Nadelgehölz pflanzen und pflegen

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Nadelgehölze können im Garten eine immergrüne Kulisse bilden. Von diesem dunklen Hintergrund heben sich blühende Gewächse leuchtend und eindrucksvoll ab. Auch zur Winterzeit setzten die Nadelgehölze belebende Akzente im sonst kahlen Garten.

Günstige Pflanzzeiten

Mitte August bis Anfang Oktober und Mitte März bis Anfang Mai.

Boden und Standort

Meist humoser, genügend feuchter Gartenboden. Kiefer und Wacholder benötigen einen leichten, durchlässigen Boden. Pflanzenabstände je nach Wuchsform und endgültiger Größe bemessen.

Pflanzvorbereitung

Gehölz mit Wurzelballen im Sackleinentuch vor der Pflanzung solange in Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Vorsicht beim Herausnehmen! Nasse Ballen nie am Gehölz herausziehen! Bei glattwandigen Behältern Pflanze samt Erde umstülpen, mit einer Hand Pflanze und Erde halten und mit der anderen Topf abziehen. Bei festen Behältern Pflanze mit Erde vorsichtig "herausschlagen".

Pflanzloch

Pflanzloch mit doppelter Breite und Tiefe des Ballendurchmessers ausheben. Alle bei eventuellen Bauarbeiten entstandenen Verdichtungen gründlich lockern. Erde zum Auffüllen durch Beigaben von Kompost und organischem Volldünger verbessern.

Pflanzen - Einschlämmen - Begießen

Gehölz in das schon zu einem Drittel gefüllte Pflanzloch stellen und mit Erde auffüllen. Eventuell vorhandenes Ballentuch aufknoten oder aufschneiden und im Pflanzloch belassen. Gefülltes Pflanzloch mit viel Wasser vorsichtig einschlämen. Falls Erde etwas zusammensackt, nachfüllen und schließlich einen Gießrand bilden, um bei Trockenheit nachzuwässern. Besonders großer Wasserbedarf besteht zur Pflanzzeit und zur Zeit des Jahrestriebes Ende Juni. Wichtig: Trockenheit im Winter vermeiden. Laubdecke schützt die Bodenfeuchtigkeit.

Wind und Sonnenschutz

Hochwachsende Arten in den ersten Jahren durch schrägstehenden Pfahl gegen Hauptwindrichtung stützen. Stärkere Pflanzen mit einer dreiseitigen Drahtverspannung verankern. Größere, wertvollere Koniferen, aber auch immergrüne Laubgehölze können im Pflanzjahr vor zu praller Sonne durch Aufspannung einer Schilfmatte oder eines Sonnensegels aus lockerem Gewebe geschützt werden. Bei kleineren Pflanzen reicht ein Auflegen oder Herumstecken von Fichten- oder Kiefernreisig. Nadelgehölze brauchen — mit Ausnahme von Heckenpflanzen — weder einen Pflanzschnitt noch spätere Schnittmaßnahmen.

Bio-Tipp

Setzen Sie Nadelgehölze nicht willkürlich, sondern so, wie sie zu ihren Landschafts-, Klima- und Bodenverhältnissen passen. Im lichten Schatten von Kiefern und Lärchen könne Sie Rhododendren pflanzen. So entsteht eine bildschöne, gut abgestimmte Lebensgemeinschaft.

(Aus dem Ratgeber des Garten-QUELLE-Teams)