Preiswerte Fertighäuser - Gelächter über Zeichen von Arroganz

Mario B.: "Ich habe vor, ein EFH in Holzrahmenbauweise erstellen zu lassen. In diesem Haus soll eine Einliegerwohnung eingebaut werden, die fremdvermietet werden soll. Der hierfür notwendige spezielle Schallschutz ist bereits eingeplant und in den Bauleitungen enthalten. Dennoch raten mir alle Bekannten und auch Fachleute von einem Holzrahmenbauwerk ab. Insbesondere als ich den Anbieternamen "X-Haus" erwähnte, hatte ich alle Reaktionen vom heiteren Gelächter bis zum dramatischen Abraten erfahren müssen.

Frage: Ist der Schallschutz über die Decke eines Holzrahmenhauses tatsächlich so problematisch, wie mir mitgeteilt wurde? Gibt es gesetzliche Regeln für diesen speziellen Schallschutz? Wie kann ich beurteilen, ob dieser Schallschutz o.k. ist?"

Nun wohnen in den USA, Kanada, Skandinavien und natürlich auch in Deutschland Millionen Menschen zufrieden in Holzrahmenhäusern - aber ihre Bekannten raten Ihnen natürlich ab (wieviel Fertighäuser haben die denn gebaut oder bewohnt?). In unserem Dienst "baumarkt.de" laufen die meisten Anfragen ein wegen Probleme der Schall- und Trittschalldämmung in Massivbauten, wo sich der Lärm bei schlechter Bauausführung über den Betonboden und vor allem über die Wand in andere Räume verbreitet. Die früheren Probleme beim Schallschutz in Holzrahmenhäusern hat man längst im Griff - und natürlich muss auch im Fertigbau nach DIN-Normen gearbeitet werden.

Das Gelächter Ihrer Bekannten über die Fa. X ist nur ein Zeichen von Unwissenheit. Die Fa. X baut über 1.500 Häuser im Jahr. Sie verkauft preiswert - wie ALDI. Und wie ist es mit der ALDI-Qualität? Na sehen Sie - hervorragend. Ihre Bekannten können ja gerne für 30 Euro Markenchampagner kaufen. Kaufen Sie den von ALDI, der kostet nur 11 Euro und schnitt bei einem verdeckten Test der Stiftung Warentest am besten ab. Niemand soll gehindert werden, für ein Markenimage das Doppelte zu zahlen. Im übrigen baut und baute die Fa. X kleine Häuser und auch große und sehr ansehnliche! Wenn Sie sich vor ein kleines, preiswertes Massivhaus der Firma Jupp (Fantasiename) stellen, dieses dann mit einer Villa vergleichen und ausrufen: "Was baut der Jupp doch für kleine Hucken!", dann übersehen Sie, daß Jupp natürlich lieber große Villen bauen würden - nur die Kunden haben nicht so viel Geld. Man muss also immer in Rechnung stellen, was der Bauherr an finanziellen Mitteln hat. Und mancher fühlt sich auch in einem kleineren, bescheidenen Haus wohler, als in der 4. Etage einer Mietskaserne."