Parkettboden quietscht - wie kann das Knarren beseitigt werden?

Harald: "In unserem jetzt neu erworbenen Haus Bj.1964 knarrt der vor 3 Jahren vom Vorbesitzer abgeschliffene und versiegelte Eichenparkettboden stellenweise empfindlich laut bis in die Nebenräume. Welche Möglichkeiten gibt es zur Beseitigung - ohne den Boden aufzumachen oder mit OSB-Platten/Teppichboden oder Laminat großflächig zu überdecken?"

Antwort von Kai: "Der Fachmann fragt natürlich zunächst nach dem Unterbau des Bodens : Ist der vorhandene Boden ein Dielenparkett auf einer Holz- Unterlattung, kommt das Quietschen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Nägeln, die durch den Feuchteschwund ihre Klemmwirkung verloren haben. Die Diele wird beim begehen quasi am betreffenden Nagel hoch und runter geschoben - und das quietscht. Diesen "Schaden" kann man mit relativ geringem Aufwand, einiger Fachkenntnis und viel Geduld beheben. Ist der Boden allerdings ein Kleinstabparkett, Fischgrätparkett oder Würfelparkett, welches auf einem Betonunterbau (i.d.R. Estrich) vollflächig aufgeklebt ist, so kann das Quietschen kaum aus einer vertikalen Bewegung resultieren - es sei denn, einzelne Riemchen sind lose. Auch eine horizontale Reibung kann bei einem fest verklebten Parkett eigentlich (und logisch) nur bei einem gebrochenen Estrich auftreten. Dies wäre eine Indikation für eine umfangreichere Boden- Sanierung (welche aber u. U. auch partiell erfolgen kann und nicht zwangsläufig die Erneuerung des gesamten Estrichs zur Folge hat !)."