Ofenkacheln - Wärmespender und Dekorobjekte

ofenkacheln1.jpg Kachelöfen kannten schon die alten Römer und über viele Jahrhunderte wärmten sie die Menschen auf angenehme Weise. Erst in den Nachkriegsjahren, als Zentralheizungen modern wurden, geriet der Kachelofen etwas in Vergessenheit. Das hat sich mittlerweile wieder geändert und bei vielen wird der Wunsch nach einem Kachelofen laut. Über die verschieden Typen von Kachelöfen können Sie sich hier informieren.

Ein Geheimnis des Kachelofen sind die Ofenkacheln. Sie sorgen für gleichmäßige Wärme und sind zugleich für das Erscheinungsbild des Raumes zuständig. Wie dekorativ Kachelöfen bzw. Ofenkacheln sein können, sieht man an den Fotos von Jasba Kachelöfen. Damit die Kacheln lange Zeit so glänzen können, müssen sie aus einem besonderen Ton geformt sein.

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Ofenkachlen als Wärmespeicher


Technisch betrachtet haben Ofenkacheln die Aufgabe Wärmespitzen beim Verbrennen von festen Brennstoffen aufzufangen, zu speichern und langsam an den Raum abzugeben. Für diesen Zweck eignen sich nicht alle Kachelarten. Kacheln mit hohem Schamottegehalt speichern die Wärme besser als Kacheln mit niedrigem Schamottegehalt. Darüber hinaus neigen diese Kacheln eher zum Reißen als Schamottekacheln. Ofenkacheln sollten außerdem ein hohes spezifisches Eigengewicht besitzen, da nur dann ein hohe Wärmespeicherfähigkeit garantiert ist. Die Farbe der Glasur hat ebenfalls Einfluss auf die Wärmeabgabe des Kachelofens. Je dunkler die Kachel, desto höher ist der Anteil der Wärmestrahlung an der Gesamtwärmeabgabe.

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Haarrisse in Kacheln beeinflussen Qualität nicht


Ob die Glasur matt oder glänzend ist, hat keinen Einfluss auf die heiztechnischen Eigenschaften. Matte Glasuren sind allerdings schwerer sauber zu halten und weniger resistent gegen falsche Putzmittel. Nicht vermieden werden können Haarrisse in der Glasur. Meist sind sie unsichtbar und beeinflussen die Qualität und Lebensdauer der Kacheln nicht. Durch falsches Reinigen kann sich Schmutz aus dem Putzwasser in den Haarrissen festsetzen. Bei hellen Kacheln kann das dazu führen, dass die Risse sichtbar werden. Geringfügige Farbabweichungen vom Muster oder der Kacheln untereinander lassen sich ebenfalls nicht vermeiden, da die chemischen Einflüsse beim Brennen nur mit sehr großem Aufwand zu kontrollieren sind.

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Format der Ofenkacheln unerheblich


Ob groß oder klein, das Format der Ofenkacheln hat nur wenig Einfluss auf die Wärmeabgabe. Das gleiche gilt für die Form der Kacheln. Ofenkacheln gibt es in beinahe unendlich vielen Formen. In Form gebracht werden sie im wesentlichen auf drei verschiedene Arten: mit der Hand, durch Pressen von plastischem Ton oder durch Gießen von flüssigem Ton in Formen aus Gips. Versetzt werden die Ofenkacheln ebenfalls auf unterschiedliche Weise. Es gibt geschliffene Kacheln und Kacheln mit überglasierter Kante. Größere Vorteile bietet der Kachelofen mit geschliffenen Kacheln, die direkt aneinander geschliffen werden. So können Dehnungen und Spannungen, die beim erwärmen der Kacheln entstehen, am besten aufgefangen werden. Keine Dehnungen auffangen können dagegen Kacheln mit überglasierter Kante, die in Lehmfuge gesetzt werden. Bei ihnen sind nach der Heizperiode meist Nachfugarbeiten angesagt.