, dass er ausgegraben und entsorgt werden muss. Da Rhododendren, wenn sie eine Höhe von über 150 cm erreicht haben, sehr teuer sind, ist auch der materielle Schaden für den Gartenbesitzer groß.

Hier hilft nur der Einsatz von Insektiziden wie etwa Spruzit-Schädlingsfrei, Raptol-Schädlingsspray oder Spruzit-Gartenspray, alle aus dem Hause Neudorff. Wichtig ist, dass beim Spritzen die Blätter auch von unten besprüht werden, da es sich die Netzwanze unte r dem Blatt gemütlich macht.

Kein Schädlingsbefall und dennoch gelbe Blätter - wie das?


Wenn die Büsche nun von keinem Schädling befallen worden sind, auch nicht von der Rhododendron-Zickade, (siehe "Schwarze Rhododendron-Knospen wegschneiden"), dann kann es diese Ursachen haben:
  • Die Büsche stehen in der vollen Sonne, was der Rhododendron als Moorpflanze nun gar nicht verträgt

  • Der Boden ist nicht "moorig", also auch nicht sauer. Der Rhododendron braucht aber saure Böden. Hier hilft nur, Torf mit der Harke einzuarbeiten. Da Rhododendron Flachwurzler sind, muss das vorsichtig geschehen und mehrmals wiederholt werden.

  • Unser letzter Hinweis ist banal - aber wichtig. Wer glaubt, dass der Rhododendron im Herbst oder im Frühjahr (und erst recht im Sommer) tage- oder gar wochenlang nicht gegossen zu werden braucht, weil es doch "dauernd" geregnet hat, der irrt, ein dreistündiger "Landregen" reicht nicht aus, um das Boden 5 cm tief zu durchfeuchten.
Fotos: www-fotoatelier-schumacher.de