Paneele in einem Fachwerkhaus?

Peter M. aus W.: "Wir haben uns vor kurzem ein bergisches Fachwerkhaus (Doppelhaushälfte) mit Schieferverkleidung gekauft. Bei der Renovierung sagen uns einige Handwerker, daß die Innenverkleidung mit Holzpaneele (vorrangig im Flur und im Treppenaufgang) ungünstig für das Fachwerk sei und der Schwammbildung Vorschub leisten kann. Zwar gibt es Zwischenräume zwischen den einzelnen Verkleidungen, um eine gewisse Hinterlüftung zu gewährleisten, aber wir sind uns nicht sicher, ob wir sie nicht entfernen müssen (Kosten?!). Vielleicht können Sie uns weiterhelfen!"

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Peter,
die Verschieferung der Außenfassade hat die Balken Deines bergischen Fachwerk wahrscheinlich gut in Schuß gehalten und immer vor Nässe bewahrt. Deine Vorfahren hatten also eine hinterlüftete Fassade angelegt, ohne diesen feierlichen Begriff überhaupt zu kennen.

Die Paneele, die nun den Innenwänden vorgehängt sind, verhindern den Blick auf mögliche Holzschädlinge, wie den Hausbock, der ganze Balken ratzeputz durchlöchert. Und eine richtige Hinterlüftung ist in Innenräumen sowieso nicht möglich.

Wahrscheinlich sind die Paneele auch keine Echtholz-Paneele. Der Hausbock wird die Paneele verschmähen, da er ungern Kunstharz frißt, und Du wirst also gar nicht sehen können, was sich hinter den Paneele abspielt. Sollte sich der Hausschwamm eingenistet haben, kannst Du Dein Haus gleich abreißen. Der Hausschwamm ist der größte Feind des Hausbesitzers.

Im Infoteil von "baumarkt.de" findest Du einige Informationen. Quintessenz: Runter mit den Paneelen, lasse die schöne alte Ausfachung aus Lehm oder natürlichen Putzen auf Dich einwirken, das gibt ein gutes Raumklima! Der Fachmann spricht von diffusionsoffenen Wänden.