Probleme mit den Kunststoffrohren der Fußbodenheizung

Werner: "Ich habe eine Frage zur Fußbodenheizung. Auf ca. 60m² muss ich meine Bodenfliesen erneuern. Ich möchte die Rohre der Fußbodenheizung nicht austauschen. Vor 1980 wurden Kunststoffrohre verwandt, die Sauerstoff abgeben. Danach erhielten die Rohre eine Markierung. Meine Kunststoffrohre der Fußbodenheizung (Baujahr 1982) haben nur eine Farbmarkierung (durchgehende grün). Wer kann mir helfen und mir sagen, ob diese Rohre nach 1980 hergestellt wurden und ob das sie keinen Sauerstoff mehr abgeben?"

Antwort von Jörg: "Dass Kunststoffrohre überhaupt anfällig sind, liegt daran, dass das Material versprödet und SAUERSTOFFDURCHLÄSSIG WIRD. Wandert Luft in den geschlossenen Heizkreislauf, rosten metallische Teile der Anlage. Dieser Rost und Ablagerungen lassen das Heizsystem verschlammen. Am Ende dieses schleichenden Prozesses fallen Armaturen aus, Räume werden nicht mehr warm — oder nur noch mit hohem Energieaufwand. Fachleute raten daher, nach spätestens 20 Jahren eine Fußbodenheizung überprüfen zu lassen. Entscheidend, um eine teure Komplettsanierung zu umgehen, ist der Zeitpunkt der Zustandsanalyse. Sollten die Rohre noch keine Risse aufweisen, kann auf die Systeme zurückgegriffen werden, die ein Herausreißen des kompletten Fussbodens überflüssig machen. Unterbleibt bei ernsthaften Schäden eine Sanierung oder sind die Rohre gerissen, hilft auch kein Epoxydharz mehr — dann bleibt wirklich nur die Totalsanierung."