Neu gepflanzte Bäume brauchen Sonnenschutzmatten

Nicht nur der Mensch sollte sich vor intensiver Sonnenbestrahlung schützen - auch neu gepflanzte Bäume brauchen Sonnenschutz. Und zwar nicht der Baum als solcher, sondern der Stamm von Laubbäumen - also auch von Obstbäumen. Da Tropensommer mit intensivster Sonnenbestrahlung nun auch in Deutschland keine Seltenheit mehr sind, ist dieses Thema wichtig.

sonnenschutzmatten.jpg Denn Bäume, die als "Ballenware" mit vier oder fünf Meter Höhe aus der Baumschule angeliefert werden, haben ihren (berechtigten) Preis - je nach Sorte sogar einen hohen Preis. Die "Sonnenseite" solcher neu gepflanzter Bäume ist besonders gefährdet - der Stamm kann aufreißen, was sich meist erst in der nachfolgenden Vegitationspersiode zeigt. Ist der Stamm derart geschädigt, kann ein 400 oder gar 800 € teurer Baum über kurz oder lang zu einem Objekt für die Kettensäge werden.

Deshalb empfiehlt die Baumschule Lappen, die europaweit Alleen und Schloßparks neu bepflanzt, den Stamm der jungen Bäume mit einer Schilfrohrmatte zu umwickeln. Das ist kinderleicht - eine Bahn genügt. Darauf geachtet werden muss nur, dass der ganze Stamm umhüllt wird. Was für den Laien also aussieht wie ein Wintermantel für Bäume, ist in Wirklichkeit ein "Sonnenschutz-Cape". Nach zweijähriger Umhüllung ist der junge Baum so resistent geworden, dass die Matte abgenommen werden kann.