Professionell eine Leinwand auf einen Rahmen aufziehen

Für die Einrichtung der Wohnräume bieten sich Bilder seit Jahrtausenden an. Doch nicht jeder hat die Zeit und die Fähigkeiten, sich mit großer Wandmalerei eine einzigartiges Heim zu schaffen. Die selten genutzte Möglichkeit, sich eine eigene Fotowand mit Hilfe einer Leinwand, Farben und aufgeklebten Fotografien zu erschaffen, soll hier vorgestellt und beschrieben werden. Die richtige Vorbereitung ist aber bei jedem Bastelprojekt das A und O, sonst gerät vieles schnell ins Chaos und die schöne Idee wird aus Frust niemals ausgeführt.

Die ersten Schritte - Alles am richtigen Ort

Durch heutige Möglichkeiten gibt es jedes einzelne Bauteil ganz komfortabel im Kunstversandhandel, wie bei www.boesner.com. Für eine selbst gespannte Leinwand auf selbst gebautem Keilrahmen benötigt man Holzlatten, meist gleich "Keilrahmenleisten" genannt, in der Länge des Umfangs des gewünschten Bildes. Sollte ein Meter in jeder Richtung überschritten werden, müsste alle 50 Zentimeter eine unterstützende Querleiste eingefügt werden. So wird der Rahmen schön stabil. Beim Zusammenfügen ist darauf zu achten, dass die glatte Seite nach außen weist und der sichtbare Wulst sich auf der Bildseite befindet. Ganz wichtig ist auch, dass rechtwinklig und penibel auf Gleichmäßigkeit geachtet wird. Dann bleibt die Leinwand in Form und der tragende Keilrahmen verzieht sich nicht nachträglich bei der Bearbeitung.

Den Stoff vorbereiten

Egal, ob nun klassisches Leinen oder den günstigeren und nicht schlechteren Baumwollstoff, vorgrundiert oder ganz natürlich, die richtige Größe ist entscheidend. Zu wenig genommen, und schon ist der Rahmen in dieser Größe nicht mehr nutzbar. Zu viel Stoff an alle Seiten und nichts ist mehr gezielt handhabbar. Daher ist der erste Schritt der Zuschnitt. Den Stoff auf glattem Boden oder einem großen Tisch ausbreiten, den Rahmen auflegen und dann mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand zum Rahmen schneiden. Bügeln oder ähnliches erübrigt sich vorerst, weil der Stoff ja sowieso gespannt werden soll. Dafür fängt man mit dem Tacker und den U-Klammern in der Mitte jeder Seite an, so dass eine gewisse Grundspannung in der Leinwand ist. Mit genügend Zug, aber nicht zu viel Kraft auf den diagonal gegenüber liegenden Seiten in Richtung der Ecken tackern. Dort den Stoff einmal gerade, dann leicht schräg und fast rechtwinklig noch einmal gerade befestigen. Immer darauf achten, dass sich Spannungswellen bilden; diese müssen glatt gezogen werden, bevor getackert werden kann. Falten und Stoffknicke mit einer Wassersprühflasche oder einem Dampfreiniger befeuchten und trocknen lassen; die Spannung übernimmt die ganze Arbeit, zum Schluss noch die Keile in den Rahmen ohne Gewalt einsetzen und die Festigkeit herstellen, ohne dem Stoff zu viel abzuverlangen.

Das Projekt genießen

Die letzten Schritte sind dann der ganz eigenen Kreativität überlassen, ob die Familie nun am selbst gemalten Strand oder Stammbaum versammelt werden soll oder ein Urlaub mit der passenden Landschaft umgeben wird. Dank der perfekt vorbereiteten und selbst gespannten Leinwand kann der Spaß beginnen. Noch einmal das benötigte Material zusammengefasst:

Keilrahmen in entsprechender Länge, an Querleisten denken
Stoff in der richtigen Größe
Tacker und U-Klammern
Schere