Rhododendren, Azaleen und Eriken

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Rhododendren können sehr alt werden, wenn die Wachstumsbedingungen stimmen. Pflanzen Sie diese prächtigen Blütensträucher deshalb nicht an ungeeignete Plätze. Dann währt die Freude nur kurz und die Enttäuschung ist groß. Die vielseitigen Azaleen gehören ebenfalls zur Rhododendron-Familie und wollen ähnlich behandelt werden.

Boden und Standort

Als sogennante Moorbeetpflanzen brauchen Rhododendren, Azaleen und Eriken einen sauren, humosen, kalkfreien Boden. Eventuellen Kalkgehalt im Boden folgendermaßen beheben: sehr breite Pflanzgrube ausheben und der Pflanzerde bis zu 70 % Torf, Wald-Lauberde oder fertige Pflanzerde für Rhododendren beimischen. Die Pflanzen lieben Halbschatten bis Schatten, keinesfalls also pralle Mittagssonne. Vorgärten mit Nord-Nordostlage oder Stellen, die zumindest zeitweise von lichten Zweigen der Nachbargehölze beschatten werden, sind ideale Standorte.

Pflanzung

So tief pflanzen, daß die Wurzeln etwa 5 cm (bei Erika 3-4 cm) mit Erde bedeckt sind. Ein Pflanzenschnitt ist nicht erforderlich.

Sonnenschutz

In der Einwachszeit, wenn die schattenspendenden Nachbargehölze ebenfalls noch klein sind, durch aufgestellte Segel aus grobem Sackleinen oder Schilfmatten bzw. durch ringsrum eingesteckte Fichten- oder Kiefernzweige für genügend Schatten sorgen.

Pflege und Schnittmaßnahmen

Die welken Blütenstände durch leichtes Drehen mit sanftem seitlichem Druck ausbrechen, denn die unerwünschten Samenansätze würden die neuen Jahresstriebe unnötig schwächen. Schnitt ist nicht erforderlich.

Düngerfahrplan

Großblumige Sorten werden zum ersten Mal im März/April gedüngt. Eine zweite Gabe ist nach der Blüte, etwa Anfang Juni fällig. Damit sich Knospen fürs nächste Jahr entwickeln können. Streuen Sie reichlich Hornspäne, gut verrotteten Rinderdung oder eine speziellen Rhododendron-Dünger, in dem bereits alle wichtigen Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind. Zwerg-Rhododendren und Azaleen komme häufig mit einer einzigen Düngung im Frühjahr aus und mit der Hälfte der Düngermenge. Als Faustregel gilt: nach dem 15. Juni nicht mehr düngen!

Geeignete Begleitpflanzen

Unterstreichen Sie die Wirkung des Rhododendrons durch Begleitpflanzen! Im Frühjahr zum Beispiel mit einem Teppich aus Narzissen und Frühlingsprimeln. Während der Rhododendronblüte empfehlen sich vor allem blaue Stauden: Akeleien, Wieseniris und Vergißmeinnicht. Im Sommer haben Silberkerze, Fingerhut und Astilbe ihren großen Auftritt. Gräser und Farne schließlich verleihen jedem Rhododendron-Beet eine ganz besondere Note.

Bio-Tipp

Bedecken Sie den Boden unter Rhododendren und Azaleen mit einer Decke aus Laub und zerkleinerten holzigen Abfällen. Darunter bleibt die Erde so feucht, so feucht, wie diese Gehölze es lieben. Das organische Material setzt sich langsam in leicht sauren Humus um.

(Aus dem Ratgeber des Garten-QUELLE-Teams)